Donnersbergkreis Ein neuer, gemeinsamer Hochbehälter

Die Gemeinden Finkenbach-Gersweiler und Waldgrehweiler bekommen einen neuen, gemeinsam betriebenen Hochbehälter. Erste Aufträge hat der Zweckverband Wasser-Versorgung Westpfalz in seiner jüngsten Versammlung vergeben.
Wie Verbandsvorsteher und VG-Bürgermeister Arno Mohr informierte, wird der neue Hochbehälter für die Sicherstellung der Wasserversorgung in beiden Gemeinden gebaut. Dieser soll ein Speichervolumen von rund 250 Kubikmetern haben und in der Nähe des alten Hochbehälters bei Finkenbach-Gersweiler errichtet werden. An den beiden alten Behältern nagte der „Zahn der Zeit“, so Mohr. Sie stammen noch aus der Anfangszeit der erstmaligen Wasserversorgung in beiden Gemeinden. Weil sich die Höhenlage der beiden alten Hochbehälter um rund 14 Meter unterscheidet, wird für die Wasserversorgung in Finkenbach-Gersweiler zusätzlich ein neuer Übergabeschacht gebaut, in dem die Einrichtungen für die Druckminderung und die Wassermessung installiert werden. Die beiden alten Hochbehälter werden nach dem Neubau zurückgebaut, sollten die Ortsgemeinden sie nicht für andere Zwecke behalten wollen. Die Rohbauarbeiten übernimmt eine Kaiserslauterer Baufirma. Sie gab das wirtschaftlichste Angebot zum Preis von rund 708.000 Euro brutto ab, zwei weitere Firmen beteiligten sich am Wettbewerb. Drei Angebote lagen auch für die Verlegung der Wasserleitungen und für die Übergabestation vor. Hier kam das günstigste Angebot von einer Firma bei Kaiserslautern, die rund 277.000 Euro für die Arbeiten veranschlagte. Für die maschinelle und elektrische Ausrüstung der Hochbehälter und der Übergabestation war eine Firma aus Nordrhein-Westfalen mit rund 163.000 Euro günstigste Anbieterin. Mohr teilte mit, dass Förderanträge beim Umweltministerium gestellt seien. Er gehe davon aus, dass sie wie in der Vergangenheit bei ähnlichen Projekten positiv beschieden werden. Der Zweckverband Westpfalz versorgt rund 75.000 Menschen in 127 Gemeinden mit Wasser in der Nord- und Westpfalz über die jeweiligen VG-Werke. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung hält der Verband derzeit 117 Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 42.000 Kubikmetern vor. Da hierfür viel Unterhaltungsaufwendungen nötig seien, „haben wir vor Jahren schon ein Konzept erarbeitet, auf welche Hochbehälter unter Beachtung der Versorgungssicherheit und der Vorhaltung für Löschwasserzwecke verzichtet werden kann und auf welche nicht“, erklärte Mohr. In Finkenbach-Gersweiler und Waldgrehweiler wurde entsprechend geprüft, ob die Hochbehälter künftig gemeinsam betrieben werden können. So konnten bislang rund zehn alte Hochbehälter aufgegeben werden. |red