WARTENBERG-ROHRBACH RHEINPFALZ Plus Artikel Frisch gezapft– an der Betontankstelle

Bestellen, anrühren, mitnehmen – Betontankstellen funktionieren einfach und schnell.
Bestellen, anrühren, mitnehmen – Betontankstellen funktionieren einfach und schnell.

Eine Mauer, Platten für die Hauswand oder ein Fundament für das Gartenhaus – die Einsatzmöglichkeiten für Beton sind vielfältig. Dank einer speziellen Tankstelle können sich Betriebe und Selbermacher jetzt das aufwändige Anrühren sparen.

Am Ortsrand von Wartenberg-Rohrbach in Richtung Lohnsfeld steht die Betontankstelle der Schäfer-Baustoffe-Vertriebs-GmbH. „Die Mindestabnahmemenge liegt bei einem viertel Kubikmeter,“ erklärt Geschäftsführer Ulli Schäfer. „Es können aber auch Mengen in unbegrenzten Dimensionen gezapft werden“, fügt der Fachmann an. „Alles ist einfach geregelt und von jeder Person zu bewältigen“, erklärt er.

Inmitten des großen Betriebsgeländes steht die Betontankstelle. Splitt in zwei verschiedenen Körnungen, Sand, Zement und Wasser sind die Grundlagen, die in einem großen Mischer innerhalb von drei bis vier Minuten verarbeitet werden. Schon ist das Gemisch – ein erdfeuchter Beton – fertig und wird über ein Förderband auf das mitgebrachte Fahrzeug transportiert. Seit März ist die Anlage in Betrieb und „seither haben wir mehr als 400 Kubikmeter Beton in der geräuscharmen Stätte gewonnen“, erzählt Ulli Schäfer. Kunden seien meist Einzelpersonen, die den Beton zur Verlegung von Bordsteinen und Platten benötigen, aber auch Schalsteine damit befüllen oder kleine Fundamente anlegen.

Bestellvorgang ist einfach und schnell

Die Idee zur Einrichtung einer Betontankstelle reifte bei der Schäfer-Baustoffe-Vertriebs-GmbH schon seit geraumer Zeit. Doch die geeignete Stelle dafür fand sich erst nach der Erweiterung des Betriebsgeländes. „Es ist ja nicht nur die Fläche für die Anlage erforderlich, sondern auch An- und Abfahrtswege sowie ein Standplatz zum Befüllen des Transportfahrzeuges werden benötigt“, erklärt der Geschäftsführer.

In dieser Region hat das Unternehmen damit eine Marktlücke geschlossen. Die nächsten Einrichtungen dieser Art sind rund 50 Kilometer entfernt. Der Hersteller der Betontankstelle kommt aus dem Westerwald und garantiert somit eine schnelle Unterstützung bei Problemen, „die es bislang allerdings noch nicht gab“.

Groß sei der Andrang an den sogenannten „Bundesbetoniertagen“, den Samstagen. „Da werden meist über 20 Kubikmeter Beton umgesetzt“, so der Geschäftsführer. „Auch Frauen nutzen die Anlage.“ Zunächst werde an der Kasse im Büro die Mischung und die Menge ausgewählt und bezahlt. Mit der dazu passenden Karte gehe es zur Anlage. Die Karte wird dort abgelesen, „und schon beginnt der Mischvorgang, alles vollautomatisch“, erzählt Ulli Schäfer. Sobald der Mischvorgang abgeschlossen ist, transportiert das Förderband die ausgewählte Menge auf das bereitgestellte Fahrzeug.

Nur ein Zweig im Unternehmen

Die Betontankstelle ist nur ein Zweig im Unternehmen. Angeboten werden Materialien für den Rohbau, den Garten- und Landschaftsbau sowie den Innenausbau. Hinzu kommen verschiedene Schüttgüter. Begrenzt ist das Angebot im Tiefbau auf einfache Materialien und Teile. Die Materialien bestehen hauptsächlich aus Holz, Kunststoff, Metall und Dämmstoffen. „Wir verstehen uns als Nahversorger mit vernünftiger Qualität von Markenherstellern“, so Ulli Schäfer. Wichtig sei es, zufriedene Kunden durch fachgerechte Beratungen zu gewinnen, ausreichende Mengen vorzuhalten und eine kurzfristige Belieferung zu garantieren.

„Beton-Lego-Steine werden bei uns selbst hergestellt“, verkündet Ulli Schäfer. In einem Arbeitsgang werden dabei 16 Kubikmeter Beton verarbeitet, der allerdings von einem größeren Unternehmen bezogen wird. „Im Jahr fertigen wir etwa 3000 solcher Steine“, verrät der Geschäftsführer. Die haben Gewichte von 1,5 Tonnen oder 2,2 Tonnen.

Info: Unternehmen besteht seit 1965

Das heutige Unternehmen „Schäfer Baustoffe-Vertriebs-GmbH“ in Wartenberg-Rohrbach wurde im Jahr 1965 von Hans Schäfer als Alleinunternehmer gegründet. Er begann mit einem eigenen Lastkraftwagen für Baufirmen und Baustofflieferanten zu fahren. Ständig hat er seine nebenbei begonnenen Leistungen ausgeweitet und letztlich einen Baustoffhandel gegründet. Zwischenzeitlich wurde die Unternehmensform geändert und heute fungieren als Geschäftsführer Ruth Schäfer zusammen mit ihren Kinder Ulli Schäfer und Marion Leister. 20 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt das Unternehmen und hinzu kommen eine Handvoll Aushilfskräfte. Ständig im Einsatz sind fünf Lastkraftwagen teils mit Anhänger, die jährlich etwa 400.000 Kilometer unterwegs sind.

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