Volleyball
Ein perfekter Heimspieltag für die Damen der TuS Alsenz
Einige Alsenzer Spielerinnen waren am Samstagmittag ziemlich aufgeregt. Aber das lag nicht nur an den beiden Spielen gegen direkte Konkurrenten um den Vizemeistertitel. Drei TuS-Volleyballerinnen hatten nämlich noch einen Auftritt bei der Alsenzer Karnevalssitzung am Abend. Eine, die nach den beiden Partien in der Halle der Nordpfalzschule noch mit einer Showtanzgruppe auf der Bühne stand, war Emily Linn. „Alles halb so wild“, sagte die 30-Jährige und betonte schmunzelnd: „Unser Trainer hat ein bisschen übertrieben, als er sagte, dass wir zwei bis drei Stunden zum Schminken brauchen. Wir haben auch vorher alle zwei Spiele mitgemacht.“ Außer der erfahrenen TuS-Spielerin waren am Abend Christina Schumacher und Emilia Heller bei der Karnevalssitzung im Einsatz. Letztere hatte ihre Haare schon entsprechend gemacht und feuerte die Teamkolleginnen von der Ersatzbank an.
Glatter Sieg gegen Simmern
Emily Linn selbst glänzte mit starken Angaben und fast fehlerfreiem Spiel im Feld. Die Alsenzer Damen, die vor dem Spieltag auf dem sechsten Tabellenrang lagen, gewannen ihr erstes Spiel gegen BGV Simmern glatt mit 3:0. Den ersten Satz entschieden die TuS-Akteurinnen mit 25:17 für sich. Die Fehlerquote bei Simmern war hoch. Die Alsenzerinnen machten das ziemlich ordentlich, patzten selbst kaum bei der Annahme, blockten stark und brachten dann auch ihre Angriffsschläge ins Ziel. Satz zwei ging ebenfalls mit 25:17 an die Nordpfälzerinnen.
Im dritten Abschnitt führten die Alsenzerinnen dann schnell mit 12:6 und gewannen letztlich ungefährdet mit 25:19 auch diesen Durchgang und damit das Spiel. „Das war wirklich super. Somit haben wir die Revanche für die Hinspielniederlage in Simmern geschafft“, freute sich Linn, die betonte: „Wir haben das wirklich gut gemacht.“
Trainer Heß überrascht
Nach 60 Minuten war die erste Partie am Samstag vorbei. Für die zweite Begegnung gegen den Ligazweiten TuS Gaulsheim rechnete der Alsenzer Coach Peter Heß mit einer längeren Spieldauer. Doch seine Damen überraschten ihn. Auch die zweite Begegnung war schon nach einer knappen Stunde vorbei. Die Alsenzerinnen besiegten auch das favorisierte Team aus Gaulsheim, das in Bestbesetzung angetreten war, glatt mit 3:0. „Der 25:21-Erfolg in Satz eins hat den Gaulsheimerinnen den Zahn gezogen“, befand Heß. Tatsächlich lief es für die Alsenzerinnen danach doch recht einfach. Mit 25:12 und 25:19 feierten die TuS-Spielerinnen einen weiteren Kantersieg. „Dass wir zweimal so klar gewinnen, ist für mich absolut überraschend. Aber natürlich eine tolle Sache“, sagte Coach Heß nach dem Doppelerfolg.
Noch zweimal auswärts
Von 14 Saisonspielen haben die Alsenzerinnen in der aktuellen Rheinhessenliga-Saison neun gewonnen. Der Coach ist damit absolut zufrieden. Er sagte: „Aufstieg war vor der Runde kein Thema. Und ehrlich gesagt, ist eine Liga höher schon eine Hausnummer.“ Möglich ist der Aufstieg aber noch. Die Alsenzerinnen haben noch zwei Auswärtsspiele. Am Sonntag, 25. Februar, beim VC 2000 Bad Kreuznach und am Sonntag, 17. März, beim Aufstiegsfavoriten TGM Mainz-Gonsenheim IV.
„Klar ist, dass wir momentan schon viele ältere Spielerinnen im Kader haben. Ich weiß nicht, wie lange das noch gut geht“, sagt Hess. In dieser Saison hat der Coach vier 16-Jährige in die erste Damenmannschaft eingebaut. „Aber allein kann man die jungen Spielerinnen noch nicht lassen. Ich denke, dass wir auf längere Sicht weiter eine Mannschaft stellen können, aber eben in einer niedrigeren Klasse“, sagte er. Dennoch: Einen möglichen Aufstieg in dieser Saison schloss Heß am Samstag nicht aus.
Lange Pause bis zum nächsten Heimspiel
Das nächste Pflichtspiel in der eigenen Halle haben die Alsenzer Volleyballerinnen somit erst wieder im September dieses Jahres. „Früher gab es ja zwischen März und September immer wieder Turniere. Aber mittlerweile ist Beachvolleyball das große Ding. In der Halle wird kaum mehr was gemacht“, sagte Heß. Und das „Beachen“, so wie es in der Volleyballszene genannt wird, hat bei den Alsenzer Damen offenbar nicht so den Anklang gefunden. „Vielleicht wird das bei den jüngeren Damen ein Thema, mal schauen“, sagte der Coach, der seinen Karnevalsdamen nach den beiden erfolgreichen Partien ganz fest die Daumen für die Auftritte drückte.