Donnersbergkreis Für den Umzug braucht’s kein Navi
Rund um die Gemeinschaftshalle des SV Gundersweiler drehte sich am vergangenen Wochenende alles um die Kerwe. Auch der bunte Umzug mündete am Kerweplatz vor der Halle, wo auch die Kerweredd der Ochsen von Kerweparre Eric Fischer, der bestens über die Geschehnisse in dem kleinen Örtchen Bescheid wusste, gehalten wurde.
Keine leichte Aufgabe sei es für den Redner gewesen, die Geschichten aus den Leuten herauszukitzeln. Dennoch kamen einige Anekdoten über diverse Pannen ans Licht, wie zum Beispiel eine misslungene Heimfahrt mit später Erkenntnis, dass das benötigte Navi doch im Handschuhfach liegt. Mit Fahrzeugen hatte auch ein anderer Gundersweilerer zu schaffen. Ein jüngeres Mitglied der Gemeinde interessierte sich für den ausgeliehenen Stapler seines Vaters und bestieg den Fahrersitz, als der Herr Papa vor dem Stapler nach dem Rechten sah. Das wäre alles kein Problem, wenn der neue Staplerführer seinen Vater nicht „wie e Tier in de Fall“ gehabt hätte. Nach einiger Zeit kam der Fuß wieder frei, und jeder konnte über dieses und weitere Ereignisse, die sich noch in dem Dorf zugetragen hatten, lachen. Sehr dankbar zeigte sich Bürgermeister Helmut Klein, der nach der Kerwerede den Gundersweilerern für ihr Engagement im SVG und in der Gemeinde dankte. Nur so konnte ein reges Vereinsleben entstehen, was sich auch im Umzug zeigte. Neben den eigenen Straußborsch mit dem Kerwestrauß und einem Wagen nahmen auch die Nachbargemeinden Dörnbach und Imsweiler im Verbund auf einem Wagen teil. Doch der Hauptbestandteil des Festzuges war der SVG, der mit einigen Wägen aufwartete. Nicht nur die Fußballmannschaften, sondern auch die Frauen des SVG und die Mädchen-Tanzgruppe Sunlights waren mit bunten Kostümen vertreten. Weitere Damen waren mit Kinderwägen samt Kindern für die Krabbelgruppe unterwegs und auch Gundersweilerer mit eigenen Motivwägen bereicherten den Umzug. Einige Gefährte griffen auch aktuelle politische Themen, wie die zahlreichen Streiks und einen neuen Flugplatz auf. „Ach wenn die streike, dun mir weiter unser Schoppe hebe“. Diese Stimmung begleitete die gut besuchte Kerwe, die mit dem Kerwetanz und dem Begraben der Kerwe ihr Ende fanden. (söf)