Donnersbergkreis Eine Operation für Alisa
Ein kleines Mädchen aus Kasachstan braucht dringend eine Operation ihrer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Verwandte, die in Kirchheimbolanden wohnen, bemühen sich, ihr mit einer Spendenaktion zu helfen.
Schön ist es für die vierjährige Alisa Bykovtseva, bei Tante Tatjana Moor in Kirchheimbolanden zu Besuch zu sein. Doch der Anlass des Besuches ist weniger schön für das Kind, denn ihre Großnichte wurde mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren. In Orenburg, im Westen Kasachstans, wo sie zu Hause ist, und in Moskau wurde sie bereits zweimal operiert, doch ohne Erfolg. Für Alisa bedeutet das eine erhebliche Belastung in ihrer Entwicklung. Sie kann keine feste Nahrung zu sich nehmen, das Sprechen funktioniert kaum, nur die engsten Vertrauten verstehen sie. Für ihre weitere Entwicklung müsste ihre Gaumenspalte schnellstmöglich geschlossen werden, doch der Spezialist in Moskau, dem sie vorgestellt wurde, lehnte eine weitere Operation ab. Sie könne frühestens mit zwölf Jahren nochmals operiert werden. In ihrer Verzweiflung wandten sich ihre Eltern Natalja und Vladislav Bykovtsev an ihre in Kirchheimbolanden lebenden Verwandten Tatjana und Sergej Moor, deren Tochter Melissa bereits als Baby erfolgreich am Gaumen operiert worden war und sich zu einem gesunden Kind entwickelt hat. Familie Moor nahm Kontakt zu ihrem damals behandelnden Arzt an der Mainzer Universitätsklinik auf, und der war bereit, sich ihre kleine Verwandte anzuschauen. Die Familie machte sich auf den weiten Weg und erhielt die für sie positive Nachricht, dass Alisa in Mainz mit zwei zeitnahen Operationen geholfen werden kann. „Der Arzt war schockiert, als er die Prognose der russischen Kollegen für Alisa hörte“, erklärt Tatjana Moor. „In Mainz könnte Alisa schon im Februar operiert werden, der Professor verzichtet auf sein Honorar, nur die Unterbringungs- und Reisekosten muss die Familie aufbringen.“ Doch das ist kaum zu leisten, da bereits die Kosten für den aktuellen Aufenthalt das schmale Budget der Familie gesprengt haben. Tatjana Moor wandte sich an die „Donnersberger Initiative für Menschen in Not“. „Da wir einen engen Bezug zu Russland haben und über die Verhältnisse dort gut informiert sind, ist es für uns keine Frage gewesen, Alisa und ihre Familie mit einem Spendenaufruf zu unterstützen“, sagt der Vorsitzende Jamill Sabbagh. Insgesamt werden rund 6000 Euro gebraucht. Familie Moor hat bereits in ihrem Umfeld gesammelt, auch ihre Tochter will bei ihren Freunden in der Schule für ihre kleine Verwandte sammeln. „Wenn das Geld zusammenkommt, dann können Alisa und ihre Eltern im Februar wiederkommen und Alisa kann in Mainz operiert werden. Alle Spenden sind per Einzahlungsbeleg absetzbar, für Summen über 200 Euro wird von der Initiative eine Spendenquittung erstellt“, erklärt Jamill Sabbagh. Er hält über Familie Moor den Kontakt zu Alisa und ihrer Familie und zu den behandelnden Ärzten in Mainz, die bereits von ihrer Seite die Formalitäten für eine erneute Einreise zur Behandlung abwickeln. Auch für weitere Informationen stehen er und Familie Moor zur Verfügung. Spendenkonto Spenden können auf das Konto der Donnersberger Initiative für Menschen in Not bei der Sparkasse Donnersberg unter Angabe des Verwendungszwecks „Alisa“ eingezahlt werden. IBAN: DE 13 540 519 90 00 300 11 001.