Donnersbergkreis Fernduell um Rang drei

ROCKENHAUSEN. Die Fronten in Sachen Auf- und Abstieg sind aus Donnersberger Sicht in der A-Klasse geklärt. Lediglich der Kampf um den eher unbedeutenden Platz drei ist noch offen.
Der TuS Bolanden kann auf diesem mit einem Sieg beim Absteiger Mehlingen (morgen, 15 Uhr) die Runde beenden. Verfolger FV Rockenhausen hat auf Position vier einen Punkt weniger und spielt an der Obermühle im Derby gegen die abgestiegene SpVgg aus Gauersheim (16.45 Uhr). Meister Steinbach (gegen TSG Kaiserslautern II) und TSV Dörnbach (gegen Enkenbach), genießen ebenfalls Heimrecht. Da staunten selbst die eingefleischten Ur-Steinbacher, die vergangene Woche mit dem TuS nach Sembach zur Partie gegen Otterberg gereist waren, nicht schlecht. Mit der Trikotnummer zehn lief Christian Frank in der Startformation auf. Der 38-Jährige gehörte schon zum Bezirksliga-Aufstiegskader im Jahr 2002. Für noch mehr Aufsehen sorgte in der 79. Spielminute allerdings die Einwechslung des 49-jährigen TuS-Vorstands Gernot Breitenbruch, der damals ebenfalls mit dabei war. Wie kam der erste Saisoneinsatz der beiden „Alten Herren“ zustande? Spielertrainer Timothy Hanauer erklärt schmunzelnd: „Wir hatten einige angeschlagene Spieler. Sei es durch Verletzung, Schlafmangel oder erhöhten Alkoholkonsum wegen des hier traditionellen Pfingstzeltens.“ Sein Team gewann dennoch mit 4:2. In der morgigen „Just-for-fun-Partie“ gegen den Tabellenzehnten TSG Kaiserslautern II zieht Hanauer in Erwägung, „die Aufstellung zu losen“. Und auch Frank und Breitenbruch, der sich unter der Woche unvergleichlich im Training aufdrängte, werden wohl wieder die Schuhe schnüren dürfen. Als Aufsteiger mit begrenzten Mitteln die A-Klasse als Dritter abzuschließen, das wäre das I-Tüpfelchen auf der ohnehin eindrucksvollen Runde des TuS Bolanden. „Wenn die Einstellung stimmt, dann werden wir die Saison mit einem Sieg und als Dritter beenden“, ist sich TuS-Spielertrainer Christian Bauer sicher. Gibt sich der TuS beim Absteiger Mehlingen keine Blöße, verfehlt der FV Rockenhausen nach dem Aufstieg auch das korrigierte Saisonziel Rang drei. Der ehemalige Verbandsligist hofft also auf einen Patzer des Lokalrivalen und muss sein Heimspiel gegen die SpVgg Gauersheim gewinnen. Das sollte angesichts der Bilanz Formsache sein. Ohnehin werden die Gauersheimer ihr (zumindest vorübergehendes) A-Klasse-Abschiedsspiel mit einer Mischung aus Jugendspielern und „Alten Herren“ bestreiten. Das Mitwirken von Spielertrainer Niko Rusterholz, der die Woche zum größten Teil im Bett verbrachte, ist fraglich. Die prekäre Personalsituation der Grün-Weißen: ein Sinnbild der verkorksten Runde, die mit dem Abstieg endet. TSV Dörnbach empfängt morgen SV Enkenbach und könnte eine entscheidende Rolle im Abstiegskampf spielen. Gewinnt die Mannschaft von Interimstrainer Patrick Enkler, könnte der SV Alsenborn bei gleichzeitigem Erfolg in Erlenbach an Enkenbach vorbeiziehen und auf den sicheren Nichtabstiegsplatz 13 rücken. Denn falls Otterbach in der Relegation zum Aufstieg in die Bezirksliga scheitert, steigt auch der 14. ab… (fsm)