Donnersbergkreis Egal wie viel, die Oma zahlt

91-94836801.jpg

„Die Welt zu Gast in Dielkirchen“, unter diesem Titel hatten die Gastgeber zu ihrem diesjährigen Sitzungsball eingeladen. An dem wohl ereignisreichsten Samstag der Fasnacht 2017 im Donnersbergkreis, feierten die Dielkirchener im kleinen Kreis. Ausgelassene Stimmung und ein großartiges Programm wurden an diesem Abend dargeboten. Alois Fuchs kündigte souverän jeden Akteur an und führte die Zuschauer durch den Abend.

Elke Mayer als Schulmädchen „Julche vum Sonneberg“ hatte einiges aus ihrem Leben zu berichten: Ihr Vater gehe in ein Seminar, bei dem es um die Männergrippe geht oder besser gesagt um die „Angst vor der Todesgefahr“. Mit ihrer Oma muss sie Stoff für ihre Schuluniform kaufen. Der verlangte Preis vom Stoffhändler: „Einen Kuss von der jungen Dame!“ Da nimmt sie doch gleich sieben Meter und weist den schon zum Kuss bereitstehenden Verkäufer mit der Bemerkung ab: „Die Oma bezahlt.“ Dass der Pfarrer in Dielkirchen keine Ahnung von der Fortpflanzung habe, erklärt Julche anhand einer Geschichte. Als sie nämlich den Stier durchs Dorf zur deckbereiten Kuh führen muss, fragt der Pfarrer, ob dies denn nicht ihr Vater besorgen könne. Als Gourmet erzählt Uwe Barkanowitz von seinem Essen in einem Sternerestaurant: Die Portionen sind so klein, dass er völlig hungrig den Zettel am Ende des Menüs isst. Jan Fellner, der bei seinem ersten Auftritt an diesem Abend als Wolfgang Petry die Bühne bezwang und das Publikum unterhielt, kam dann später in der Rolle eines Vaters zurück. „Vater“ Jan Fellner erzählte auf humoristische Weise die ersten Tankversuche seiner Tochter. Tänze dürfen bei einer solchen Veranstaltung natürlich auch nicht fehlen: Gleich drei verschiedene Tanzgruppen kamen aus Katzenbach und Rockenhausen. Zu Unheiligs „Komm geh’ mit mir zum Meer“, tanzten die Katzenbacher „Butterflys“ neben einem fahrenden Boot, auf dem eine der Tänzerinnen stand, als Wellen in blaue Capes gehüllt. Als die Mädchen die Capes ablegten, verwandelten sie sich in wunderschöne Meerjungfrauen aus Atlantis. Auch die zweite Gruppe aus Katzenbach, „Stardust“, erzählte eine Geschichte: Die Affen tanzten zu Beginn mit „Dschungelforschern“ um einen schlafenden Löwen, passend zu dem Lied „The lion sleeps tonight“. Aus den Tieren und Forschern werden dann im weiteren Verlauf des Tanzstücks Waldnymphen. Die „Rock Queens“ aus Rockenhausen spielten tänzerisch „Super Mario“. Als Zugabe ließen sie dann noch ein weiteres Retro-Spiel zum Leben erwachen: Pac-Man, der einen der Geister verfolgt. Obligatorisch zum Schluss kam dann das Männerballett mit dem merkwürdigen Namen „7.1“. Dieses hatte es aber in sich. Selten sieht man ein solch tänzerisches Talent in einem Männerballett. Als Ritter aufwändig kostümiert, traten die Männer ein. Als diese dann die Helme ablegten, erkannte man eine Frau im Ensemble. Nun aber verstand man aber die ungewöhnliche Bezeichnung „Männerballett 7.1“ – eben sieben Männer und eine Frau. Männer konnten sich in jedem Fall sehr gut bewegen. Den bekannten „Macarena-Tanz“ bauten sie auch gekonnt in ihre Choreographie ein. Als Soldaten gekleidet tanzten sie abschließend und als Zugabe zu „Captain Jack“. |gom

x