Ich schaue die WM, weil ... Für Bürgermeister Steffen Antweiler ist das Unterstützen der Spieler ein Gebot der Fairness

WM 2022: Wer schaut rein, wer lässt es sein?
WM 2022: Wer schaut rein, wer lässt es sein?

Schauen Sie die WM oder nicht? Noch nie hat diese Frage zu so vielen Diskussionen geführt wie im Jahr 2022. Wir hören im Donnersbergkreis nach.

„Ich bin von Haus aus eigentlich überhaupt kein Fußballer“, sagt Steffen Antweiler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Göllheim. „Schon als Kind und Jugendlicher wurde ich allenfalls mal ins Tor gestellt, da konnte ich am wenigsten Schaden anrichten.“ Als Fernsehzuschauer interessiert er sich eher für Wintersport. „Aber bei Welt- und Europameisterschaften schaue ich natürlich, das gehört sich so. Besonders wenn es in die interessante Phase geht“. Das Spiel der Nationalmannschaft gegen Spanien hat er gesehen. „Soweit ich das beurteilen kann, war es spannend.“ Auch das nächste Spiel der Deutschen will er sich anschauen – ohne schlechtes Gewissen.

„Die Entscheidung für Katar ist vor zwölf Jahren gefallen. Damals hätte man protestieren müssen. Es gab die Gelegenheit.“ Er hält es für ein Gebot der Fairness, die Tatsachen jetzt anzuerkennen. „Das Systemversagen darf nicht zulasten der Spieler gehen.“ Zudem sei er es als Politiker gewohnt, diplomatisch, und nicht wie die Axt im Walde, vorzugehen. Die Geste der Spieler mit der Hand vor dem Mund findet er angemessen, weil auch gegen die Zensur der Fifa demonstriert werde. Was die Aussichten der Deutschen gegen Costa Rica angeht, ist er verhalten optimistisch: „Ich habe mir sagen lassen, dass Aussicht auf ein Weiterkommen besteht.“

Schiedsrichtern Sabine Forster, ehemalige Bundesligaspielerin, wünscht sich Fifa-Austritte.

Der Bürgermeister der VG Göllheim, Steffen Antweiler.
Der Bürgermeister der VG Göllheim, Steffen Antweiler.
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