Donnersbergkreis Gaststätte soll Notunterkunft werden

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Als Notunterkunft für Flüchtlinge soll in Kaiserslautern-Erlenbach künftig eine ehemalige Gaststätte dienen. Dies hat Ortsvorsteher Fritz Henrich auf Anfrage bestätigt.

Bei dem Objekt handelt es sich um die einstige Gaststätte „Zur Eiche“ in der Erlenbacher Straße, die heute leer steht und bis vor einiger Zeit von der Kunstwerkstatt „Rot Robbe“ angemietet war. Von den Plänen der Stadtverwaltung hat Henrich über Mietparteien erfahren, die in dem Haus wohnen und von ihrem Vermieter über das Vorhaben der Stadt informiert wurden. „Offiziell weiß ich nichts von der künftigen Nutzung der Immobilie als Notunterkunft für Flüchtlinge“, so der Ortsvorsteher gegenüber der RHEINPFALZ. „Über die angeblich geplante Nutzung der Räume für Asylbewerber wurde der Ortsbeirat bislang nicht informiert. Vielleicht ist die Stadtverwaltung überlastet. Fairer wäre es gewesen, hätte ich zuerst von der Stabsstelle Asyl über das geplante Vorhaben erfahren.“ Für Henrich war dies Anlass, in der vergangenen Woche Mitglieder des Ortsbeirats zu einer Beratung über die Sachlage einzuladen. Er selbst habe dagegen nichts einzuwenden. Die Räume der früheren Gaststätte, zu der auch ein kleiner Saal gehöre, stünden leer. Sollten diese wie die Burgherrenhalle und die Bännjerrückschule als Notunterkunft in Frage kommen, habe er nichts dagegen. Anfang der Woche wolle er sich mit der Verwaltung in Verbindung setzen und hören, was tatsächlich Sache sei. Anlass zur Kritik gibt die Informationspolitik der Stadt der CDU in Erlenbach. Karl-Heinz Dippold, CDU-Fraktionssprecher im Ortsbeirat, bemängelte in einer Pressemitteilung die miserable Informationspolitik der Stadt. „Seit Tagen geht das Gerücht in Erlenbach, dass 20 bis 25 Asylbewerber in einer ehemaligen Gastwirtschaft untergebracht werden sollen. Die Anwohner sind besorgt, die Schule fragt, mit wie viel Schülern gerechnet werden muss. Niemand weiß etwas und es entstehen die wildesten Gerüchte“, so Dippold. Auch der Ortsbeirat und der Ortsvorsteher wüssten nichts und könnten die Fragen der Einwohner nicht beantworten. In Hohenecken, auf dem Bännjerrück und auch auf den Erzhütten habe es Informationsveranstaltungen gegeben, bei denen die Räumlichkeiten aus allen Nähten geplatzt sind. Dippold: „Warum hat man das in Erlenbach nicht gemacht?“ (jsw)

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