Donnersbergkreis Gerangel um Platz zwölf spitzt sich zu
WINNWEILER. Nach der 1:2 (0:0)-Niederlage gegen den VfR Kandel muss Verbandsligist ASV Winnweiler wohl bis zum letzten Spieltag um den Klassenverbleib bangen. Weil die direkten Konkurrenten aus Bad Kreuznach und Ludwigshafen dreifach gepunktet haben, spitzt sich der Kampf den Tabellenplatz zwölf, der sicher für den Klassenerhalt reicht, immer mehr zu. Die Gäste haben sich mit der Revanche für das 1:3 im Hinspiel wohl ein weiteres Jahr Verbandsliga gesichert.
„Wir hätten heute gerne was mitgenommen“, sagte ASV-Trainer Jürgen Giehl nach Spielschluss und zählte dann aber auf, warum dies nicht der Fall war. „Bei den Gegentoren waren wir im Abwehrverhalten zu inkonsequent. Auf der anderen Seite haben wir aus unseren Offensivaktion zu wenig gemacht, haben die Umschaltaktionen nicht gut abgeschlossen.“ Dabei starteten die Hausherren furios in das Spiel. Schon nach 15 Sekunden nutzte Fabian Schmitt eine Unsicherheit der Gäste, doch sein Schuss von der Strafraumkante verfehlte knapp das Ziel. Nach zwei Spielminuten schoss Waldemar Schneider mit einem Freistoß nur knapp über das Tor. Noch einmal eine Minute später zog er unvermittelt aus 25 Metern ab, doch Gästetorhüter Aust parierte spektakulär zur Ecke. Dann war es aber erst einmal vorbei mit prickelnden Torszenen. Die Gäste fanden besser ins Spiel, und das Geschehen spielte sich jetzt meist zwischen den Strafräumen ab. Die Aktionen des VfR wirkten dabei gefälliger, doch richtig zwingend wurden auch sie nicht. Nach 22 Minuten musste ASV-Keeper Robin Assel erstmals eingreifen, als er einen Schrägschuss von Lucas Pfau sicher abfing. Die Gastgeber taten sich richtig schwer, in den Strafraum der Gäste zu gelangen. Der letzte Pass kam einfach zu oft nicht an, aber auch die Laufwege passten nicht immer. Trotzdem lag die Führung noch zwei Mal in der Luft. Nach der besten Kombination bis dahin spielte Markus Steigerwaldt in den Lauf von Schmitt, der hatte freie Bahn, zögerte ein bisschen zu lange und wurde noch abgegrätscht. Im Winnweilerer Lager wurde hier vehement ein Elfmeter gefordert. Dem 1:0 noch näher kam Lukasz Dreger, doch sein Kopfball, nach einer Ecke von Schneider, strich nur hauchdünn über das Gebälk. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein offenes Spiel, und die Gäste zeigten sich immer dann anfällig, wenn der ASV frühzeitig und konsequent attackierte. Dies passierte dann allerdings zu selten. Kandel konnte sich immer wieder befreien und profitierte von der nachlassenden Konzentration der Hausherren. Assel konnte noch Flurschaden verhindern, als er dem einschussbereiten Florian Hornig den Ball ganz stark vom Fuß holte. „Megastark“ wurde wenig später eine Aktion von der Bank eingestuft. Tatsächlich war Assel nach einem Kopfball von Marc Staiger blitzschnell am Boden und konnte die Kugel von der Linie kratzen. Beim 0:1 war er aber machtlos. Die Gäste spielten die Abwehr auseinander, Lucas Pfau zog nach innen und verwandelte flach in die Ecke. Beim 0:2 hatte Pascal Hüll freie Bahn und traf humorlos aus 15 Metern neben den Pfosten. Die Hausherren steckten nicht auf, doch den Offensivaktionen fehlte weiter die richtige Durchschlagskraft. Waldemar Schneider hatte noch zwei Chancen. Nach einem Rückpass von Sascha Ahrens schoss er knapp über das Tor und scheiterte wenig später mit einem Freistoß an Aust. Das 1:2 durch Fabian Schmitt, der Aust mit einem Heber aus 16 Metern überwand, kam dann zu spät. Sport So spielten sie ASV Winnweiler: Assel - Dreger, Siebecker, Scharfenberger - Steigerwaldt (74. Hühn), Schneider, Tim Giehl (60. Ahrens), Geißler - Schwab, Schmitt, Steer (60. Hertel).