Donnersbergkreis Elf Piraten stürmen das Becken

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„Ahoi – ganze Crew an Bord“, schallt es in den frühen Morgenstunden durch das Foyer im Kibo-Bad. Elf Kinder der Bewegungskindertagesstätte Gundersweiler, umringt von begleitenden Eltern und Großeltern, tragen das Gepäck der „Piraten-Crew“. Das Schwimmbadfest ist der Höhepunkt des Projektes von Sonja Weppler, Berufspraktikantin in der Kita. Im Rahmen ihrer Erzieherinnen-Ausbildung hat sie sich das Thema „KiGaGu-Piraten – ganze Crew an Bord: Förderung gruppendynamischer Prozesse und Interaktion bei vier- bis sechsjährigen Kindern“ vorgenommen.

Die Themeninhalte des Projektes hat Weppler gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. Schwerpunktmäßig sollte das Thema „Piraten“ nicht nur Wissenswertes über das Leben auf „hoher See“ vermitteln, sondern vielmehr das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder stärken und das Vermitteln sozialer Kompetenzen spielerisch aufgreifen. Das Fest im Kibo-Bad war der Wunsch der Kinder und wurde mit der Unterstützung von vielen Helfern möglich gemacht. „Claudia, isch bin heit moje ganz schnell aus dem Bett gesprung und hab mir mei Sache fer heit schun bereitgelegt, dass ich net verschloof“, sagt Anna stolz, schlüpft in ihre Badelatschen und stellt sicher, dass auch ihre Taucherbrille „wasserdicht“ auf dem Piratenkopf sitzt. Die Piratenmannschaft besetzt eine ganze „Bucht“ mit Liegestühlen und Handtuchgelage. Der fünfjährige Conner holt sich gleich seinen selbst gebastelten Piratenhut: „Des hun mer im Kinnergade gebaschdelt, nur nass werde derf er net“, weiß er zu berichten. Doch während sich alle Piraten an das Wasser im Kibo-Bad gewöhnen sollen, hat Fabians Hut schon dem stürmischen Aufwärmprogramm nicht standgehalten. Während Fabian längst die Piratenrutsche passiert hat, klebt sein Kopfschmuck noch an der Rutschfläche. Weppler lenkt geschickt zum Gemeinschaftsprogramm über: Alle Piraten waschen sich und organisieren in Zweiergruppen „Waschstraßen“, die vom Abwasch, Spül- und Trockengang allen Kindern viel Spaß machen. Glänzender Nebeneffekt: Die Piraten outen ihre Charaktere sehr schnell: Leon, Kea, Jana und Daniel schaufeln sich mit vollen Händen das Wasser direkt über den Kopf, während Mika, Alara und Jonathan den Waschgang eher mal vorsichtig einfädeln. A propos einfädeln: Mit der Zauberschnur und im Gänsemarsch absolvieren die Piraten nun den Landgang zum großen Becken. „Känne mer glei rüberschwimme?“, will Kea wissen, die erst kürzlich einen Schwimmkurs erfolgreich absolviert hat. Fabian und Leon fragen erst gar nicht und wagen den Sprung ins kühle Nass ohne Vorankündigung. Doch hier muss „Captain Weppler“ ganz klar an die Regeln auf dem Piratenschiff erinnern: „Nix geht ohne Erlaubnis des Captains, Leute“. Dann gibt`s Rettungsketten in die „Blubberbucht“, Schwimm- und Paddelwege, um die Schatztruhe der Piraten wieder aufzufüllen und zum großen Schluss die Königsaufgabe: Rutschen an der „Pythonschlangenrutsche“. Jonathan, einer der jüngsten Piraten an Bord, schnattert kräftig. Die nasse Piratenhose senkt die Temperaturen gehörig. Doch das will er sich nicht nehmen lassen. Die Crew feuert ihn an. „Los Joni“, ruft sein großer Freund Mika, „du schaffst das!“ Jonathan nimmt zweimal Anlauf. Noch einmal sichert er sich ab, ob seine Erzieherin Claudia auch wirklich am Ende der Rutsche steht und auf seine Ankunft vorbereitet ist. Dann holt er Schwung und rutscht die Schlange herunter bis ins kühle Nass. Was für eine Vorlage! Ganz klar, jetzt lassen sich die anderen Piraten auch nicht lumpen. Die Belohnung überreicht der zur Zeit verletzte „Piratenpräsident“ Thorsten Kohout, alias Schwimmmeister aus dem Erlebnisbad Rockenhausen: Urkunden, Piratenabzeichen für die Bade- und Bikinihosen und Piraten-Traubenzucker. Dann wird von Kindern, Helfern und Eltern das von den Erziehern liebevoll zubereitete Piraten-Buffet gestürmt. (red)

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