Winnweiler / Rockenhausen RHEINPFALZ Plus Artikel Fragen und Antworten zu den aktuellen Regeln in den Freibädern

Erst die „Arbeit“, dann das Vergnügen: Dauerschwimmerin Ellen Haage beim Einchecken mit der Luca-App im Naturerlebnisbad Rockenh
Erst die »Arbeit«, dann das Vergnügen: Dauerschwimmerin Ellen Haage beim Einchecken mit der Luca-App im Naturerlebnisbad Rockenhausen. Das geht übrigens auch mit dem Luca-Schlüsselanhänger.

Seit Anfang Juni können Wasserratten in Winnweiler und Rockenhausen wieder ins kühle Nass springen. Allerdings müssen coronabedingt einige Regeln beachtet werden. Welche das genau sind, haben wir uns vor Ort angeschaut.

Wo herrscht Maskenpflicht in den Schwimmbädern?
In beiden Bädern müssen die standardmäßigen 1,50 Meter Abstand eingehalten werden, sowohl außerhalb als auch im Becken. Die Kioske sind nach den entsprechenden Hygieneregeln geöffnet.

Können Rutsche und Sprungtürme genutzt werden?
Die Sprungtürme sind in beiden Schwimmbädern gesperrt: in Winnweiler vor allem aufgrund der Leinen im Wasser, welche die Bahnen voneinander trennen. In Rockenhausen ist der Grund ein anderer: „Rutsche und Sprungtürme sind in erster Linie wegen der Überschaubarkeit geschlossen“, erklärt Bademeister Dennis Gies. Hingegen hat man im Winnweilerer Schwimmbad entschieden, die Rutsche zu öffnen. Je nach Corona-Lage soll es dann bald weitere Lockerungen geben.

Welche Regelungen gibt es für Eintrittskarten?
Das Winnweilerer Freibad bietet zum einen Dauerkarten an und zum anderen Zwölferkarten; Tageskarten gibt es nicht. „Zusammen mit dem Verbandsgemeinderat haben wir uns gegen die Online-Ticketbuchung entschieden – einerseits aus Kostengründen und andererseits, damit Einheimischen der Vortritt in das Bad gewährleistet ist“, erklärt Jutta Neißer, die bei den VG-Werken für das Freibad zuständig ist. Momentan gibt es aufgrund der beschränkten Anzahl von Gästen gar keine Karten zu kaufen, dies kann sich jedoch bald wieder ändern.

Im Unterschied zum vergangenen Jahr kann man dieses Jahr in Rockenhausen neben den Dauerkarten auch wieder auf Tageskarten zurückgreifen.

Wie wird die Luca-App in den Bädern genutzt?
Für beide Freibäder eine große Entlastung in Bezug auf die Kontaktdatenerfassung ist die neue Luca-App, die die Daten digital erfasst. Jutta Neißer hat im Freibad in Winnweiler beobachtet, dass vor allem ältere Besucher noch auf Hilfe bei der Benutzung der App angewiesen sind.

Gies, als Leiter des Rockenhausener Naturbads, berichtet hingegen: „Tatsächlich waren wir überrascht, dass die älteren Leute das mit der Luca-App oft besser hinbekommen als die jüngeren. Es war für uns alle neu, aber wenn man es den Besuchern einmal erklärt hat und sie es verstanden haben, läuft es wunderbar.“

Sind die sanitären Anlagen geöffnet?
Während die Duschen im Winnweilerer Schwimmbad noch geschlossen sind, um den Reinigungsaufwand zu verringern, hat man in Rockenhausen die Duschen geöffnet – zur Wahrung des Abstands allerdings nur jede zweite. Die sanitären Anlagen in Winnweiler werden alle zwei Stunden gereinigt. Schmunzelnd berichtet Neißer: „Oft müssen die Besucher dann einmal ein paar Minuten vor der Toilettentür warten, aber das schaffen sie meistens.“

Ist mehr Personal als sonst notwendig?
Für Winnweiler bejaht Neißer die Frage: „Aufgrund unseres komplett neuen Freibades müssen wir uns als Personal auch erst einmal einfinden, da alles viel weiter auseinandergezogen ist.“ Damit sie vor allem die Zwischenreinigungen bewerkstelligen können und einen besseren Überblick über das Bad haben, stehen ihnen Aushilfen vom Amt, also Azubis oder Bundesfreiwilligendienstleistende, als Unterstützung zur Verfügung. Trotzdem wird noch weiteres Personal gesucht.

Aktuell scheint fehlendes Personal im Rockenhausener Schwimmbad noch kein so großes Thema zu sein. Bei Bedarf kann das Personal laut Gies schnell erhöht werden.

Wie ist die Stimmung bei den Besuchern aufgrund der Einschränkungen?
Nachdem das Freibad in Winnweiler zwei Jahre geschlossen war, haben die Besucher am Tag der Wiedereröffnung erst einmal „von einem Ohr zum anderen gegrinst“, beschreibt Neißer. Auch wenn es, besonders an heißen Sommertagen, öfter einmal zu Diskussionen komme – unter anderem aufgrund der fehlenden Tageskarten –, überwiege der positive Teil. Denn „Negatives und Gemecker gibt es immer wieder und überall“, sagt sie schmunzelnd.

Ähnlich beschreibt auch Dennis Gies das Verhalten der Besucher im Rockenhausener Schwimmbad: „Größtenteils werden die Regeln von den Besuchern akzeptiert, und die meisten sind einfach froh, dass das Bad wieder aufhat, denn zu Beginn war noch unklar, ob Schwimmbäder überhaupt wieder öffnen dürfen.“

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