Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Fragen und Antworten zur Luca-App

Noch wird die Luca-App im Donnersbergkreis eher verhalten genutzt. Das Gesundheitsamt hofft, dass sie noch mehr Anklang findet,
Noch wird die Luca-App im Donnersbergkreis eher verhalten genutzt. Das Gesundheitsamt hofft, dass sie noch mehr Anklang findet, weil die Kontaktnachverfolgung bei einer Corona-Infektion damit sehr erleichtert wird.

Die Luca-App kann im Donnersbergkreis seit Mitte Mai genutzt werden, um bei einer Corona-Infektion besser die Kontakte nachvollziehen zu können. Seit vergangener Woche werden dafür auch Schlüsselanhänger ausgegeben. Doch für viele Leute scheint es noch Hemmschwellen zu geben.

„Uns fällt auf, dass viele Leute noch nicht mit der Luca-App umgehen können, gerade ältere Leute. Und auch für manche Gastronomen gibt es noch Hemmschwellen“, berichtet Michaela Heck vom gleichnamigen Modehaus. Da herrsche auf jeden Fall noch Unsicherheit und Aufklärungsbedarf. Denn die Luca-App könnte noch eine wichtige Rolle spielen. Im Schwimmbad Winnweiler zum Beispiel kann man gerade manche Eintrittskarten nur erwerben, wenn man die App zur Kontaktnachverfolgung benutzt. Auch die Kreisverwaltung plädiert dafür, die Luca-App zu nutzen. Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

Was ist die Luca-App?
Die Luca-App speichert Orte und Veranstaltungen, die besucht werden. Im Falle einer Corona-Erkrankung kann der Infizierte einfach und schnell diese Daten mit dem Gesundheitsamt teilen. So können die Kontakte besser nachverfolgt werden.

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Wie funktioniert die Luca-App?
Die App lädt man einfach auf sein Handy und meldet sich an. Über einen QR-Code, ein Bild aus schwarzen und weißen Pixeln, das abfotografiert wird, kann man sich dann zum Beispiel bei einem Restaurant oder bei einer Veranstaltung einloggen. Mit dem Scannen des QR-Codes wird eine Uhr gestartet, sodass später mit dem Ausloggen der genaue Zeitraum des Aufenthalts gespeichert ist. Das alles wird automatisch in der App angezeigt. Die Daten werden als persönliche Besuchshistorie auf dem eigenen Handy gespeichert und in anonymisierter Form beim Betreiber.

Wer kann meine Daten sehen?
Zuerst einmal kann nur der Nutzer selbst seine Daten einsehen. Auch in einem Infektionsfall entscheidet der Nutzer selbst, ob er diese Daten mit dem Gesundheitsamt teilen will oder nicht. Wenn er das macht, kontaktiert das Gesundheitsamt anschließend die Betreiber der Orte, wo der Infizierte sich aufgehalten hat. Diese teilen dem Gesundheitsamt dann die angeforderten Daten für einen gewissen Zeitraum mit. Danach erfolgt die Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt. Es können also nur der Nutzer selbst und in einem Infektionsfall das Gesundheitsamt die Daten sehen.

Welche Vorteile bietet die Luca-App?
Die Nutzung der Luca-App ist zum Beispiel vorteilhaft, weil Fehlerquellen bei den persönlichen Angaben vermieden werden. Auch können keine falschen Namen oder Telefonnummern registriert werden. Alle Angaben sind komplett gebündelt und vollständig. Deswegen begrüßt Tobias Zirker von der Kreisverwaltung diese Lösung sehr, da damit dem Gesundheitsamt einiges an Arbeit erspart werden kann. Außerdem gebe es die Zettelwirtschaft durch Papier-Kontaktlisten aus dem vergangenen Jahr nicht mehr, es müssten keine Formulare mehr ausgefüllt und aufgehoben werden.

Welche Unternehmen bieten bei sich an, die Luca-App zu nutzen?
Momentan gibt es nach Angaben der Kreisverwaltung keine Liste mit Unternehmen, die die Luca-App nutzen. Jeder kann frei entscheiden, ob er das Angebot nutzt oder nicht. Wenn man die Luca-App bei einer Aktivität nutzen möchte, sollte man sich vorher direkt beim Unternehmen informieren.

Hat die Luca-App dem Gesundheitsamt schon in konkreten Fällen geholfen?
Bisher gab es im Donnersbergkreis keine Fälle, die mit der Luca-App bearbeitet wurden, teilt Eva Hoffmann, Abteilungsleiterin des Gesundheitsamtes und Leitende Staatliche Beamtin im Kreishaus, mit. Im Probebetrieb habe aber alles funktioniert. Andererseits gibt es momentan ja sowieso nur sehr wenige neue Infektionen.

Brauche ich unbedingt ein Smartphone, um die Luca-App zu nutzen?
Nein. Neben der App gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten. Zum einen können die Unternehmen, die ihren Gästen Luca anbieten, auch Online-Kontaktformulare zur Verfügung stellen. Die Daten daraus werden ebenfalls verschlüsselt gespeichert und mit den Daten aus der App zusammengefügt. Zum anderen gibt es den Luca-Schlüsselanhänger als analoges Gegenstück.

Woher bekomme ich die Schlüsselanhänger?
Seit vergangener Woche stehen dem Donnersbergkreis 3000 Luca-App-Schlüsselanhänger zu Verfügung. Zum Einchecken kann der QR-Code des Schlüsselanhängers von der entsprechenden Einrichtung einfach eingescannt werden. Damit der Anhänger mit dem QR-Code eingesetzt werden kann, muss dieser auf der Seite der Luca-App einmalig registriert werden. Auf der Startseite www.luca-app.de findet man direkt den Punkt „Schlüsselanhänger registrieren“. Die Schlüsselanhänger können für 1 Euro erworben werden.

Info

Ausgegeben werden die Schlüsselanhänger an folgenden Stellen:

  • VG Eisenberg: Zentrale der Verbandsgemeindeverwaltung Eisenberg, Hauptstraße 86
  • VG Göllheim: Zentrale der Verbandsgemeindeverwaltung Göllheim, Freiherr-vom-Stein-Straße 1-3
  • VG Kirchheimbolanden: Donnersberg-Touristik-Verband, Langstraße 1, Kirchheimbolanden
  • VG Nordpfälzer Land: Kasse am Natur-Erlebnisbad Rockenhausen
  • VG Winnweiler: Kasse am Schwimmbad Winnweiler

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