Donnersbergkreis
Falkenstein: Bei Neujahrsempfang die Stärken der Gemeinde in den Vordergrund gestellt
Groß war der Zuspruch beim Neujahrsempfang der Ortsgemeinde Falkenstein im Bürgerhaus. Dies wertete Ortsbürgermeister Volker Demmerle als Zeichen der Verbundenheit der Einwohner zu ihrem Heimatort.
„Eine Gemeinde wird ihren Einwohnern dann zur Heimat, wenn sie ein Gefühl der Verbundenheit spüren können und wenn sie ihre Interessen gut aufgehoben sehen“, sagte Demmerle. Im vergangenen Jahr habe sich im Dorf wieder einiges getan, sagte Demmerle, der unter anderem den Falkensteiner Ehrenbürger Josef Fischer begrüßte. Im Februar sei der Bürgertreff ins Leben gerufen worden. Daraus habe sich schon nach kurzer Zeit eine Theatergruppe gebildet, die während der Weihnachtsfeier im Bürgerhaus Premiere gefeiert hat.
In Falkenstein ist eine Tradition wiedererweckt worden, worauf man sehr stolz sei, so Demmerle: Die „Klepperbuben“ sind mit erfahrener Unterstützung seit drei Jahren wieder aktiv. So zogen im vergangenen Jahr 29 Teilnehmer zwischen vier und 70 Jahren an Karfreitag und Karsamstag durch den Ort, um das Ave Maria zu verkünden. Bei der Haussammlung kamen 1400 Euro zusammen, Spender stockten den Betrag auf 1600 Euro auf. Jedes Kind erhielt einen Geldbetrag und jede Menge Eier und Schokolade. Mit dem verbleibenden Geld werden örtliche Projekte unterstützt.
„Eine besondere Stütze war auch 2019 der Gesangverein“, so Demmerle, der hoffte, dass sich die Gemeinschaft noch lange am Gesang erfreuen könne. Große Bedeutung habe die Feuerwehr. „Es zeigt sich immer wieder, wie wichtig und kostbar eine eigene Wehr im Ort ist“, resümierte der Ortsbürgermeister, der den Wehrleuten für ihren Einsatz dankte und zur Unterstützung aufrief.
Sommertouren eine Attraktion
Als Besonderheiten nannte der Ortsbürgermeister die Falkensteiner Sommertouren und die Herausgabe des Falkensteiner Echos. Die Touren bei Mondschein auf der Burgruine, literarische Führungen rund um Falkenstein oder Wanderungen durch Wald und Flur ziehen laut Demmerle viele Besucher an. Auch in diesem Jahr werde es wieder ein Programm geben, das die Nordpfalzgemeinde zum Anziehungspunkt mache.
Der Weihnachtsmarkt habe dank vieler ehrenamtlicher Helfer einen Gewinn von 1715 Euro erbracht. Ausdrücklich Dank sagte der Ortsbürgermeister dem Gemeindearbeiter und dem Verantwortlichen für den Winterdienst.
Pro-Kopf-Verschuldung deutlich über Landesdurchschnitt
Zum Jahreswechsel waren 230 Einwohner im Ort gemeldet, darunter 46 mit Nebenwohnsitz. Emil Janz ist mit 101 Jahren ältester Bürger. 191.142 Euro Schulden hatte die Kommune zum Jahreswechsel, 831 Euro pro Kopf. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden liege bei 348 Euro. „Da sind wir ein klein wenig drüber“, sagte Demmerle scherzhaft.
Vor Falkenstein liege ein Jahr voller Aufgaben, welche „wir frohen Mutes angehen wollen. Wenn alle anpacken, kann nichts schiefgehen“, sagte Demmerle. Für 2020 nannte er schon feststehende Termine. So verwies er auf Theateraufführungen am Freitag, 28. Februar, im Bürgerhaus und Samstag, 7. März, im Falkensteiner Hof.