Donnersbergkreis Gerüstet für Wassereinbrüche und Stromausfälle
Der Förderverein der Ortsfeuerwehr Sippersfeld hat der Wehr Geräte im Wert von gut 3200 Euro gespendet: einen Wassersauger sowie vier Gurtsysteme für Atemschutzmaskenträger. Zur zwingenden Ausstattung der Wehren gehören diese Geräte nicht. Dennoch erleichtern sie die Arbeit der Wehrleute und führen zu mehr Effizienz. Kein Wunder, dass nicht nur VG-Wehrleiter Christian Füllert dem Verein seinen Dank aussprach.
2048 Euro ist der Wassersauger wert. „Wo eine normale Pumpe an ihrer Leistungsgrenze angelangt ist, wird der Wassersauger eingesetzt“, erläuterte Wehrführer Hans-Peter Dech. Das aufgesaugte Wasser gelangt erst in einen 60-Liter-Behälter. „Sobald dieser voll ist, wird das Wasser automatisch über eine Schlauchleitung abgepumpt“, erklärt Dech. Eingesetzt wird das Gerät bei Wassereinbrüchen nach Starkregen, Überflutung von Räumen nach einem Wasserrohrbruch oder ausgelaufenen schadlosen Flüssigkeiten. Zudem spendete der Förderverein vier Gurtsysteme für Atemschutzmaskenträger. Wert: rund 1200 Euro, so Udo Schmitt, erster Vorsitzender des Fördervereins. Der zweigeteilte Gurt erfülle zwei Aufgaben, sagte Christian Füllert, Wehrleiter der VG-Feuerwehr Winnweiler. Ein Teil des Gurtes trägt die auf dem Rücken befindlichen Beatmungsflaschen, der andere Teil umfasst den Körper, sodass sich der Feuerwehrmann sicher aus einem Gefahrenbereich abseilen kann. „Mit diesem System kann sich ein Atemschutzmaskenträger schnell aus einer bedrohlichen Situation retten, beispielsweise bei einem Dachstuhlbrand“, so Füllert. Weitere Vorteile seien das geringe Gewicht und die schnelle Handhabung. Neben den Spenden stellte die Wehr ein Gerät zur Einspeisung von Notstrom in Haushalte in Dienst. Die Materialkosten, rund 450 Euro, trägt die VG Winnweiler. Die Installation übernahm die freiwillige Ortsfeuerwehr. Das Gerät ermöglicht bei einem längeren Stromausfall, den in einem Notstromaggregat erzeugten Strom, bis zu 400 Volt, in den Stromkreis eines Haushaltes einzuspeisen. „Stromausfälle verzeichnen wir meist im Winter, wenn es kalt ist und die Menschen auf eine warme Mahlzeit und eine Beheizung ihrer Wohnung angewiesen sind“, betonte VG-Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU). Das Gerät könne betroffene Haushalte über längere Zeit mit elektrischem Strom versorgen. Jacob dankte dem Förderverein für die großzügige Spende, aber auch den Wehrleuten, die viele Arbeitsstunden investiert hätten. Wie wichtig solche Geräte seien, zeige sich erst beim Bedarf. Dies gelte auch für den Wassersauger und für die Gurtsysteme. Die VG Winnweiler als Träger der Einrichtung übernehme die notwendigen Aufwendungen für die Ausstattung, so Jacob. Bei darüber hinaus gehenden Geräten handele es sich um freiwillige Aufwertungen. Wehrleiter Christian Füllert bekannte, in der heutigen schnelllebigen Zeit werde es immer schwieriger, Feuerwehren mit den neusten Gerätschaften auszustatten. Umso wichtiger sei die Unterstützung der Fördervereine. Sie trügen dazu bei, die Schlagkraft der Einheiten nicht nur zu festigen, sondern auch zu stärken. Zugleich erweiterten sie das technische Potenzial der Wehr. Auch Wehrführer Dech lobte die Unterstützung durch den Verein, der einen weiteren Beitrag zur optimalen Ausstattung der Ortsfeuerwehr leiste. Auch die Arbeit der Wehrmänner nannte er als besonders verdienstvoll. Der Ortsfeuerwehr Sippersfeld gehören derzeit 24 Wehrleute an. „Dennoch sind wir auf eine personelle Aufstockung angewiesen“, so Dech, der auf Feuerwehr-Nachwuchs hofft. Der 1985 gegründete Feuerwehr-Förderverein unterstützt fast jedes Jahr die Ortsfeuerwehr mit Geräten. Ziel ist es, so Vorsitzender Udo Schmitt, die Ortsfeuerwehr mit Gerätschaften zu versorgen, die nicht unbedingt von der VG als Träger angeschafft werden. Die Gelder für die Unterstützung kommen aus der Kerwe und dem Vereinsschlachtfest.