Kirchheimbolanden Gegen den vielen Müll auf Kibos Straßen: „Dreck weg“-Tage am 29. Mai und 5. Juni

Kitas und Schulen machen zwar diesmal nicht geschlossen mit, im Familienverbund können Kinder aber dennoch dabei sein, wenn die
Kitas und Schulen machen zwar diesmal nicht geschlossen mit, im Familienverbund können Kinder aber dennoch dabei sein, wenn die Stadt gesäubert wird.

War der traditionelle Kirchheimbolander „Dreck weg“-Tag im Jahr 2020 der Pandemie zum Opfer gefallen, so gibt es 2021 nach Ansicht vieler Bürger gar keine Alternative: Die Aktion muss wieder steigen, denn die Verschmutzung in der Stadt nimmt beängstigende Formen an. Am 29. Mai und 5. Juni ist es daher wieder so weit – natürlich coronakonform.

„Ja, es gibt viele Klagen derzeit“, bestätigt Jamill Sabbagh. Klagen „über den Dreck überall – an den verschiedensten Stellen in der Stadt“, wie der Stadtbeigeordnete berichtet, der die Organisation der „Dreck-weg“-Tage federführend übernimmt. Und ja, es sei auch sein persönlicher Eindruck, dass die Verschmutzung der Straßen, Plätze und Grünanlagen überhand nehme. „So lange es sauber ist, fällt es schwerer, etwas hinzuwerfen“, sagt Sabbagh. „Aber wenn erstmal genug Dreck liegt, ist schnell etwas dazugeschmissen“, führt er als einen der Gründe an, warum in der Kleinen Residenz zusehends mehr und mehr Abfall auf dem Boden landet.

Sabbagh: „Stadtbild von Müll geprägt“

Aber warum ist es überhaupt zu dem Punkt gekommen, an dem das Auf-den-Boden-Werfen leichter fällt, zu dem Punkt, an dem sich schon eine Menge Unrat angesammelt hat? „Das hängt mit Sicherheit auch mit der Pandemie zusammen“, glaubt Sabbagh. Auffällig sei, dass jede Menge Essensverpackungen herumlägen, vor allem an Parkmöglichkeiten. Seit Monaten ist essen im Restaurant nicht möglich – und das gelte halt auch für Burger-, Dönerläden und Co. –, da werde eben oft schnell im Auto gegessen. Entsorgt würden die Überbleibsel dann durchs geöffnete Fenster. Das Ergebnis: „Unser Stadtbild wird momentan von herumliegendem Müll geprägt.“

Der letzte „Dreck-weg“-Tag in Kibo ist bereits rund zwei Jahre her. Im Vorjahr war er für Ende April geplant gewesen, zahlreiche Gruppen, Vereine, Parteien, Schulen, Kitas, Familien und Einzelpersonen hatten sich beteiligen wollen. Dann aber war die erste Corona-Verordnung in Kraft getreten, der Müllsammeltag hatte kurzfristig abgesagt werden müssen.

Mitmachen können Familien und Einzelpersonen

In diesem Jahr wird’s – wenig überraschend – etwas anders ablaufen als in den Vorjahren. Größere Gruppierungen, dazu zählen auch Schulklassen und Kitagruppen, können nicht gemeinsam durch die Stadt ziehen, um selbige vom Müll zu befreien. Registrieren können sich stattdessen kleine Familienverbünde und Einzelpersonen. Die geltenden Vorgaben – dazu zählen vor allem jene zur privaten Zusammenkunft verschiedener Haushalte sowie die Abstands- und Hygieneregeln – seien unbedingt einzuhalten, unterstreicht der Stadtbeigeordnete. Und selbstredend enden die „Dreck-weg“-Tage diesmal nicht mit einer Zusammenkunft der Helfer.

Gesammelt wird an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen: am 29. Mai und am 5. Juni. An diesen Tagen können die von der Kreisverwaltung zur Verfügung gestellten Müllsäcke, außerdem Handschuhe und Greifzangen, ab 9 Uhr am Schloßplatz abgeholt werden. Am vorhergehenden Freitag ist dies jeweils von 16 bis 17 Uhr möglich. „Es sind genügend Materialien da“, sagt Sabbagh, „jeder, der mitmachen will, sollte das unbedingt tun.“ Registrieren können sich die Teilnehmer – unter Angabe des bevorzugten Sammelgebiets – unter j.sabbagh@t-online.de oder 0171 2654217. Aber auch eine spontane Anmeldung auf dem Schloßplatz ist möglich. Die gefüllten Müllsacke können nach getaner Arbeit an vereinbarten Sammelplätzen abgestellt werden, sie werden vom Bauhof oder von Mitgliedern des Stadtrats abgeholt.

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