Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Pokalderby gibt Vorgeschmack aufs Wochenende

Nach zwei Auftaktsiegen gab es für die SG Finkenbach jüngst in der Liga ein 1:6 gegen Hinterweidenthal. Am Mittwoch wollen die F
Nach zwei Auftaktsiegen gab es für die SG Finkenbach jüngst in der Liga ein 1:6 gegen Hinterweidenthal. Am Mittwoch wollen die Finkenbacher (hier Nils Raab) dem Tabellenführer aus Steinbach Paroli bieten.

Vorhang auf für das Donnersberger Pokalduell: In der dritten Runde des Verbandswettbewerbs empfängt am Mittwochabend, 19 Uhr, der TuS Steinbach den Bezirksliga-Konkurrenten SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg. Kurios: Am Sonntag, 16 Uhr, gibt es das Duell noch einmal. Wieder in Steinbach.

Dem Pokalspiel sieht Timothy Hanauer mit gemischten Gefühlen entgegen. „Ich muss gestehen: Ob wir die nächste Runde im Pokal erreichen, ist mir nicht so wichtig. Dem Verein aber schon. Ich persönlich glaube, dass dieser Wettbewerb für uns nicht zu gewinnen ist. Das Training leidet darunter, die Belastung mit den Spielen unter der Woche und damit auch die Verletzungsgefahr für die Spieler steigt“, sagt der Steinbacher Coach, der aber betont: „Ich bin kein Fan vom Pokal, aber sicher wäre die vierte Runde für den Verein natürlich eine tolle Sache. Deshalb werden wir auch eine gute Mannschaft auf den Platz bringen.“ Zuletzt hatten die Steinbacher personelle Probleme. Hanauer unterbrach für das Auswärtsspiel in der Liga beim SC Weselberg, das der TuS mit 4:2 gewann und danach die Tabellenführung übernahm, seinen Urlaub in Tirol. „Am Sonntagmorgen sind wir zurückgefahren, Montagnacht wieder zurück in Österreich gewesen“, so Hanauer. Am Mittwoch wird der Coach aber in der Alpenrepublik weilen. „Bis Samstag bin ich dort noch beruflich“, erklärt er. Ralf Schneider wird dafür gegen Finkenbach die Mannschaft betreuen.

Hanauer hat vor dem Gegner Respekt. „Dort, wo Alexander Trainer ist, ist auch der Erfolg. Sie haben in der aktuellen Saison ganz gute Ergebnisse eingefahren. Finkenbach arbeitet sehr viel mit Emotion. Ich denke, dass sowohl das Pokalspiel als auch das Ligaduell Partien auf Augenhöhen werden.“

Raab: „Steinbach ist großer Favorit“

Alexander Raab, der im Donnersbergkreis schon Kulttrainer-Status erreicht hat, sieht das anders. Der Finkenbacher Coach sagt: „Steinbach ist in beiden Spielen der ganz große Favorit. Und das sage ich nicht, weil ich irgendwelche Psychospiele betreiben möchte.“ Raab wundert sich: „Ich weiß nicht, wie die Steinbacher das geschafft haben, so eine Mannschaft zusammenzustellen. Aber mit diesem Kader müssen sie in dieser Saison einfach Meister werden. Alles andere wäre schon eine Enttäuschung.“

Der Finkenbacher Trainer ist mit dem Saisonstart seiner Mannschaft sehr zufrieden. Zwei Pokalspiele hat die SG schon gewonnen und somit laut Coach „das Soll in diesem Wettbewerb schon übererfüllt“. In der Liga schlug der Aufsteiger zwei Teams, die Raab als Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib betrachtet. „Am vergangenen Sonntag haben wir nun erstmals Lehrgeld bezahlt. Der SV Hinterweidenthal ist eben eine gestandene Bezirksligamannschaft. Das 1:6 ist klar gewesen. Sicher war das ernüchternd, aber ich denke, ich und die Spieler haben daraus gelernt“, sagt Raab und fügt hinzu: „Solche Einschläge wird es sicher in dieser Saison wieder geben. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir die Liga halten können. Es macht jedenfalls einen Riesenspaß, mit diesem Team zu arbeiten.“

Mit seiner „Null-Euro-Mannschaft“, wie Raab sein Team nennt, will der Coach sich beim großen Favoriten gut aus der Affäre ziehen. Und eins macht der SG-Trainer von vorneherein klar: „Ich werde meine Mannschaft von außen 90 Minuten unterstützen, denn sie benötigt meine Hilfe.“

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