Kirchheimbolanden Gastredner der Friedenstage wird aus Kiew zugeschaltet

Die Initiatoren der Kirchheimbolander Friedenstage haben ihr Leitmotiv den Geschehnissen in der Ukraine angepasst.
Die Initiatoren der Kirchheimbolander Friedenstage haben ihr Leitmotiv den Geschehnissen in der Ukraine angepasst.

Wenn am 1. November die Eröffnungsveranstaltung der Kirchheimbolander Friedenstage ansteht, geschieht dies unter besonderen Umständen: Gastredner wird Yuri Sheliazhenko, Exekutivsekretär der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung sein, der via Internet aus Kiew zugeschaltet werden soll.

Der Jurist, Blogger und Journalist wird direkt aus dem Kriegsgeschehen Stellung zur ukrainischen Perspektive beziehen und Überlegungen zu einer gewaltfreien Beendigung der Kriegshandlungen vortragen.

Sheliazhenko sei in seiner Funktion und mit seinen Aktivitäten vor Ort in der Lage, als direkt Betroffener vom Kriegsgeschehen zu berichten, sagte der Sprecher der Friedenstage, Norbert Willenbacher. Selbstverständlich sorge man sich, gerade nach dem jüngsten Raketenbeschuss Kiews, um dessen persönliche Sicherheit. Man stehe mit ihm bisher aber in regelmäßigem Kontakt. Bei einer stabilen Internetverbindung ist der circa 45-minütige Vortrag des Ukrainers ab 19 Uhr mit anschließender Diskussion geplant.

Themenschwerpunkt musste angepasst werden

Sehr schnell habe man die Themenschwerpunkte der diesjährigen Friedenstage an die Ereignisse nach dem 24. Februar angepasst und sofortigen Kontakt in die Ukraine gesucht, erklärt Willenbacher. Das ursprünglich für 2022 ausgerufene Leitmotiv der Veranstaltungs- und Vortragsreihe, „Sozialer Frieden und Zusammenhalt“, werde sich aber in allen Veranstaltungen und Vorträgen widerspiegeln. „Die Auswirkungen der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise sind eine enorme Herausforderung an den sozialen Zusammenhalt. Endloser Hass ist keine Option. Nur Gerechtigkeit schafft sozialen Frieden. Und dies auch global.“

Besonders aufmerksam sehe man aber auch weiteren Programmpunkten wie der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht an der ehemaligen Synagoge in Kirchheimbolanden am 9. November entgegen. Höhepunkt und Abschluss der Friedenstage bilden dann die beiden Preisverleihungen. Am 1. Dezember wird die „Friedenstaube des Landrates“ und am 11. Dezember der Friedenstagepreis verliehen.

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