Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Finkenbach/Waldgrehweiler lässt im Halbfinale gegen Erlenbach zu viele Chancen liegen

 Ein fairer Pokalkampf, mit vor allem in Hälfte eins Chancen Schlag auf Schlag: Nils Schlemmer (links) vom TuS Finkenbach/Waldgr
Ein fairer Pokalkampf, mit vor allem in Hälfte eins Chancen Schlag auf Schlag: Nils Schlemmer (links) vom TuS Finkenbach/Waldgrehweiler spielt hier den Ball mit ziemlich hohem Bein vor Patrick Felger vom FC Erlenbach.

Im Kreispokal Kaiserslautern/Donnersberg hat sich der FC Erlenbach in einem chancenreichen Spiel beim TuS mit 3:0 (0:0) durchgesetzt. Ein Mann dreht nach der Pause auf.

Die beiden A-Klasse-Mannschaften, die als Tabellensechster und -siebter jeweils 31 Punkte aufweisen, brauchten wenig Anlaufzeit, um ins Spiel zu kommen. Schon nach 90 Sekunden hatte Gäste-Spielertrainer Heraldo Jorrin, der mit 28 Treffern die Torjägerliste der A-Klasse anführt, die erste Chance, doch sein Abschluss ging am langen Pfosten vorbei. Wieder nur 90 Sekunden später lag der Ball aber im Netz der Gäste. Nach der ersten von insgesamt neun Finkenbacher Ecken in der ersten Hälfte hatte Nico Eckel eingeköpft. Doch Schiedsrichter Felix Groben hatte, zum Unverständnis der Hausherren, auf Foulspiel entschieden.

Auch danach ging es in dem fairen Spiel weiter Schlag auf Schlag. Nach einer TuS-Ecke traf Marc Schiff per Kopf den Pfosten (16.), Nils Schlemmer zwang Gästekeeper Lukas Scheer mit einem Weitschuss zu einer Parade (27.), nach einem Abwehrfehler kam Sebastian Bischofsberger zum Abschluss, der nur hauchdünn am Pfosten vorbeirutschte (31.). Aber auch die Gäste hatten ihre Chancen. Nach einer schönen Ablage von Daniel Zepp verzog Benjamin Gensheimer freistehend (21.), und Jorrin scheiterte im Strafraum an TuS-Keeper Jens Kattler.

Gastgeber wollten ins dritte Pokalfinale in Folge

Darüber hinaus gab es noch jede Menge weiterer Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, die mal mehr, mal weniger gefährlich waren. Jorrin beschrieb die erste Halbzeit so: „Wir haben den Gegner stark gemacht, indem wir ihm viele Standards gestattet haben. Wir hatten zwar auch unsere Chancen, doch insgesamt mussten wir zufrieden sein, nicht in Rückstand zu liegen. Für die Zuschauer war es sicher schön anzusehen.“

Die zweite Halbzeit begann etwas verhaltener, trotzdem hatten die Gäste wieder nach 90 Sekunden die erste Chance. Im Anschluss an einen tollen Angriff über drei Stationen verfehlte Maximilian Wetzel, der danach zum Mann der zweiten Hälfte werden sollte, die Eingabe nur hauchdünn. Die Gastgeber spielten zwar weiter mit hohem Engagement, wollten unbedingt ihr drittes Pokalfinale in Folge erreichen, taten sich jetzt aber schwer, richtig gefährlich zu werden.

Erlenbacher Gäste nach der Pause klar besser

Der FCE hatte nach der Pause die klar besseren Chancen. So konnte ein Abschluss von Tristan Thomann gerade noch vor der Linie geklärt werden (60.). Die Führung kam etwas kurios zustande. Die erste Gästeecke, von Wetzel getreten, ließ ein TuS-Verteidiger am vorderen Pfosten passieren, und der verdutzte Kattler boxte den Ball ins eigene Netz zum 0:1 (65.).

Die Finkenbacher versuchten zu antworten, doch außer ein paar Halbchancen wurden sie nicht mehr wirklich gefährlich. Die Gäste dagegen konterten gegen die aufgerückte TuS-Deckung jetzt nach Herzenslust. Das 2:0 war perfekt herausgespielt: Jorrin war durchgestartet, legte im Strafraum quer, und Thomann brauchte nur einzuschieben (70.). Beim 3:0 chipte Wetzel den Ball nach einer Energieleistung über den Torwart, Jorrin nickte nur noch ein (78.).

Finale steigt an Christi Himmelfahrt, 14. Mai

Jens Werrmann, Sportlicher Leiter des TuS Finkenbach/Waldgrehweiler, gratulierte den Gästen zum Sieg. „Am Ende verdient: Wir drücken in der ersten Halbzeit, machen aber kein Tor. Die Führung war mehrmals möglich, fällt aber nicht. Dann geraten wir sehr unglücklich in Rückstand, drängen auf den Ausgleich und werden brutal ausgekontert.“

Gästetrainer Jorrin war dagegen sichtlich zufrieden. „Ich habe mir am Freitag das Spiel der Finkenbacher angesehen und konnte meine Mannschaft gut einstellen. Die Führung nach der Pause kam natürlich glücklich zustande. Dann haben wir das gut ausgespielt. Der Finaleinzug war uns schon sehr wichtig.“ Das Endspiel gegen die SG Siegelbach/Erfenbach ist laut Fußball.de für Christi Himmelfahrt, am Donnerstag, 14. Mai, um 16 Uhr angesetzt.

Das Wort zum Sport

„Den hab’ ich!“

Das sagte der Erlenbacher Maximilian Wetzel, der Mann der zweiten Hälfte, kurz vor Spielende zu seinen Teamkollegen bei einem hohen Ball, der auf ihn zuflog, direkt vor den eigenen Fans.

„Den hab’ ich nicht!“

Wetzels selbstironischer, lauter Kommentar, als der Ball dann allerdings ins Aus sprang, sorgte für Lacher rundum bei Fans und Kollegen.

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