Donnersbergkreis Freibad, Internet und Gewerbegebiet

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Winnweiler. Die Sanierung des Freibades in Winnweiler, ein neues Feuerwehrhaus in Münchweiler, das Gewerbegebiet auf Lohnsfelder Gemarkung, die Breitbandversorgung, ein Radweg-Lückenschluss oder die Rettungswache in Hochstein sind unter anderem Themen, die in diesem Jahr in der Verbandsgemeinde Winnweiler anstehen. „Es sind Investitionen in die Zukunft“, sagt Bürgermeister Rudolf Jacob.

Freibad Winnweiler

Für die umfassende Sanierung des Freibades wurde eine Projektgruppe gebildet. „Wir sind dabei, die Konzeption soweit vorzubereiten, dass die Unterlagen beim Land eingereicht werden und wir vorzeitigen Baubeginn beantragen können“, sagt Rudolf Jacob. Ziel sei es, keine Badesaison ausfallen zu lassen. Rund 4 Millionen Euro sind für die Arbeiten veranschlagt. „Der Neubau des Eingangsbereichs kann beispielsweise während der Saison laufen. Dort am Parkplatz beeinträchtigen die Arbeiten den Betrieb des Bades nicht“, so Jacob. Sobald die Planung einen entsprechend Stand erreicht hat, soll diese in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert und mit den Bürgern erörtert werden, kündigt der Bürgermeister an. Für 2017 seien keine wesentlichen Investitionen notwendig, um den Badbetrieb wie bisher laufen zu lassen. Feuerwehr Münchweiler Anfang April soll es mit den Bauarbeiten eines neuen Feuerwehrgebäudes in Münchweiler losgehen. Läuft alles glatt, werden die Wehrleute im Herbst dieses Jahres bereits ihr neues Heim mit zwei Stellplätzen, Umkleiden, Toiletten, Aufenthaltsraum, Teeküche und Lager in der Seierstraße beziehen können. „Es entspricht den Vorgaben, die das Land macht“, sagt Jacob. 380.000 Euro wird die Maßnahme kosten, das Land hat einen Zuschuss in Höhe von einem Drittel zugesagt. Bislang ist die Feuerwehr im ehemaligen Pfalzwerkegebäude untergebracht. Das soll veräußert werden. Industriestraße Winnweiler Etwas mehr als eine Million Euro wird der Ausbau der Industriestraße in Winnweiler kosten. „Die Ausschreibung läuft, mit Winterende soll mit der Maßnahme begonnen werden“, berichtet der Bürgermeister – und ergänzt: „Da dort sehr viele Gewerbe ansässig sind, die täglich erreicht werden müssen, soll gewährleistet sein, dass man sie von einer Seite aus anfahren kann.“ Unter anderem stehen Arbeiten an Wasser- und Kanalleitungen an, auch soll die Fahrbahn erneuert werden. Zudem sind in diesem Zuge die Anschlüsse für Wasser und Kanal zum geplanten Gewerbegebiet „Schäferdell“ auf Lohnsfelder Gemarkung vorgesehen. Gewerbegebiet „Schäferdell“ Wie genau es hier weitergeht, kann Jacob derzeit nicht sagen. Vom Tisch ist dort wohl ein Vollsortimenter. Von Seiten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd sei ihm „ziemlich deutlich“ mitgeteilt worden, dass man eine Ansiedlung eines Einkaufsmarktes mit Vollsortiment in diesem Gewerbegebiet als nicht zielführend erachtet. Was die Umsiedlung eines Discounters in diesen Bereich und die Ansiedlung eines Drogeriemarktes betrifft, habe er dagegen das Signal erhalten, dass das dort möglich sei. „Ich habe das dem Investor gesagt. Nun warte ich auf eine Rückmeldung“, so der Bürgermeister. Sollte es von dessen Seite aus nun kein Interesse mehr geben, bestehe auch die Möglichkeit, dieses Gewerbegebiet von Seiten der Ortsgemeinden Winnweiler und Lohnsfeld kommunal zu erschließen. „Interessenten für Flächen dort sind da.“ Breitbandversorgung Bereits beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde hatte Rudolf Jacob hier „erstmals seit Jahren etwas Positives“ zu vermelden. Für den Abschnitt Lohnsfeld, Wartenberg-Rohrbach, Schmitterhof und Potzbach laufen die Tiefbauarbeiten. Jacob rechnet damit, dass dort im April/Mai schnelles Internet von der Firma Inexio zur Verfügung steht. Direkt im Anschluss soll es in Alsenbrück-Langmeil, Imsbach, Schweisweiler und Hochstein weitergehen. Ziel der Verbandsgemeinde ist es, auch die eigentlich noch ganz gut versorgten Gemeinden Münchweiler, Höringen und Winnweiler anzubinden. Für Jacob ein Schritt mit Blick in die Zukunft – verbunden mit der Hoffnung, irgendwann Glasfaser bis in jedes Haus zu haben. Flüchtlinge „Bei uns ist das bislang relativ unaufgeregt gelaufen“, sagt der Bürgermeister zu diesem Thema. Sowohl bei der Unterbringung als auch bei anderen Themen habe es keine wirklichen Probleme gegeben. „Thomas Jung hat das von Anfang an sehr routiniert und gut organisiert“, lobt Jacob seinen Mitarbeiter. Froh und dankbar ist er über die rund 30 ehrenamtlich Engagierten in der Verbandsgemeinde. Die Zahlen sind in der VG rückläufig: Waren es einmal 170 Flüchtlinge, sind es derzeit noch 148. „Wenn nichts wesentliches passiert, wird sich auch diese Zahl noch sukzessive verringern“, glaubt Jacob. Tendenziell bleiben Flüchtlinge, die anerkannt sind, laut Jacob nicht in der Verbandsgemeinde wohnen. „Oft ziehen sie da hin, wo sie mehr Verwandtschaft haben oder einen Job bekommen.“ Rettungswache Ebenfalls in diesem Jahr soll in Hochstein eine Rettungswache mit Katastrophenschutzzentrum entstehen (wir berichteten). Der Kreistag hat Mittel zum Bau zur Verfügung gestellt, und die Rettungsdienst Westpfalz GmbH hat ein Grundstück in der Alsenzstraße erworben. Seit November 2014 sind Mitarbeiter des Rettungsdienstes in der Feuerwache in Winnweiler untergebracht. „Für die Notfallversorgung der Menschen in der VG ist das ein ganz wichtiger Schritt“, sagt Jacob zum Bau der Wache. Kindertagesstätte Münchweiler 400.000 Euro soll die Sanierung der Kindertagesstätte in Münchweiler kosten. Beginnen sollen die Arbeiten in den Sommerferien. Unter anderem stehen Arbeiten an Fenster, Türen, Wände und im Eingangsbereich an. „Die wesentlichen Arbeiten sollen in den Ferien über die Bühne gehen. Wir versuchen, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten“, so Jacob. Radweg und Kreisstraße Einen Radweg-Lückenschluss soll es zwischen Langmeil und dem Bahnhof Langmeil geben. „Dann haben wir eine lückenlose Verbindung von Münchweiler nach Winnweiler“, sagt Jacob. Während der Kreis in den Fuß- und Radweg investiert – außerdem soll auch die Kreisstraße 39 zwischen Sippersfeld und Langmeil ausgebaut werden –, ist angedacht, dass die Ortsgemeinde die Kosten für die Beleuchtung übernimmt.

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