WINNWEILER / KIRCHHEIMBOLANDEN RHEINPFALZ Plus Artikel Erste Corona-Entwarnung – Quarantäne geht aber weiter

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Die ersten 30 Testergebnisse sind negativ, die Quarantäne für die 33 Kontaktpersonen eines positiv getesteten Sechsklässers der Albert-Schweitzer-Realschule plus in Winnweiler besteht aber weiter. 33 Kontaktpersonen, darunter sieben Lehrer, waren vom Gesundheitsamt abgestrichen worden, drei Testergebnisse stehen noch aus.

Bis Donnerstag, 3. September, wird es an der Albert-Schweitzer-Realschule plus in Winnweiler keinen Ganztagsunterricht geben, am Dienstag fiel der Unterricht sogar ganz aus. „In den kommenden Tagen werden über unsere Homepage Aufgaben zur Erledigung abgerufen werden können“, heißt es in einem aktuellen Elternbrief auf der Homepage der Albert-Schweitzer-Realschule plus. Dort gibt es für die Schüler auch sämtliche E-Mail-Adressen der Lehrer, und die Eltern werden unter dem Stichwort „Aus aktuellem Anlass“ aufgefordert, sich umgehend in der Schule zu melden, sollte in ihrer Familie ein Verdachtsfall vorliegen.

Tests auch während der Quarantänezeit

30 Kontaktpersonen des positiv getesteten Schülers waren bereits am Sonntag im Gesundheitsamt abgestrichen worden, ihr erster Test fiel negativ aus. Von drei weiteren Tests vom Montag liegen laut Gesundheitsamt die Ergebnisse noch nicht vor. Die 30 Kontaktpersonen aus der ersten Abstrichreihe werden am Donnerstag ein weiteres Mal getestet.

Für alle diese Kontaktpersonen gilt: Sie müssen auf jeden Fall 14 Tage ab dem letzten Kontakt mit dem positiv getesteten Kind in Quarantäne bleiben. Die Quarantäne sei damit für alle Klassenkameraden des Kindes gleich lang und gelte auch für die Kinder, die mit dem betroffenen Kind den Ethikunterricht besucht haben. Für die Lehrkräfte richtet sich die Quarantänedauer nach dem Zeitpunkt des letzten Kontakt mit dem positiv getesteten Kind und kann daher unterschiedlich ausfallen.

Erklärungsbedarf gibt es laut Gesundheitsamt bei der Frage, warum Kontaktpersonen auch bei negativen Testergebnissen in Quarantäne bleiben müssen, beziehungsweise: Warum wird überhaupt getestet, wenn die Menschen ohnehin 14 Tage in Quarantäne bleiben müssen? Grund dafür sei, dass man während der vierzehntägigen Inkubationszeit möglichst früh weitere positive Fälle ermitteln wolle, um dann mit dem sogenannten „Contact Tracing“ zu beginnen, also die Kontakte eines Betroffenen zurück zu verfolgen. „Denn dann geht von einer weiteren Person Ansteckungsgefahr aus, die möglichst früh eingedämmt werden muss, indem man den neuen Kreis an Kontaktpersonen identifiziert und betreut“, hießt es.

Derzeit sieben Infektionen im Kreis

Stand Mittwoch Vormittag gibt es im Donnersbergkreis sieben aktive Fälle von bestätigten Coronainfektionen, drei davon in der Verbandsgemeinde Eisenberg und vier in der Verbandsgemeinde Winnweiler. Gestern ist ein neuer Fall hinzugekommen, sodass die Zahl der bestätigten SARS-CoV-2-Infizierten seit dem Ausbruch der Pandemie auf 154 gestiegen ist. Davon gelten 141 Menschen wieder als genesen, sechs Personen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben.

So sieht es in den Verbandsgemeinden aus

Von 37 Betroffenen in der Verbandsgemeinde Eisenberg sind vier verstorben, 30 wieder genesen. In der Verbandsgemeinde Göllheim gab es 29 Fälle an Covid-19, ein Patient ist verstorben, 28 sind wieder gesund. In der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden sind alle 32 Betroffenen mittlerweile wieder genesen. Von den 26 Patienten aus der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land sind 25 wieder gesund, einer ist verstorben. Aus der Verbandsgemeinde Winnweiler kommen 30 Covid-19-Erkrankungen, 26 Patienten sind wieder gesund, vier derzeit noch erkrankt.

Hochgerechnet auf 100.000 Einwohner sind im Donnersbergkreis aktuell 205 Infektionsfälle registriert, in Rheinland-Pfalz sind es laut Robert-Koch-Institut 214 und bundesweit 284 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Mehr als 1600 Personen bisher abgestrichen

Vom 10. bis einschließlich 27. August wurden 91 Personen beim Gesundheitsamt der Kreisverwaltung getestet, davon 18 Reiserückkehrer. Die Testkapazitäten würden mittlerweile für Kontaktpersonen benötigt, heißt es aus dem Kreishaus.

Die Abstrichstelle in der Sporthalle der Georg-von-Neumayer-Schule wurde zum Ferienende geschlossen. Darin waren in der Zeit zwischen dem 31. März und 6. August nach Angaben des Westpfalz-Klinikums 1522 Patienten abgestrichen worden, im Durchschnitt also etwa 82 Patienten pro Woche.

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