Donnersbergkreis Gesamtpaket wird wohl teurer
Das Gesamtpaket aus Sanierung der Weißen Grube und der Toilettenanlagen am Zeltplatz wird womöglich teurer als ursprünglich angenommen. Zu diesem Ergebnis sind die Imsbacher Ratsmitglieder nach Besichtigung der Sanitärgebäude am Parkplatz im Langental gekommen. Demnach müssten dort nach Einschätzung der Ortsvertreter deutlich mehr als die veranschlagten 20.000 Euro investiert werden. Im Raum steht nun eine Gesamtsumme von 260.000 Euro, die zur Förderung angemeldet werden soll.
Wie mehrfach berichtet, ist das Besucherbergwerk „Weiße Grube“ 25 Jahre nach seiner Eröffnung nicht mehr zeitgemäß und müsste saniert werden. Betrieben wird die „Weiße Grube“, die jährlich 5000 bis 6000 Besucher zählt, von der Ortsgemeinde Imsbach. Überlegungen, neue Akzente zu setzen, um für Besucher attraktiver zu werden, gibt es schon länger, doch nun ist die Gelegenheit günstig, da in diesem Jahr eine neue Periode des EU-Förderprogramms Leader angelaufen ist und daraus Mittel beantragt werden können. Nach einigen Diskussionen hat sich der Gemeinderat dazu entschieden, diesen Weg zu gehen. Allerdings unter der Prämisse, dass in die Maßnahme auch die Erneuerung der sanitären Anlagen am Zeltplatz mit aufgenommen werden. Für das gesamte Projekt waren in einer ersten Schätzung Kosten von 214.000 Euro ermittelt worden. Von diesen Zahlen ist der Rat nach einem Ortstermin nun abgerückt. Dabei haben die handwerklich bewanderten Personen unter den Ratsmitglieder festgestellt, dass für die Hütten nicht nur neue sanitäre Einrichtungen benötigt werden. Timo Schultz wies beispielsweise darauf hin, dass „die unteren Schwellen total verfault sind“. Das Dach sei ebenfalls renovierungsbedürftig, weshalb ein Abriss und kompletter Neubau dringend zu empfehlen sei. Bei dieser Variante sei aber statt den ursprünglich veranschlagten Kosten von 20.000 Euro eher von 85.000 Euro auszugehen. Auch müsse für die Gebäude eine Nutzungsänderung beantragt werden, da diese momentan als Kiosk deklariert seien. Dies sei aber nur eine Formalie, so Christoph Eul vom beauftragten Planungsbüro. Vorerst hat der Rat keinen Beschluss gefasst. Vielmehr hat man sich darauf verständigt, die Antwort der Lokalen Leader-Aktionsgruppe „Donnersberger und Lautrer Land“ abzuwarten. Von dieser erhofft man sich Unterstützung für das Vorhaben. Nicht nur Wolfgang Holtkamp hielt es für realistisch, von einer Gesamtsumme in Höhe von 260.000 Euro auszugehen. Die Variante „Sparflamme“ erachtete keines der Ratsmitglieder für sinnvoll. Dann müsste beispielsweise der vorgesehene Spielplatz an der Weißen Grube kleiner werden oder ganz gestrichen werden. Dieser sei aber auf jeden Fall ein notwendiger Beitrag, das Bergbauerlebnis in Imsbach attraktiver zu gestalten, so Schultz und Schäffer. |gom