Donnersbergkreis Eindrucksvoll die Negativserie beendet

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Winnweiler. Schafft der ASV Winnweiler über den Umweg Aufstiegsspiele doch noch den Sprung in die Verbandsliga? Die Basis hat er auf jeden Fall geschaffen. Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg gestern gegen den VfR Wormatia Worms II würde im Rückspiel am Mittwoch um 19 Uhr in Worms ein Unentschieden reichen.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Man hat gemerkt, was auf dem Spiel steht“, atmete ASV-Trainer Jürgen Giehl nach dem Schlusspfiff erst einmal durch. Kein großer Jubel, erreicht ist mit dem Sieg ja noch nichts, erst muss sich der ASV noch im Rückspiel beweisen. Und das wird schwer genug, wie die Gäste weit über 90 Minuten vor großer Kulisse gezeigt haben. Die Reserve des rheinhessischen Traditionsklubs, durchweg mit jungen Leuten besetzt, präsentierte sich als spiel- und laufstarke Mannschaft, die den Ball sehr ordentlich durch ihre Reihe laufen lassen kann. So benötigten die Hausherren vor allem in der Defensive eine sehr konzentrierte Leistung, um den Schwung der Gäste zu bremsen. Und die konnten sie, trotz der Nackenschläge in den letzten Wochen, abrufen. Obwohl Innenverteidiger Marcello Salice schon nach einer Viertelstunde verletzungsbedingt raus musste, lösten die anschließenden Umstellungen keinerlei Unsicherheit aus. Der schon vorher als zentraler Mittelfeldspieler starke Luka Karch rückte in die Innenverteidigung und wurde neben Kapitän Christoph Scharfenberger zu einer tragenden Säule in der Abwehr. Nach vorne ging allerdings nicht viel. Die Gäste agierten in ihrem Defensivverband sehr beweglich und ließen den Offensivkräften des ASV keinen Raum, so dass in der ersten Hälfte ein Kombinationsspiel jenseits der Mittellinie kaum stattfand. Kein Wunder also, dass die einzige echte Torchance der Hausherren aus einer Freistoßflanke von Waldemar Schneider entstand, und Gästetorhüter Dominik Müller den Kopfballaufsetzer von Scharfenberger mit einem Reflex um den Pfosten drehte. Die Gäste wirkten zielstrebiger und hatten mit Jan Marvin Dell einen omnipräsenten Antreiber. Der prüfte mit einem Freistoß auch erstmals Torhüter Philipp Heimler. Vor der Chance für den ASV hatten die Gäste eine Doppelchance, bei der Heimler zunächst einen Schuss von Markus Moh Amar aus spitzem Winkel zur Ecke klärte und dann auch beim Schuss von Mario Basyouni auf dem Posten war. Nach einer guten halben Stunde lag der Ball dann im Netz der Hausherren, doch der gute Schiedsrichter Baumgartl verweigerte zu Recht die Anerkennung. Heimler war schon am Ball, bevor Moh Amar einschoss. Dann probierte es Marc Bullinger mit Windunterstützung mit einem Freistoß aus 35 Metern, doch auch hier stand Heimler sicher. Nach dem Seitenwechsel hatten jetzt die Gastgeber den Wind im Rücken, und Scharfenberger probierte es gleich mal mit einem Heber aus fast 50 Metern, doch der fiel knapp hinter das VfR-Tor. Für die Wormatia scheiterte Basyouni nach einer weiten Flanke am Fuß von Heimler. Allmählich fand Winnweiler die ein oder andere Lücke und tauchte jetzt öfter vor dem Tor der Gäste auf. Ein Schrägschuss von Fabian Schmitt rutschte nur knapp am langen Pfosten vorbei. Und dann etwas überraschend die Führung. Eine wenig gefährlich wirkende Freistoßsituation aus dem Halbfeld, Vollmer flankte vor das Tor, und Scharfenberger zwirbelte die Kugel relativ ungedeckt per Kopf in die lange Ecke zum umjubelten 1:0. Auch in der Schlussphase waren die Abwehrreihen konzentriert, und so blieb es bei dem einen Treffer. VfR-Co-Trainer Marco Stark hatte es geahnt: „Mir war klar, dass heute ein Tor nur nach einem Standard fällt. Leider hat es uns getroffen. Insgesamt waren wir mit der Leistung unserer Mannschaft nicht unzufrieden. Jetzt müssen wir auf das Rückspiel hoffen.“ „Ich bin froh, dass wir die Negativserie der letzten Wochen durchbrochen haben, das war wichtig für das Selbstvertrauen. Am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft“, war Jürgen Giehl erleichtert. So spielten sie ASV Winnweiler: Heimler - Geißler, Salice (16. Orschiedt, 75. Farsch), Scharfenberger - Karch, Hertel (84. Schönmaier) - Matinski, Schneider, Vollmer - Petrusch, Schmitt Tor: 1:0 Scharfenberger (74.) - Gelbe Karten: Scharfenberger - Rose - Rote Karte: Nagy (Wormatia 90.+2) - Beste Spieler: Scharfenberger, Karch, Schneider, Heimler - Dell, Nagy, Bullinger - Zuschauer: 700 - Schiedsrichter: Baumgartl (Lustadt).

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