Donnersbergkreis Flammen lodern im dritten Stock

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„Das war nicht ganz einfach“, sagte Martin Dahlem gestern beim Blick zurück auf den Brand, der am Samstagabend in einem Haus im Winnweilerer Ortsteil Hochstein gewütet hat. Wie der Stellvertretende Wehrführer der Stützpunktwehr Winnweiler gestern Nachmittag auf Anfrage mitteilte, waren annähernd 40 Feuerwehrleute im Einsatz, um den Flammen Herr zu werden. Die Polizei schätzt den Schaden an dem Gebäude, das im Erdgeschoss eine Gaststätte und darüber Wohnräume beherbergt, auf rund 40.000 Euro.

Vor allem die Beschaffenheit des Gebäudes bereitete den Rettern einige Probleme. „Das ist eng und verwinkelt, da geht’s einige steile Stufen hoch“, sagte Dahlem gestern. Weil das Feuer im dritten Stock wütete, mussten die Wehrleute Schwerstarbeit verrichten. Rund 40 Kräfte waren im Einsatz. Wie Wehrleiter Robert Blanz mitteilte, waren neben der Winnweilerer Stützpunktwehr auch die Löscheinheiten aus Münchweiler und Gonbach alarmiert worden. Schon bei der Anfahrt habe man die Verstärkung nachalarmiert. Das sei vor allem deswegen geboten gewesen, weil mit einem hohen Bedarf an Atemschutz-Geräteträgern zu rechnen gewesen sei. „Wir gehen da lieber auf Nummer sicher“, so der Stellvertretende Wehrleiter, der am Samstagabend auch den Großeinsatz geleitet hat. Die Vorsichtsmaßnahme sollte sich auszahlen. Am frühen Abend war das Feuer gemeldet worden. Gegen 19 Uhr rückte umgehend ein kompletter Zug der Winnweilerer Brandschützer Richtung Hohenstein aus. Dort war in einem Gebäude mit einem Restaurant im Erdgeschoss im darüber liegenden Wohnbereich Feuer ausgebrochen. Was genau die Ursache dafür gewesen ist, dazu wollten sich gestern weder Feuerwehr noch Polizei näher äußern. Dies herauszufinden, bleibe den Brandermittlern vorbehalten. Laut Dahlem aber ist wohl ein technischer Defekt zumindest nicht auszuschließen. In dem Raum, in dem das Feuer entstanden sei, hätten sich ein Wäschetrockner beziehungsweise eine Waschmaschine befunden. Es sei anzunehmen, dass der Brand an einem der Geräte entstanden sei. Als die Feuerwehr in Hochstein ankam, bestand zumindest keine Gefahr mehr für Leib und Leben Unbeteiligter. Zuvor hat sich dem Vernehmen nach einer der Bewohner in Gefahr begeben: Der Mann habe umgehend erste Löschversuche unternommen, die allerdings nicht viel gebracht hätten. Als der Bewohner bald merkte, dass er mit seinem Pulverlöscher nicht viel gegen die Flammen ausrichten konnte, begab er sich denn doch rechtzeitig ins Freie. Auch er kam ohne Verletzungen davon. Allerdings mussten laut Feuerwehr die Rettungskräfte zwei Personen vorsorglich mit Blick darauf untersuchen, ob sie womöglich Rauchgasvergiftungen erlitten hatten. Eine Versorgung im Krankenhaus aber war wohl nicht notwendig. Der Bewohner hatte der Feuerwehr noch gezeigt, wie die Brandstelle am besten zu erreichen sei. Starke Rauchentwicklung an der Rückseite des Gebäudes hatte bereits grob die Richtung gewiesen, Qualm drang aus den Fenstern. Die Feuerwehr konnte dann gezielt vorgehen: Zum Löschangriff seien zwei Trupps über den Treppenraum losgeschickt worden. Zugleich habe ein weiterer Trupp über die Drehleiter ins Innere gelangen können. Die Brandstelle in der Waschküche habe laut Einsatzbericht schnell ausgemacht werden können. Das Feuer dort war denn auch rasch gelöscht. Allerdings, so die Sprecher der Feuerwehr, sorgten Glutnester im Bereich der Küche dafür, dass die Gefahr noch nicht so schnell gebannt war. Zahlreiche dieser Glutnester mussten weiterhin gezielt abgelöscht und kontrolliert werden. Die Feuerwehr gab sich nach Auskunft ihrer Sprecher Mühe, den Wasserschaden möglichst gering zu halten: Man habe das in die Räume gespritzte Löschwasser möglichst schnell wieder aufgesaugt und ins Freie geleitet. Gegen 22.45 Uhr war der Einsatz beendet. Während die Winnweilerer Wehr gemeinsam mit den Ortswehren aus Gonbach und Münchweiler den Einsatz stemmten, waren Wehrleute der Löscheinheit Sippersfeld mit drei Fahrzeugen nach Winnweiler gefahren, um dort das Gerätehaus zu besetzen. Das sei Routine, so die Sprecher der Wehr, damit bei neuerlicher Alarmierung schnelle Hilfe gewährleistet sei. Dies Konzept hat sich am Samstag bewährt: Während die Winnweilerer Kameraden noch in Hochstein beschäftigt waren, wurden die Sippersfelder zu einem Kleinbrand in Höringen gerufen. Dort gab es indes keinen Schaden zu beklagen. Es hatten lediglich Leute ein Lagerfeuer entzündet und es sich dann selbst überlassen. Die Feuerwehr löschte schnell. (cha)

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