Donnersbergkreis Erster Dämpfer nach 60 Sekunden

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Rüssingen. Bittere Heimschlappe für Verbandsligist TuS Rüssingen. Mit 0:4 (0:2) unterlag der abstiegsbedrohte Aufsteiger gegen Tabellenführer und Mitaufsteiger FK Pirmasens II. Zeitgleich siegte Tabellennachbar SG Rieschweiler und zog wieder auf drei Punkte davon.

Alle guten Vorsätze und insgeheim gehegten Hoffnungen waren schon nach nicht einmal 60 Sekunden über den Haufen geworfen. Der erste Angriff der Gäste mündete in einem Freistoß aus dem Halbfeld, den brachte Robin Purdy vor das Tor, und Frederik Eitel konnte relativ ungestört und unhaltbar zum 0:1 einköpfen. Wie sich später zeigte, sollte dies nicht die einzige Blöße bleiben, die sich die TuS-Abwehr an diesem Tag gab. Die Hausherren brauchten einige Zeit, um sich von dem Schock zu erholen, kamen dann aber allmählich ins Spiel. Mitte der ersten Halbzeit hatten sie dann ihre beste Phase und setzten den FKP unter Druck. Die erste Topchance hatte Doruk Tras, als er aus zehn Metern frei zum Schuss kam, Gästekeeper Köpke konnte aber per Fuß klären. Zwei Minuten später lag der Ausgleich erneut in der Luft, doch Köpke reagierte bei einem Kopfballaufsetzer von Kardasch glänzend, wischte die Kugel aus der untersten Ecke um den Pfosten. Als der Elan des TuS wieder erlahmte, nutzten die Gäste die Freiräume im Mittelfeld, Mark Hoffmann zog an, passte in den Strafraum, und Niklas Kupper hatte freistehend wenig Mühe, zum 0:2 einzuschießen. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren“, haderte TuS-Trainer Ako Yalcin nach Spielschluss. „Wir dürfen nie und nimmer mit einem 0:2 in die Pause gehen“, war er sowohl mit Defensiv- wie Offensivverhalten unzufrieden. Direkt nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren noch einmal die Chance, ins Spiel zurückzukommen. Semir Borogovac spielte Doppelpass mit Kardasch, überlupfte den Torhüter, doch ein Verteidiger konnte noch vor der Linie klären. Drei Minuten später war die Partie gelaufen. Nach einer weiten Flanke von Eitel stand der gerade eingewechselte Jonas Jung vollkommen frei und traf aus fünf Metern zum 0:3. Die Hausherren gaben zwar nicht auf, fanden aber keine Mittel, um die beweglichen Gäste, die augenscheinlich nicht an ihre Grenzen gehen mussten, auszuspielen. Gästetorjäger Christopher Ludy traf mit einem satten Weitschuss noch einmal den Pfosten, danach plätscherte das Spiel seinem Ende entgegen. Den Schlusspunkt setzte der ebenfalls eingewechselte Sebastian Schmitt mit einem Weitschuss zum 0:4. „Das Ergebnis geht in Ordnung“, meinte der entspannte Gästetrainer Sebastian Reich nach Spielschluss. Ganz anders sein Gegenüber Yalcin: „Wenn man solche katastrophalen Fehler wie beim 0:1 macht, braucht man sich nicht zu wundern. Einige Spieler habe keine verbandsligataugliche Leistung gezeigt.“ Er muss die Mannschaft aber schnell wieder aufrichten, denn schon am Freitag kommt es zum wichtigen Duell beim Mitkonkurrenten VfL Neustadt.

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