Donnersbergkreis Frischer Wind beim SVG

GUNDERSWEILER. Generationenwechsel beim SV Gundersweiler. Noch nie trainierte ein so junger Spieler den B-Klasse-Vertreter. Michael Hammerschmidt, Nachfolger von Markus Schmid, ist noch verletzt und wird wohl erst im Verlauf der Vorrunde wieder spielen können. Welche Qualitäten er als Trainer besitzt, wird sich zeigen. Drei Abgänge und zwei weitere verletzte Stammkräfte machen ihm die Lage zu Rundenbeginn nicht einfacher.
Nicht wenige haben unglaubwürdig auf die Nachricht reagiert, dass Michael Hammerschmidt ab der kommenden Runde Spielertrainer des SV Gundersweiler wird. Ist der erst 23-Jährige dieser Aufgabe schon gewachsen? „Ich habe mir gedacht, wenn ich wirklich Trainer werden will, dann sollte ich früh genug damit anfangen. Der SVG ist dafür genau die richtige Station. Wir schauen, was daraus wird“, so der neue Coach, der nach Aussagen seiner Spieler für frischen Wind gesorgt hat. Zweifelsohne ist Hammerschmidt als Spieler für die B-Klasse ein herausragender Akteur. Vier Jahre lang hat er bei seinem Heimatverein ASV Winnweiler Landesliga-Erfahrung gesammelt. Zwölf Tore in seiner ersten, sieben in der zweiten, elf in der dritten und fünf in seiner vierten und letzten Saison stehen zu Buche. Doch Hammerschmidt konnte längst nicht alle Spiele absolvieren. Verletzungen warfen ihn zurück. Die schlimmste allerdings ereignete sich kurz nach seinem Wechsel im Winter zum SVG. Im letzten Vorbereitungsspiel in Gangloff attackierte ihn der gegnerische Torhüter in der letzten Spielminute so schwer, dass Hammerschmidt mit Kreuzbandriss und Meniskusschaden operiert werden musste. Inzwischen hat er das Lauftraining wieder aufgenommen. „Sprinten kann ich noch nicht. Im Laufe der Vorrunde will ich wieder spielen können“, so der Trainer zu seinem Gesundheitszustand. Neben ihm fehlen in Patrick Gramsch und Christoph Wasem zwei weitere Stammkräfte, ebenfalls nach einer Knieoperation, bis auf weiteres. Dazu kommen die Abgänge der Leistungsträger Igor Schmidt (24 Tore) und Andreas Zlaugotnis und nicht zuletzt Markus Schmid, der in der abgelaufenen Runde immerhin als Spielertrainer noch acht Treffer erzielte. Hammerschmidt: „Natürlich könnte die Lage besser sein. Aber ich denke die Qualität der Mannschaft ist dennoch so gut, um oben mitspielen zu können. Wenn alle Mann an Bord sind, greifen wir dann richtig an.“ Sein Ziel ist ein Abschneiden zwischen Position eins und fünf. Im Kreispokal will Hammerschmidt wie in der abgelaufenen Runde mindestens bis ins Halbfinale kommen, um somit die Chance zu wahren, sich wieder für den Verbandspokal zu qualifizieren. In diesem empfängt der SVG am Sonntag (15 Uhr) ausgerechnet Hammerschmidts Ex-Verein, Landesligist ASV Winnweiler. „Da zählt natürlich nur ein Weiterkommen“, scherzt der 23-Jährige. Bei den Vorbereitungsspiele gegen FC Erlenbach (0:2), SpVgg Mehlingen (3:3) und TSG Burglichtenberg (2:8) seien Höhen und Tiefen dabei gewesen. Zum Rundenauftakt ist der SV Gundersweiler am 3. August, 15 Uhr, beim FV Kriegsfeld zu Gast. (fsm)