Rockenhausen RHEINPFALZ Plus Artikel Erster Schritt zu Sanierung des Hallenbaddachs beschlossen

Das Dach des ehemaligen Hallenbads in Rockenhausen wird bald saniert.
Das Dach des ehemaligen Hallenbads in Rockenhausen wird bald saniert.

Rockenhausen: Was passiert mit dem ehemaligen Hallenbad? Das steht immer noch nicht fest. Zumindest wurde in der VG-Ratssitzung nun der erste Schritt für die Dachsanierung in die Wege geleitet. Und es gab einen neuen Vorschlag zur Nutzung, der ein französisches Modell zum Vorbild hat.

Es ist ein Thema, dass die Verbandsgemeinde Rockenhausen schon lange beschäftigte und nun auch wieder im VG-Rat Nordpfälzer Land aufkommt: Was passiert mit dem ehemaligen Hallenbad in der Donnersberghalle, das seit 2003 geschlossen und zunehmend sanierungsbedürftig ist? Zumindest für den letzten Punkt ist jetzt ein Beschluss gefasst worden. Für knapp 20.000 Euro wird der Planungsauftrag für die Dachsanierung an das Büro Gläser Architektur aus Rockenhausen vergeben.

Der VG-Rat sprach sich für das Büro Gläser aus, da es auch die vergangenen Sanierungsmaßnahmen in der Donnersberghalle planerisch begleitete hatte und über eine gute Ortskenntnis verfüge. Deswegen gab es im Angebot vom Büro Gläser auch keine Aufwendungen für Vorplanung, Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung. Durch den bereits erfolgten Wassereintritt in das Gebäude sollte schnellstmöglich mit der Umsetzung begonnen werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

Nutzung als Kreativ-Quartier?

Insgesamt beträgt die Antragssumme für die energetische Sanierung des ehemaligen Schwimmbads 164.000 Euro, darin beinhaltet ist die Erneuerung des vorhandenen Flachdaches inklusive einer zeitgemäßen Dämmung. Es wurde ein Zuschussantrag aus dem Konjunkturprogramm 3.0 gestellt. Die Ausschreibung der Erneuerungsarbeiten soll in den Sommerferien erfolgen, damit diese noch im Spätjahr stattfinden können. Erika Steinert von den Grünen fand es problematisch, dass nicht vorher geklärt wurde, für was das Hallenbad verwendet werden soll. Sie fragte, wie es denn danach weitergehen solle und welche Kosten auf den Rat zukommen würden, nur um das Gebäude zu erhalten. Sie plädierte dafür, zuerst einen Kosten-Nutzen-Plan zu erstellen, was die anderen Ratsmitglieder aber nicht für nötig sahen. Der Beschluss wurde am Ende einstimmig angenommen.

Für die Nutzung des ehemaligen Hallenbads hatte Steinert gleich noch einen eigenen Vorschlag: ein Kreativ-Quartier. Dabei hat sie sich von einem Projekt in Metz (Frankreich) inspirieren lassen, wo ein ehemaliges Bus-Depot zu solch einem Quartier ausgebaut wurde, in dem jetzt App-Entwickler, Handwerker und Designer zusammenkommen. Außerdem könne die VG für ein solches Projekt eventuell auch EU-Mittel beantragen. Cullmann fand die Idee gut und möchte sie beim nächsten Mal, wenn über die Nutzungsfrage diskutiert wird, mit aufnehmen. 2017 war noch geplant, im Hallenbad eine Mensa für Schüler von Grund-, Realschule und IGS einzurichten. Doch dafür war laut Cullmann eine Zuschussgewährung nicht möglich. Im Moment werden die Räumlichkeiten als Archiv genutzt.

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