Donnersbergkreis Gefühlvoll und ausdrucksstark

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ROCKENHAUSEN. In Fachkreisen gelten sie als die beste A-capella-Popband Europas. Ihr Anliegen, mit ihrer Show „Wenn es Winter wird…“ den rund 260 Besuchern vorweihnachtliche Gefühle zu vermitteln, ist den vier „Medlz“ Sabine, Nelly, Silvana und Joyce am Mittwochabend unter stehendem Beifall geglückt. Wie 2013, bei ihrem ersten Auftritt an dieser Stelle, sorgte das Konzert der Dresdnerinnen für ein ganz besonderes Flair in der Kundenhalle der Sparkasse.

Es ist die Enge, die Nähe der Zuschauer, Gesicht zu Gesicht, was den Auftritt in Rockenhausen für die „Medlz“ wieder zu einem besonderen machte. Die mit großen Sternen, golden-glitzernden Engeln und Lichterketten weihnachtlich toll dekorierte Kundenhalle war mit rund 260 Gästen auf Sitz- und Stehplätzen rappelvoll. „Mit diesem Programm treten wir normalerweise ausschließlich in Kirchen auf“, hob Sängerin Sabine, Sprecherin der Gruppe, eine Besonderheit eben dieses Konzertes heraus. Ob Eigenkompositionen wie „Carol of the bells“ und „Du wirst vermisst“ oder Weihnachtsklassiker in Originalfassung wie „Stern über Bethlehem“, „Ave Maria“ und „White Christmas“: Die „Medlz“ überzeugten in über 20 Songs mit ihren voluminösen, gefühls- und ausdrucksstarken Stimmen. Lichteffekte, ständig wechselnde Formationen und Führungspositionen auf der Bühne sowie die musikalische Unterstützung durch kleinere Instrumente wie ein Cajon, ein Schellenring, Klanghölzer und Rasseln oder durch einfaches Schnipsen und Klatschen gaben der Show eine spezielle Note. Locker und eloquent kündigte Sabine die einzelnen Lieder an, suchte dabei immer wieder den Kontakt zum Publikum. Spielerisch und gesanglich erklärte sie mit Hilfe der Stimme von Altistin Joyce, die erst seit kurzem Gründungsmitglied und Neu-Mama Maria ersetzt, was es denn genau mit dem Octaver, einem Effektgerät für Bass, auf sich hat. „Rockenhausen, jetzt seid ihr dran!“, forderten die „Medlz“ die Zuschauer auf, „Oh du fröhliche“ anzustimmen. Und die Nordpfälzer, die später für ein Experiment der Frauen auch noch dreistimmig sangen, lieferten. „So etwas Schönes hat die Sparkasse noch nie gehört“, schmunzelte Sabine. Zur Belohnung haben die Sängerinnen Dresdner Christstollen mitgebracht. Zu den besonderen Höhepunkten gehörte sicherlich auch das vierstimmige „Oh Tannenbaum“, das die Popband in gleich sieben verschiedenen Sprachen – darunter in ihrem Sächsisch – intonierten. Sprachtalent Nelly sang sogar zwei Songs komplett auf Schwedisch und Französisch. In nichts stand dem die Gruppenperformance von „Jingle Bells“ oder „Let it snow“ nach. Tosenden Applaus im Stehen ernteten die vier Symphatieträgerinnen am Ende ihres rund zweistündigen Auftritts. Günther Bolinius, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Donnersberg, bedankte sich auch bei allen Helfern und war froh, dass die Gäste ihn überredet hatten, die „Medlz“ wieder nach Rockenhausen zu holen. „Sie haben nicht nur fantastische Stimmen, sondern sehen auch noch gut aus“, kündigte Bolinius zu Beginn von „Wenn es Winter wird…“ an. Er sollte recht behalten. Ohne Licht und Mikrofon verabschiedeten sich die großartigen Sängerinnen, die sich 1989 im Philharmonischen Kinderchor Dresden kennengelernt und dort die Liebe zur A -capella-Musik entdeckt haben, mit „Stille Nacht“ von ihrem Publikum. Vorweihnachtliche Stimmung, die die charmanten „Medlz“ – wie im Gespräch mit der RHEINPFALZ angedeutet wurde – schon nächstes Jahr wieder nach Rockenhausen bringen wollen.

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