Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Dritte Halbzeit: Nach Ramsens Trainer geht nun auch der Kapitän

Ramsens Kapitän und Abwehrchef Luca Heilmann (blaues Trikot) hat sich einen neuen Verein gesucht. Am Wochenende gab er sein Debü
Ramsens Kapitän und Abwehrchef Luca Heilmann (blaues Trikot) hat sich einen neuen Verein gesucht. Am Wochenende gab er sein Debüt im Dress der TSG Eisenberg gegen den VfR Friesenheim.

In der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg musste der TuS Ramsen am vergangenen Wochenende eine bittere 3:4-Heimniederlage gegen den SV Katzweiler einstecken. Zusammen mit dem Pokalaus gegen den SV Alsenborn (0:2) war es bereits die vierte Pleite in Folge. Seit der Klub Trainer Marco Kroneberger freistellte, konnte der TuS kein Spiel mehr gewinnen. Nun haben auch Spieler das Team verlassen. Beispielsweise Luca Heilmann, der zuletzt als Kapitän fungierte und in den ersten Saisonspielen in der neuen Spielklasse, die für Ramsen erfolgreich verliefen, als Abwehrchef fungierte. Heilmann hat, wie übrigens auch der Ex-Ramser Oliver Lemm, bei der TSG Eisenberg angeheuert. Beide gaben beim 1:1 der Sandhasen in der A-Klasse-Rhein-Pfalz-Begegnung gegen den VfR Friesenheim, ihr Debüt im Dress ihres neuen Klubs. „Ich bin zwei Jahre in Ramsen gewesen, wir sind ja in der vergangenen Saison aufgestiegen. Das war eine super Zeit“, sagte Heilmann und machte klar: „Es ist mir sehr schwer gefallen, von dort wegzugehen. Auch weil zu Rundenbeginn alles super war. Plötzlich hat der Verein Trainer Marco Kroneberger entlassen. Es gab keine Begründung. Danach habe ich mich entschlossen wegzugehen.“ Der Steinborner will nun mit der TSG, für die er schon in der Jugend spielt, Erfolge feiern.

ASV-Jugend: Nach Elferkrimi kommt der FCK

„Wir waren fast schon draußen“, blickt Winnweilers A-Junioren-Trainer Blerim Spahiu auf den vergangenen Mittwochabend zurück. Der FJFV Donnersberg musste im Elfmeterschießen nur noch verwandeln und wäre durch gewesen. Doch Marc Mieger hatte etwas dagegen. Der ASV-Keeper parierte diesen Elfmeter genauso wie wenig später den allerletzten. Es war der Schlusspunkt eines dramatischen Verbandspokalderbys auf dem Göllheimer Kunstrasen zwischen dem gastgebenden FJFV und Landesliga-Konkurrent ASV. Mieger avancierte zum Matchwinner – wie schon öfters in seiner Junioren-Laufbahn, gerade im Pokal.

„Es war ein faires und großartiges Spiel. Am Ende hatten wir körperliche Vorteile und wollten das Weiterkommen mehr als der Gegner“, so Spahiu, dessen Team Mitte der zweiten Halbzeit schon einmal auf der Verliererstraße zu sein schien. Der FJFV drehte zu diesem Zeitpunkt den frühen Rückstand durch Treffer von Felix Ulrich (30.), Maximilian Selz (47.) und Lucas Müller (65.) in eine 3:1-Führung. „Wir haben dann auf Dreierkette umgestellt, alles nach vorne geworfen und nicht aufgegeben“, freute sich Spahiu, dass seine Jungs nochmals zurückkamen. Mats Böcher, bereits Torschütze zum 0:1, hievte seine Farben durch seinen Doppelschlag (72., 87.) zum Ausgleich in die Verlängerung. In dieser jubelte zunächst der ASV. Justin Kihm (104.) traf per Strafstoß zum 3:4, ehe der eingewechselte Yilmaz Tandogan den Donnersbergern noch das Elfmeterschießen bescherte. In diesem nahmen beide Teams jeweils neunmal Maß – bis Mieger für den großen Jubel sorgte. FJFV-Coach Volker Kremer sah „ein Spiel auf Augenhöhe mit abwechselnden Vorteilen. Wir sind nicht ins Spiel gekommen, haben uns nach dem Gegentor aber aufgerappelt und von der 20. bis 70. Minute dominiert. Dann konnten wir hauptsächlich aus konditionellen Gründen dem ASV nicht mehr Paroli bieten.“ Seine Jungs seien stark am Limit gewesen, gestalteten die Verlängerung dennoch ausgeglichen. Kremer, der den Jahrgang schon sehr erfolgreich seit den D-Junioren begleitet, zum Elfmeterschießen: „Der ASV hatte am Schluss die besseren Schützen.“

Für den 40-jährigen Spahiu, der zuvor die E- und D-Junioren des JFV Nord-West-Pfalz trainierte, ist das Erreichen der zweiten Runde eine „Riesengeschichte“. Denn am kommenden Mittwoch, 11. September, gastiert kein geringerer als der 1. FC Kaiserslautern am Rauhen Weg. Erstmals in der Vereinsgeschichte treten die Winnweilerer A-Junioren in einem Pflichtspiel gegen den Bundesligisten vom Betzenberg an. Duelle in der E- und D-Jugend gab es schon öfters. In bester Erinnerung bleibt Martin Becker, bis zum Sommer Jugendtrainer beim ASV, die E-Jugend-Partie vom 22. Oktober 2011: Winnweiler holte überraschend ein 1:1 beim FCK. „Heute spielt fast noch die Hälfte der damaligen Spieler beim ASV. Und auch beim FCK sind einige bekannte Spieler dabei. Wie zum Beispiel Kenan Dogan aus Kirchheimbolanden oder Fritz Reisinger, der Sohn des ehemaligen ASV-Stürmers Andy Reisinger.“

Blerim Spahiu, der mit seiner Truppe perfekt in die neue Landesliga-Saison gestartet ist (drei Spiele, drei Siege) blickt dem „Highlight-Spiel“ mit Vorfreude entgegen. Der FCK steht in der Bundesliga Süd/Südwest nach vier Partien und sechs Punkten auf einem guten Mittelfeldplatz.

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