Donnersbergkreis Eine Schule wird zum Adventskalender

Einer der „Renner“ am Infotag der Realschule plus Winnweiler: selbstgebastelte Weihnachtskrippen.
Einer der »Renner« am Infotag der Realschule plus Winnweiler: selbstgebastelte Weihnachtskrippen.

Großen Anklang gefunden hat die Idee der Albert-Schweitzer-Realschule plus (ASR), den „normalen“ Tag der offenen Tür durch eine Informationsveranstaltung mit weihnachtlichem Flair zu ersetzen: Geschätzte 1000 Besucher sind am Samstag nach Winnweiler gekommen, um die vielfältigen, von Lehrern und Schülern in den vorangegangenen Projekttagen vorbereiteten Angebote unter die Lupe – und manche von ihnen auch mit nach Hause – zu nehmen.

Denn zum Programm gehörte auch ein eigener kleiner Weihnachtsmarkt, der mit selbsthergestellten Produkten bestückt worden ist. So haben flinke Händen aus gefalteten Notenblättern Notenengel und -weihnachtsbäume gezaubert, die schnell ihre Liebhaber fanden. Gleiches galt für die liebevoll gestalteten und bedruckten Papier-Engel, Fröbel- und Drahtsterne verschiedener Formen und Farben sowie Laubsägearbeiten. Besonders begehrt waren die Weihnachtskrippen. Dafür hatten Schüler im Wald Naturprodukte gesammelt – aus dünnen Zweigen, Moos, Laub und Baumfrüchten sind dann die vielgelobten und bewunderten Krippen entstanden, an denen auch etliche Flüchtlingskinder mitgewirkt haben. Ein Teil des Erlöses aus den Bastelarbeiten haben die Schüler für karitative Zwecke gespendet. In den dekorierten Klassenzimmern und Fachsälen bekamen die Gäste interessante Einblicke in die pädagogische Arbeit und den täglichen Unterrichtsablauf. Auf den Tag eingestimmt hatte sie die Gesangsgruppe der Schule mit gekonnt vorgetragenen Weihnachtsliedern. Wissenswertes rund um die Realschule plus erläuterte Schulleiter Torsten Edinger bei einer Führung durch das Gebäude. Viele Informationen gab es zum Konzept der Schule, in dem die Berufsorientierung einen hohen Stellenwert einnimmt. Vorgestellt wurde ferner die Schulsozialarbeit, daneben kam aber auch die Unterhaltung nicht zu kurz. In einem darstellenden Spiel wurde verdeutlicht, wie unterschiedlich Weihnachten sein kann. Einer der Beiträge: Yoga für den Weihnachtsmann. Verschiedene Popup-Gedichte gehörten ebenso zum Programm wie viele kulinarische Leckerbissen – von Waffeln bis hin zur Süßkartoffelsuppe. Der Nikolaus mischte sich unter die Besucher, verteilte Geschenke an alle (Noch-)Grundschüler und nahm sich reichlich Zeit für Fotowünsche. Schulleiter Torsten Edinger zeigte sich am Ende der vierstündigen Veranstaltung ebenso überrascht wie erfreut über die große Resonanz – nicht zuletzt über das Kommen zahlreicher ehemaliger ASR-Schüler. Ein großes Lob zollte er den Eltern, die ihre Kinder bei den Projekttagen unterstützt und zum Gelingen des Informationstages beigetragen haben. Ein besonderer Blickfang: In mühevoller Kleinarbeit hatten Schüler die großen Fensterscheiben zu Adventsfenstern umgestaltet. Viele Besucher blieben auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen und erfreuten sich an der künstlerisch ansprechenden Gestaltung. Auf Anregung der Schülervertretung und in Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium ist daraus die Idee für einen kreativen Wettbewerb entstanden: Aus dem Schulgebäude sollte ein überdimensionalen Adventskalender werden. Dazu hat Konrektorin Nina Gieser riesige Zahlen gebastelt, anschließend hatte jede Klasse die Aufgabe, ihr „Türchen“ – besser gesagt ihr Fenster – zu schmücken. Schülerverwaltung, Förderverein der ASR plus und Schulleitung haben eine Siegprämie von 120 Euro ausgelobt. Eine Jury – bestehend aus Mitgliedern der Schülervertretung, des Kollegiums, der Schulleitung und des Fördervereins – hat dann die Fenster bewertet. Platz eins ging an die Klasse 9 a, die nach Meinung der Juroren die Themen Weihnachten und Märchen schön miteinander verknüpft und zudem sehr sauber gearbeitet habe. Den zweiten Platz belegte die Ganztagsklasse mit ihrer Winterlandschaft, auf dem dritten Platz landete die Klasse 5 a mit ihren weihnachtlichen Motiven. Einen Sonderpreis heimste die Klasse 7 a für ihren kontrastreichen Sternenhimmel ein.

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