Donnersbergkreis „Ein tolles Angebot für die Bewohner“

Sorgte für Schmunzeln: Hausschwein Rosa, hier mit „Frauchen“ Jana Kettenring.
Sorgte für Schmunzeln: Hausschwein Rosa, hier mit »Frauchen« Jana Kettenring.

Das Hausfest an der Wohnanlage von Zoar an der Prinzenstraße in Winnweiler ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Senioreneinrichtung. Dieses Jahr stand das ganztägige Fest unter dem Motto „Bauernmarkt“. Entsprechend waren dann auch die Abläufe und Präsentationen.

„Es ist eines der Feste, zu dem neben den Angehörigen auch die Bevölkerung eingeladen ist“, erklärt Einrichtungsleiterin Angelika Gehring. An einem solchen Tag können die Menschen einen Blick in die Einrichtung werfen und sich über die Arbeit im Haus informieren. Kontakte können zu den Bewohnern aufgenommen werden, und es kann auch schon ein Schritt in einen späteren Lebensabschnitt sein. Die Wohnanlage in Winnweiler verfügt über 77 Betten, die meistens belegt sind. „Das Hausfest ist aber auch eine Abwechslung im Alltag der Bewohner“, sagt Gehring weiter. Dabei können Kontakte zur Außenwelt geknüpft oder gar vertieft werden. In Anlehnung an das Motto gestalten die Seniorinnen und Senioren das Programm mit. Teils durch Liedvorträge, kleine Gedichte oder gar Sketche. Um diesen Aktionstag meistern zu können, bedarf es einer durchdachten Vorbereitung und eines Organisationstalents. „Etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in die umfangreichen Arbeiten eingebunden“, erzählt Pflegefachkraft Hedwig Reindel. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigen die strahlenden Gesichter der Bewohner. Das lassen sie auch das Personal spüren, die über den Arbeitsvertrag hinaus für die Menschen in dieser Einrichtung sorgen. „Dieser Tag ist sehr gut vorbereitet und ein tolles Angebot für die Bewohner“, lobte Martina Leib-Herr, Vorstand für den Fachbereich Altenhilfe und zentrale Dienstleistungen im evangelischen Diakoniewerk Zoar. Es sei schon eine besondere Leistung, ein solches Fest zu organisieren. Das schätzten auch die Bewohner an diesem Tag durch lobende und dankende Worte. Begonnen hat das Hausfest mit einem Gottesdienst, gestaltet vom protestantischen Pfarrer Joachim Walker, dem Seelsorger in den Zoar-Einrichtungen. In seiner Predigt ging er auf das Motto ein und dass ein Bauernmarkt die Grundlage für das Miteinander und Wohlergehen sein kann. Er sprach zudem den Bewohnern und Betreuern Mut zu, und mit seinen aufmunternden Worten versprühte er Lebensfreunde. Den Psalm 23 trug Hedwig Reindel in pfälzischer Sprache vor, eine nicht einfache Aufgabe. Unterhalten haben die „Tanzmäuse“ aus Rockenhausen. Von der Arbeit vor Ort überzeugte sich für die Ortsgemeinde Winnweiler deren erster Ortsbeigeordneter Bernd Reinecke-Franck. Einen Appell hatte die Leitung an die Bevölkerung. „Alle Menschen sind eingeladen zu einem Besuch in unserem Haus, und wir wären sehr dankbar, wenn für solche Anlässe Programmvorschläge eingebracht werden“, betonte Einrichtungsleiterin Angelika Gehring. Außerdem dürfen sich die Menschen auch in Veranstaltungen einbringen. Schon jetzt gäbe es engagierte Ehrenamtliche, die am Gelingen des Hausfestes einen großen Anteil haben. Mit dem Besuch des Hauses wird auch eine gewisse Wertschätzung ausgedrückt. Ganz im Sinne des Mottos war das Gelände um den Gebäudekomplex gestaltet. Dabei wurden Erinnerungen an frühere Zeiten wach. Beispielsweise beim Betrachten der Dezimalwaage und der geflochtenen Körbe. „Sieh mal, ein Waschbrett“, sagte eine Bewohnerin beim Spaziergang durch die historischen Gegenstände. „Da ist ja noch ein Butterstoßer“, ergänzt ihre Mitbewohnerin. Gepresstes Stroh und Heu werten die Aufstellung ebenso auf wie Kartoffeln und Gemüse. Die Männer interessieren sich für den historischen MAN-Schlepper und diskutieren über dessen Baujahr und Motorleistung. Gestreichelt werden konnte auch, zwei Hasen genossen die vielen Streicheleinheiten. Und plötzlich marschierte das Schwein „Rosa“ über das Gelände und genoss die aufgegangene Sonne. „Es ist unser Hausschwein“, erklärt Jana Kettering, die das zahme Tier aus Otterberg gebracht und somit das Hausfest auf eine ganz besondere Art aufgewertet hat. Mit trockenem Brot wurde es gefüttert und war plötzlich der Star des Tages.

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