Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel Experten sollen Verwaltung durchleuchten

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Immer wieder verlieren Bürger Zeit, weil es nicht so einfach ist, auf Anhieb den richtigen Ansprechpartner im Rathaus zu finden. Deshalb will die Verbandsgemeindeverwaltung in Kirchheimbolanden ihre Strukturen auf den Prüfstand stellen.

Schon früh nach ihrem Amtsantritt im September 2021 hatte Bürgermeisterin Sabine Wienpahl verlauten lassen, dass sich eine moderne Verwaltung ihrer Meinung nach einer Analyse unterziehen muss, um effizienter und bürgerfreundlicher zu werden. Eine Selbstbetrachtung hat ergeben, „dass einige Zuständigkeiten unklar sind, es wiederum an anderer Stelle Doppelzuständigkeiten gibt und einige Zuständigkeiten über mehrere Abteilungen verteilt sind“, wie es in einer Vorlage heißt, die die Verwaltung für die Mitglieder des Verbandsgemeinderats vorbereitet hat.

Diese Strukturen, so heißt es weiter, erschwerten effizientes Arbeiten „teils erheblich“. Das führe zu Zeitverlusten für Bürger, die sich an die Verwaltung wenden, ebenso wie für die Mitarbeiter selbst. Zudem erschienen „viele Prozesse in der Verwaltung nicht mehr zeitgemäß“. Gerade für die Entwicklung bei der Digitalisierung, die neuen, zusätzlichen Aufgaben und die wachsende Bürgeranzahl – die VG Kibo hat die 20.000-Einwohner-Marke kürzlich überschritten – brauche es eine schlagkräftige Organisation.

Verwaltung wächst

Abhilfe schaffen soll eine Komplettuntersuchung der bestehenden Strukturen, einschließlich Personalbedarfsermittlung. Am Ende der Analyse sollen möglichst konkrete Empfehlungen zur Umstrukturierung der Verwaltung stehen. „Es gibt nicht viele Unternehmen, die das in dieser Form können“, sagt Wienpahl, die auf das Ergebnis der Ausschreibung gespannt ist. Die Kosten für eine solche Untersuchung werden auf 80.000 Euro geschätzt. Der Verbandsgemeinderat hat – bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen – grünes Licht für das Vorhaben gegeben.

Unabhängig davon hat der Rat (bei zwei Enthaltungen) dem Nachtragsplan zugestimmt, nachdem sich die Stellenzahl in der Verwaltung um acht erhöht. Mehr als die Hälfte der neuen zusätzlichen Stellen werden benötigt, weil die VG die Aufgaben bei der „betreuenden Grundschule“ übernommen hat. Nicht durch den Rat geschafft hat es die von der Verwaltung gewünschte Stelle für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, wie sie zahlreiche Verbandsgemeinden im Land bereits geschaffen haben. Die CDU-Fraktion will dies zunächst aufschieben, bis die Organisationsanalyse abgeschlossen ist, und hat die Schaffung einer solchen Stelle gemeinsam mit den Stimmen der FWG abgelehnt.

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