Höringen RHEINPFALZ Plus Artikel Gemeinde gegen Windräder im Fünf-Länder-Eck

Eines der bereits vorhandenen Windräder auf Gundersweilerer Gemarkung. Jetzt sollen weitere dazukommen.
Eines der bereits vorhandenen Windräder auf Gundersweilerer Gemarkung. Jetzt sollen weitere dazukommen.

Die in den Gemarkungen Gundersweiler und Gehrweiler geplanten Windanlagen stoßen in Höringen nicht auf Gegenliebe.

Auch in Höringen stoßen zwei auf Gundersweilerer und Gehrweilerer Gemarkung geplante Windräder auf wenig Gegenliebe. Der Ortsgemeinderat hat gegen die beiden Anlagen erhebliche Bedenken geltend gemacht und hofft nun, dass die Argumente der umliegenden Ortsgemeinden ausreichend sind, um die Windräder zu verhindern.

Der Windpark Altwick in der Gemarkung von Gundersweiler liegt im Bereich des sehr begehrten „Fünf-Länder-Ecks“, wo sich etliche Treffen und überregionale Zusammenkünfte abspielen. Dieses Areal sei eine Stätte der Kommunikation, aber auch der Ruhe und Besinnung, finden die Ratsmitglieder. Windenergieanlagen würden den idyllischen Ort deutlich beeinträchtigen. Dies gelte nicht nur für den Betrieb der Windräder, sondern schon für die Errichtung, die sich doch längere Zeit hinziehen würde. Alleine in dieser Phase wären zum Beispiel Wanderwege von deutlichen Eingriffen betroffen.

Ratsmitglieder denken schon an den nächsten Schritt

Gleiches gilt laut Ansicht der Höringer für den Windpark Lindenberg in der Gemarkung Gehrweiler. Was noch dazu kommt: Für beide geplanten Windparks gibt es offenbar noch keine Feststellungen zu vorhandenen Horsten des Rotmilans und wie sich dessen Lebensraum in der Region gestaltet. Diesbezüglich müssen noch im Abstimmung mit dem Naturschutzbund Untersuchungen durchgeführt und beurteilt werden.

Die Ratsmitglieder von Höringen denken deshalb schon weiter: Sollten die Windanlagen dennoch genehmigt werden, müsse zumindest frühzeitig die Benutzung von Wirtschaftswegen geklärt werden. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass für den Transport der großen Teile Rundungen in den Wegen ausgeweitet und Gehölze entfernt werden müssen. Deshalb fordert die Ortsgemeinde frühzeitig klärende Gespräche, um den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten.

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