Donnersbergkreis Giehl: Der Ball war nicht komplett hinter der Linie

«Ludwigshafen.» 87 Minuten lang hat Verbandsligist ASV Winnweiler beim Ludwigshafener SC ein torloses Remis gehalten. Dann fiel der Siegtreffer des LSC, den die Gäste als irregulär bezeichneten. Bei der Rettungsaktion wurde Waldemar Schneider an der Schulter lädiert.
Schon früh wurde klar, dass sich hier zwei spielerisch limitierte Mannschaften gegenüberstehen, die nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen. Das machte sich vor allem in den beiderseits unzureichend vorgetragenen Offensivaktionen bemerkbar. Bälle versprangen, zahlreiche Pässe landeten im Niemandsland. Zündende Ideen oder Spielwitz waren nicht zu erkennen. Viele Aktionen blieben im Ansatz stecken. Zur Ehrenrettung der Akteure muss man sagen, dass der unebene Platz ein flüssiges Kombinationsspiel fast unmöglich machte. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu verhalten gespielt, da hat man die Verunsicherung der Mannschaft und die Angst vor Ballverlusten gesehen“, schilderte Trainer Jürgen Giehl die nur sehr diskreten Bemühungen seines Teams um Offensive. Das Spiel gegen den Ball war jedoch in Ordnung. Der ASV war gut gestaffelt und zwang mit guter Raumaufteilung sowie konsequenter Defensivarbeit aller Spieler den LSC zu zahllosen Rückpässen, sogar zum eigenen Torhüter, weil die Einheimischen keine Lücke im dichten ASV-Abwehrnetz fanden. ASV-Kapitän Christoph Scharfenberger tat sich als starker Zweikämpfer und Abwehrorganisator hervor. Bis zur Pause ließen die Gäste nur zwei gute Chancen der ratlosen Ludwigshafener zu. In der zweiten Halbzeit hatte der LSC die besseren Möglichkeiten. Das begann mit dem Foulelfmeter, den Scharfenberger an Julien Jubin verursachte (58.). Doch Jubin schoss den Strafstoß an den Pfosten. Die Gastgeber hatten noch drei weitere Gelegenheiten, doch die ASV-Abwehr hielt dicht. Nach vorne lief aber weiter wenig zusammen. „Da waren wir nicht in der Lage, bei einem Konter bis in den gegnerischen Strafraum zu kommen und gefährlich zu werden“, beschrieb Giehl die untauglichen Versuche, Akzente zu setzen. Erst in den letzten Minuten, als der LSC die Abwehr lockerte, war ein Hauch von Gefährlichkeit zu erkennen. Die einzige Chance im zweiten Abschnitt hatte Fabian Schmitt nach einem Solo (80.). Und als sich alle schon mit einem 0:0 abgefunden zu haben schienen, fiel doch noch ein Tor. Robert Moldoveanu schoss aus der Drehung ein „Wembley-Tor“. „Der Ball war nicht vollständig hinter der Linie“, versicherte Jürgen Giehl. Sein Team nahm die Entscheidung aber sehr sportlich hin. Sport So spielten sie ASV Winnweiler: Assel - Geißler, Ghoul, Scharfenberger, Hühn (78. Jan Giehl) - Tim Giehl, Schneider - Orschiedt, Hertel, Jito (59. Schwab) - Schmitt.