Steinbach RHEINPFALZ Plus Artikel Gemeinde kauft Gelände für Kita-Spielplatz

Auf diesem Grundstück soll ein Spielplatz für die Kindergartenkinder entstehen.
Auf diesem Grundstück soll ein Spielplatz für die Kindergartenkinder entstehen.

Zwischen der Steinbacher Kindertagesstätte und ihrem Spielplatz liegt ein Hindernis: die L 394. Gefährlich für die Kleinen, wenn sie spielen wollen. Deshalb hat die Gemeinde gehandelt und ein Grundstück gekauft, das unmittelbar an die Kita angrenzt.

1040 Quadratmeter Fläche hat die Gemeinde Steinbach gekauft. Dorthin soll der Spielplatz nun verlegt werden. „Das Grundstück eignet sich sehr gut dafür, denn es liegt in einem Wiesenbereich, der direkt an den Wildensteiner Bach grenzt. Neben einem alten Obstbaubestand gibt es dort auch ein Gartenhaus“, sagte VG-Bürgermeister Rudolf Jacob – die Verbandsgemeinde ist Trägerin aller Kindertagesstätten in ihrem Beritt – in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats dazu.

Einige alte Tannenbäume wurden auf dem Gelände bereits entfernt, um die Sicherheit zu gewährleisten. Da auch das gekaufte Grundstück zwar auf derselben Straßenseite liegt, aber trotzdem nicht direkt erreicht werden kann, konnte ein Nachbar überzeugt werden, einen fünf Meter breiten Geländestreifen zu veräußern. Dieser soll Erzieherinnen und Kindern künftig einen direkten Zugang zum Spielplatz ermöglichen.

Vorhandenes Gebäude wird abgerissen

Mit der Gemeinde sei vereinbart worden, dass sie dieses Grundstück der VG zur Verfügung stellt und außerdem den Abriss einer alten Werkstatt übernimmt. Anschließend wird die VG das Gelände erschließen und einen Weg bauen, den die Kinder gehen können und auf dem auch die Gemeinde ein kleines Lager gut erreichen kann. Zudem finanziert die VG die Einzäunung des Spielgeländes.

Um dies zu erreichen, muss eine vorhandene Stützmauer durch L-Steine ersetzt werden, um den Weg zu sichern. „Das ergibt ein einheitliches Bild und hat den Vorteil, dass die Strecke kein zu starkes Gefälle hat“, erläuterte Jacob dem Rat.

Der Weg werde teils befestigt, teils mit mineralischem Material gebaut und soll zweieinhalb Meter breit sein. Damit sei gesichert, dass er auch für Fahrzeuge, vor allem für Rettungsfahrzeuge, zu befahren sei, sagte Jacob. Das Wasser, das auf dem Gelände anfällt, wird einer Versickerungsmulde zugeführt, außerdem lässt die Verbandsgemeinde Strom und eine Wasserleitung verlegen.

Kritik an 14.000 Euro Ingenieur-Gebühren

Beginnen sollen die Arbeiten Ende dieses Jahres oder spätestens im kommenden Frühjahr. Im Haushalt hat die Verbandsgemeinde für das Projekt 45.000 Euro eingeplant. Wie allerdings bereits jetzt klar ist, wird diese Summe nicht ausreichen, denn der VG-Rat vergab bereits Aufträge für insgesamt 57.000 Euro. Die Gesamtkosten waren zunächst auf 83.000 Euro geschätzt worden.

Nachfragen aus dem Rat gab es wegen der Ingenieur-Gebühren, die mit 14.000 Euro zu Buche schlagen. Kritisiert wurde, dass jetzt diese Summe anfällt, obwohl die Verbandsgemeinde eigens für solche Planungen neue Mitarbeiter eingestellt hat. „In dieser Summe sind bereits die Kosten für die Vermessung enthalten“, hielt Bürgermeister Jacob entgegen, außerdem sei der Mitarbeiter der VG derzeit mit verschiedenen Projekten bereits komplett ausgelastet.

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