Fussball
Ein Spiel des TuS Rüssingen zum Abhaken
Das Spiel sollten die Rüssinger schnell abhaken. Vor 245 Zuschauern dominierte der SC Idar-Oberstein. Das gab auch TuS-Coach Sari später zu, der wegen seiner Sperre erneut nur als Zuschauer dabei war: „Wir hatten gegen diesen Gegner eigentlich keine Chance. Idar-Oberstein hat eine Mannschaft mit so viel Klasse. Ich denke, dass die am Ende auch aufsteigen werden.“
Sari kritisierte aber auch erneut sein Team für unnötige Patzer, die es dem SC leicht machten, zum Torerfolg zu kommen. Er sagte: „Wir machen einfach zu viele individuelle Fehler. Wenn wir das nicht abstellen, dann wird es wirklich schwer, in der Verbandsliga mitzuhalten.“ Als Beispiel nannte Sari die Szene vor dem zweiten Gegentreffer. Halil Anli hatte für Rüssingen den Ausgleichstreffer zunächst auf dem Fuß, der Ball ging aber nur an den Torpfosten. „Und quasi im Gegenzug machen wir dann hinten aber so was von einem katastrophalen Fehler und bekommen das 0:2.
Blick nach vorne
Dieses Gegentor war dann auch psychologisch schwer, die Köpfe gingen bei den Jungs herunter“, so der Coach, der betonte: „Wir haben danach versucht, den Spielstand zu verwalten. Aber zwei weitere schwere individuelle Fehler haben dann noch zu weiteren Gegentoren geführt.“ Sari machte nach Spielschluss klar: „Wir müssen gegen andere Mannschaften unsere Punkte holen. Die Niederlage zuletzt zu Hause gegen den FC Speyer hat mich viel mehr geärgert. Denn die waren schwach, und da haben wir die Punkte leichtfertig hergegeben.“
Für den SC Idar-Oberstein erzielten Lennert Arend (8.) und gleich viermal Florian Zimmer (34., 38., 80, 84.) die Tore. Das 5:0 war ein verwandelter Foulelfmeter. Bis auf den Pfostentreffer kam von Rüssingen in der Offensive nicht viel.
„Vier Niederlagen in den ersten fünf Spielen, das liest sich schon bitter. Aber ich denke, wir haben das Potenzial, die Liga zu halten. Wir müssen eben weiter hart arbeiten“, sagte Sari, der vor dem Spiel in Idar-Oberstein eine positive Nachricht hatte. So hat der TuS mit Tolga Karlidag einen Defensivspezialisten verpflichtet, der im Juli vom Mannheimer Landesligisten FC Türkspor zum hessischen Klub Sportfreunde Heppenheim gewechselt, nach dessen Rückzug zu Saisonbeginn aber ohne Klub war. „Wir mussten auf der Innenverteidigerposition etwas machen, und Tolga kann uns weiterhelfen.“, sagte Sari. Vom FC Speyer kommt außerdem Blendoar Kryeziu. „Ein typischer Sechser“, so der Rüssinger Coach.
So spielten sie
Dragota - Itani, Hasa, Kryeziu - Maier, (46. Nikoy), Dalwy (46. Özkiper), Heil, Köroglu, Güven - Sonko (71. Buga), Anli (62. Kanik).