Donnersbergkreis Finanzlage vorübergehend ungemütlich

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Eine ganze Reihe notwendiger Maßnahmen haben die Morschheimer Räte bereits in den vergangenen Monaten beschlossen, nun zeigen die dafür nötigen Ausgaben im Haushaltsplan ihre Auswirkungen. Allerdings ist für das kommende Jahr bereits wieder eine leichte Entspannung zu erwarten.

Der Jahresfehlbedarf im Ergebnishaushalt von 183.130 Euro im Vorjahr ist sprunghaft auf 431.710 Euro im Jahr 2017 angestiegen. Die Verschlechterung um rund 250.000 Euro ist auf die hohen Unterhaltungskosten für den Kindergarten zurückzuführen, denn allein dafür mussten 250.000 Euro veranschlagt werden. Tröstlich war für den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bei der Erläuterung des Doppelhaushalts für 2017/2018 durch Andrea Billenstein von der VG-Finanzverwaltung, dass sich der Fehlbedarf im kommenden Jahr wieder reduzieren wird, dann voraussichtlich auf 113.590 Euro. Insgesamt liegen im Ergebnishaushalt 2017 die Erträge bei 1.216.550 Euro und die Aufwendungen bei 1.648.260 Euro, so dass das Minus bei 431.710 Euro liegt. In 2018 sind die Erträge mit 1.237.380 Euro und die Aufwendungen mit 1.350.970 Euro veranschlagt. Im Finanzhaushalt, in dem die geplanten Investitionen enthalten sind, entsteht 2017 bei Einzahlungen von 1.051.050 Euro und Auszahlungen von 1.475.100 Euro ein Jahresfehlbedarf von 424.050 Euro. Dieses Minus wird sich im kommenden Jahr bei Einzahlungen von 1.351.880 Euro und Auszahlungen von 1.451.810 Euro auf 99.930 Euro vermindern. Mit 280.000 Euro ist der Ausbau der Donnersbergstraße veranschlagt Weil eine Landeszuweisung von 67.000 Euro und Wiederkehrende Beiträge in Höhe von 168.000 Euro zu erwarten sind, werde der Kostenanteil für die Gemeinde bei 45.000 Euro liegen, erklärte Billenstein. Weiter sind für verschiedene Arbeiten am Gebäude der Kindertagesstätte, unter anderem wegen neuer Brand- und Sicherheitsbestimmungen, 250.000 Euro eingeplant, sowie für Unterhaltungsmaßnahmen auf dem Friedhof 20.000 Euro. Um ein neues Baugebiet in Morschheim realisieren zu können, wurden im Haushalt 25.000 Euro für die Erstellung eines Bebauungsplans eingestellt und 20.000 Euro für die Beseitigung von Schäden an der Fassade der Gemeindehalle. Die größten Haushaltsansätze liegen im Bereich der Steuern, so Billenstein mit dem Hinweis, dass sich bei Erträgen von 615.040 Euro und Aufwendungen von 446.690 Euro gegenüber dem Vorjahr mit 168.350 Euro ein um 21.080 Euro höherer Überschuss ergeben habe. 2016 lag dieser bei 147.270 Euro. Diese Verbesserung resultiere überwiegend aus weniger Ausgaben für die Kreis- sowie die Verbandsgemeindeumlage. Der Schuldenstand von Morschheim liegt Ende des Jahres 2016 bei 378.575 Euro, was bei 751 Einwohnern einer Pro-Kopf-Verschuldung von 504 Euro entspricht. Im Vorjahr lag diese noch bei 623 Euro. Laut Haushaltsplan wird sich unter Berücksichtigung der Schuldentilgungen die Gesamtverschuldung der Gemeinde in diesem Jahr voraussichtlich um 39.200 Euro verringern. Der Gemeinderat verabschiedete den Doppelhaushalt einstimmig. Es hätten sich sehr viele Vorhaben auf dieses Jahr konzentriert, hatte Ortsbürgermeister das Zahlenwerk kommentiert. Es sei möglich, dass vielleicht manche Maßnahmen erst im kommenden Jahr durchgeführt würden. Schwer zu tragen hatte Michael Fister, nachdem er sein Mandat niedergelegt hat und mit herzlichem Dank aus dem Gemeinderat verabschiedet wurde. Nach Morschheimer Brauch überreichte ihm Ortsbürgermeister Joachim Fister für jedes Jahr Mitarbeit im Rat je eine Flasche Wein und kam so auf die stattliche Anzahl von 23. Seit 1994 sei Michael Fister ein in positivem Sinne kritischer Begleiter bei schwierigen Entscheidungen gewesen und habe viel dazu beigetragen, dass Morschheim heute so gut dastehe, würdigte der Ortschef das große Engagement und dankte Michael Fister für die 23-jährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zuvor war Michael Konzock als Nachrücker per Handschlag durch Ortsbürgermeister Joachim Fister als neues Ratsmitglied verpflichtet worden. |amj

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