Donnersbergkreis Ghoul trifft zweimal vom Punkt

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GÖLLHEIM. In einer Partie mit nur wenigen spielerischen Höhepunkten konnte sich der TuS Göllheim durch zwei Elfmetertore gegen den SV Hinterweidenthal durchsetzen. Durch die wichtigen drei Punkte springen die Göllheimer in der Bezirksligatabelle von einem Abstiegsrang auf Platz zwölf.

„Heute haben wir uns den Sieg wirklich mal erzwungen“, sagte ein glücklicher Michael Rolef nach dem Spiel. Der Trainer des TuS Göllheim sah dennoch eine über weite Strecken glanzlose Partie, die auf beiden Seiten von vielen Fehlpässen und Ungenauigkeiten gezeichnet war. Tatsächlich landete der Ball zwar nach vier Minuten schon das erste Mal im Netz, allerdings wurde der Treffer von Hinterweidenthals Julius Fess zuvor wegen Abseits abgepfiffen. Übrigens die einzige echte Torchance in der ersten Halbzeit. Göllheim kombinierte sich meist schnell durch das Mittelfeld, aber spätestens am Sechzehnmeterraum war dann Schluss. Entweder gingen die Schüsse ins Leere, oder die Abwehr von Hinterweidenthal klärte souverän. Auch über die Standards konnte Göllheim dieses Mal nur wenig Torgefahr ausstrahlen. Auf der Gegenseite ergab sich allerdings ein ähnliches Bild. Die Göllheimer Abwehr behielt die Gegenspieler gut im Blick und war in den wichtigen Momenten vor allem durch Sefa Muratoglu und Julian Oestreicher zur Stelle. Abwehrriese Aaron Bauer fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus und konnte nur von der Seitenlinie aus zuschauen. Auch das Schiedsrichtergespann um Frederic Kaufmann zeigte keine gute Leistung. Foulspiele wurden ein ums andere Mal übersehen, Handspiele wurden nicht gepfiffen, und Einwürfe wurden für die falsche Seite gegeben. Erst in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel spannender. In der 61. Minute bekam Göllheims Viktor Braun die Gelb-Rote Karte, nachdem er sich aus einer Umklammerung gerissen hatte. Nur eine Minute später gab es Elfmeter für die Gastgeber: Srdjan Savic war im Strafraum gehalten worden. Daniel Ghoul trat an und schoss eiskalt ins linke Eck. 1:0 für die jubelnden Göllheimer (63.). Jetzt nahm das Spiel Fahrt auf. Hinterweidenthal kämpfte um den Ausgleichstreffer und stürmte gegen das Tor von Andy Lindemann. Doch die Gäste spielten nach vorne viel zu unkonzentriert. Vor das Tor geschlagene Bälle landeten oft im Nirgendwo, oder die Göllheimer Abwehrspieler konnten sich befreien. „Wir haben uns im Spielaufbau sehr schwer getan, auch wenn wir es immer wieder versucht haben. Wir haben dann aber nicht gut gespielt und oft unglücklich agiert, sodass wir uns kaum zwingende Torchancen erarbeiten konnten. Dadurch, dass wir uns so ungeschickt angestellt haben, ist der Sieg von Göllheim verdient“, analysierte SV-Trainer Denis Jung. Die Überzahl von Hinterweidenthal machte sich kaum bemerkbar. Stürmer Savic rückte nach hinten auf die Position von Braun, sodass das System von Göllheim nicht umgestellt werden musste. Nach vorne gab es zudem Platz zum Kontern. Savic hätte eigentlich in der 81. Minute alles klar machen müssen. Er rannte alleine auf das Tor von Jonas Jung zu und wollte ihn tunneln. Der Torwart ahnte dies und blockte den Ball. Auf die Erlösung musste Göllheim bis zur letzten Minute warten. Der eingewechselte Suliman Ibraheem wurde vorm Tor von Jonas Jung zu Fall gebracht, und so gab es erneut Elfmeter für den TuS. Wieder trat Ghoul an und erzielte wie beim ersten Mal durch einen Treffer ins linke Eck sein zweites Tor. Rolef war sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: „ Es war kein schönes Spiel, aber wir wollten heute auch keinen Schönheitspreis gewinnen. Hinterweidenthal hat bis zum Schluss gekämpft, wobei wir den Sieg noch viel früher hätten klar machen müssen. Aber wir hatten heute mal die guten Momente für uns und haben verdient gewonnen.“ Göllheim holte so wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg und kletterte von Abstiegsrang 14 auf Platz zwölf. So spielten sie TuS Göllheim: Lindemann - Ghoul, Oestreicher, Koch, Muratoglu - Haag, Schulz, Braun, Krehbiehl, Niederprüm - Savic (82. Ibraheem) Tore: 1:0 Ghoul (63., Foulelfmeter), 2:0 Ghoul (90.+3, Foulelfmeter) - Gelbe Karten: Ghoul, Braun - Schulz, Ghoul, Brandmeyer - Gelb-Rote Karte: Braun (83.) - Wafzig (90.) - Beste Spieler: Muratoglu, Oestreicher - Fess - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Kaufmann (Nierstein).

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