Donnersbergkreis Entscheidung nach der Pause

WINNWEILER (bsl). Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. So hofft man beim ASV Winnweiler. Mit einem 5:0 (1:0)-Heimsieg gegen die SG Eppenbrunn hat der Landesliga-Tabellenführer seine Hausaufgaben gemacht. Da Konkurrent SV Rodenbach gegen die TSG Kaiserslautern ebenfalls gewonnen hat, wird die Titelentscheidung auf den letzten Spieltag verschoben. Bei drei Punkten Vorsprung würde dem ASV am Samstag ein Remis beim SV Herschberg reichen, um den größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu feiern. Zu diesem Spiel (Anpfiff 16:30 Uhr) erwägt der ASV, einen Bus für Fans bereitzustellen. Um planen zu können, werden Interessenten gebeten, sich bis heute Abend unter folgender Emailadresse fra64@t-online.de oder unter der Telefonnummer 06302 982520 zu melden.
Wie schon in den letzten Spielen, so kam beim ASV auch gegen die noch in Abstiegsgefahr schwebenden Eppenbrunner kein richtiger Spielfluss auf. Zwar versuchten die Gastgeber, das Heft in die Hand zu nehmen, doch die Gäste entpuppten sich als unangenehmer Gegner und hätten nach sechs Minuten in Führung gehen müssen, doch Christian Zarbel köpfte aus fünf Metern frei stehend über das Tor. Eppenbrunn machte zunächst einen gefestigten Eindruck, ließ den Ball ordentlich durch ihre Reihen laufen und schafften es häufig, in den Strafraum der Hausherren einzudringen. Insbesondere bei den gefühlvollen Eingaben von Spielertrainer Vladislav Dimitrov offenbarte der ASV ein ums andere Mal Abstimmungsprobleme im Deckungszentrum. Das Passspiel wollte bei den Gastgebern nicht so richtig gelingen, deshalb versuchten sie es häufiger mit langen Bällen, die aber zu ungenau gerieten und deshalb von der SG-Deckung relativ einfach abgefangen wurden. Die erste richtig gute Torchance für die Heimelf hatte Waldemar Schneider, doch Gästekeeper Ernst konnte seinen Schuss von der Strafraumkante parieren. Bei der zweiten Gelegenheit spielte der starke Christian Vollmer Fabian Schmitt frei, doch der schoss den Torwart an. Wenig später machte er es besser, setzte sich im Luftkampf gegen Torhüter und Abwehrspieler durch, bekam den Ball noch einmal vor die Füße und schob zum 1:0 ein. Das Spiel verlagerte sich jetzt zwar mehr in die Gästehälfte, doch richtige Befreiung brachte der Treffer noch nicht. Für die hätte Vollmer kurz vor dem Seitenwechsel sorgen können, doch nach guter Vorarbeit von Schmitt traf er frei stehend den Ball nicht richtig. Nach der Pause war das Spiel binnen fünf Minuten entschieden. Nach einem Einwurf hatte sich der ASV im Gästestrafraum festgesetzt, der Schuss von Schmitt wurde noch abgeblockt, fiel aber Schneider vor der Füße, und der hatte keine Mühe, zum 2:0 einzuschießen. Nach einem blitzschnellen Konter, bei dem Vollmer die aufgerückte Abwehr überspielte, hatte Marco Pertrusch freie Bahn und konnte zum 3:0 einschieben. Nach einer knappen Stunde wurde es kurzzeitig noch einmal unruhig im ASV-Lager. Alexander Matinski warf sich in einen Schuss aus kurzer Entfernung, hatte beide Arme angelegt, aber der Schiedsrichter entschied auf Hand und Platzverweis. Aber ASV-Keeper Philipp Heimler parierte den von Zarbel geschossenen Elfmeter. Die SG versuchte, die numerische Überzahl zu nutzen, doch die ASV-Defensive stand jetzt sicher und ließ nichts mehr zu. Im Gegenteil, den sich jetzt bietenden Raum nutzten die Hausherren zu Kontern. Der gerade eingewechselte Yannic Orschiedt traf nach Pass von Luka Karch in die lange Ecke zum 4:0. In der Nachspielzeit staubte er noch einmal zum 5:0 ab, nachdem Schneider am Torhüter gescheitert war. Für ASV-Trainer Jürgen Giehl war es ein Pflichtsieg. „Man merkt schon die Anspannung. Ärgerlich war die Rote Karte, die musste man nicht geben“, merkte er noch an. So spielten sie ASV Winnweiler: Heimler - Siebecker, Scharfenberger, Geißler - Matinski, Tim Giehl (61. Karch), Salice, Vollmer (77. Orschiedt) - Schneider - Petrusch, Schmitt (78. Jan Giehl) Tore: 1:0 Schmitt (31.), 2:0 Schneider (47.), 3:0 Petrusch (50.), 4:0 Orschiedt (78.), 5:0 Orschiedt (90.+3) - Gelbe Karten: Vollmer, Tim Giehl, Geißler - Dimitrov - Rote Karte: Matinski (57.) - Beste Spieler: Vollmer, Schneider, Scharfenberger - Holzer, Marinello, Stemmler - Zuschauer: 170 - Schiedsrichter: Kaufmann (Mainz).