Donnersbergkreis Freibadeintritt wird nicht teurer

Der Verbandsgemeinderat Winnweiler hat die Wirtschaftspläne 2016 für das Freibad, das Wasser- und das Kanalwerk verabschiedet. Beim Freibad ist ein Verlust von 52.280 Euro veranschlagt – die Eintrittspreise bleiben trotzdem unverändert. Beim Wasser- und Kanalwerk wird unterdessen ein Überschuss von 66.000 beziehungsweise 17.000 Euro eingeplant.
Einstimmig beschlossen wurde vom Verbandsgemeinderat Winnweiler der Wirtschaftsplan. Zur Finanzierung der Investitionen ist eine Darlehensaufnahme von 61.250 Euro vorgesehen. Damit liegt das Zahlenwerk wesentlich im Bereich der letztjährigen Vorgaben. Einen Jahresgewinn von 66.400 Euro erwartet das Wasserwerk der Verbandsgemeinde für das Jahr 2016 unter Zugrundelegung der letztjährigen Gebührensätze. Dabei wird es aber nicht bleiben, denn Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU) hatte im Oktober bei der Vorlage der Wirtschaftspläne für 2014 angekündigt, die Gebührentarife auf den Prüfstand zu stellen und im Frühjahr dem Verbandsgemeinderat eine Gebührenkalkulation vorzulegen. Das positive Ergebnis führt er auf die Versorgung der amerikanischen Wohnsiedlung „Heuberg“ in den Gemarkungen Lohnsfeld, Münchweiler und Wartenberg-Rohrbach zurück. „Die jetzigen Zahlen sind nur Makulatur“, kritisierte das Imsbacher Ratsmitglied Rainer Merz (Bündnis 90/Die Grünen). Seiner Meinung nach sei zunächst die Kalkulation und dann die Aufstellung des Wirtschaftsplanes die bessere Reihenfolge. Somit wären die neu errechneten Daten im Zahlenwerk verankert und würden beschlossen werden. Es sei fast immer der Fall, dass bei den VG-Werken rückwirkend Gebührenveränderungen beschlossen werden, entgegnete FWG-Ratsmitglied Ulrich Kolb (Sippersfeld). Es sei der Verwaltung bewusst, dass bei einer Senkung der Gebühren sich die Erträge verringern und somit auch das Jahresergebnis, betonte der Bürgermeister. Bei zwei Gegenstimmen aus der Reihe der Grünen-Fraktion beschloss das Gremium den Wirtschaftsplan für das Wasserwerk. Eine neue Wasserleitung entlang der Kreisstraße in Alsenbrück-Langmeil für rund 330.000 Euro soll kommen. Geplant ist weiter die Erneuerung der Wasserversorgung in der Ringstraße in Münchweiler für 380.000 Euro, in der Industriestraße in Winnweiler für 260.000 Euro und in der Marienthaler Straße in Steinbach für 250.000 Euro. Geleistet wird ein Baukostenzuschuss an den Zweckverband „Wasserversorgung Westpfalz“ von 486.000 Euro, und der weitere Aufbau einer Fernwirkanlage kostet 300.000 Euro. Jeweils 200.000 Euro fließen in den Ausbau der Wasserversorgung in der Siedlerstraße und „Im Eck“ in Börrstadt und in einen Teilbereich der Hauptstraße in Gonbach. Zur Finanzierung ist eine Darlehensaufnahme von einer Million Euro veranschlagt. Das Wasserwerk versorgt rund 13.900 Personen mit Trink- und Brauchwasser. Auch beim Kanalwerk ist für das nächste Wirtschaftsjahr ein Überschuss eingeplant. Bei den Gebühren wird es keine Veränderungen geben, so die Werkleitung von Winnweiler. Vorgesehen ist die Sanierung der Regenentlastung in Alsenbrück-Langmeil für 600.000 Euro sowie die Abwasserbeseitigung in Münchweiler (460.000 Euro), in der Industriestraße in Winnweiler (400.000 Euro), auf dem Kahlheckerhof (300.000 Euro) und in der Marienthaler Straße in Steinbach (200.000 Euro). Ein neues Schneckenpumpwerk bei der Gruppenkläranlage in Winnweiler kostet 250.000 Euro. (llw)