Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Dritte Halbzeit: Derbysieger SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg

Luftkampf im Derby: Der Winnweilerer Moritz Becker (links) gegen Christian Betz von der SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg.
Luftkampf im Derby: Der Winnweilerer Moritz Becker (links) gegen Christian Betz von der SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg. Foto: Loeffel

Bezirksliga I: Fehler ausgenutzt

Die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg ist im Bezirksliga-Derby gegen den ASV Winnweiler ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die Mannschaft von Alexander Raab gewann vor 260 Zuschauern auf dem Sportplatz in Stahlberg mit 3:0 gegen das Tabellenschlusslicht. „Man hat die Brisanz dieses Donnersberg-Derbys schon gespürt“, befand der Finkenbacher Betreuer Klaus Schneider, der betonte: „Winnweiler wollte etwas holen. Aber letztlich war es dann doch sein sehr einseitiges Spiel. Wir haben die kompletten 90 Minuten eigentlich die Partie beherrscht und dann auch hochverdient mit 3:0 gewonnen.“ Christian Stock (28.) und Steven Huff (42.) trafen für den Aufsteiger im ersten Durchgang. In der zweiten Spielhälfte machte die SG dann mit dem 3:0 durch Nils Raab in der 78. Minute alles klar. „Insgesamt war es ein sehr faires Spiel“, befand Schneider nach dem Erfolg seiner Mannschaft, die in der Tabelle auf den siebten Rang kletterte.

Der ASV Winnweiler hält somit weiter die Rote Laterne in der Bezirksliga Westpfalz. „Wir sind schon ungünstig in die Partie gegangen. Wir mussten sehr viele Spieler ersetzen, drei Viertel der Mannschaft waren nicht da“, sagte ASV-Trainer Gerd Hanauer. Alex Günther hatte sogar in der 1. Spielminute die große Chance, Winnweiler in Führung zu bringen. Er vergab allerdings. „Wenn wir da das 1:0 machen, dann könnte es vielleicht anders laufen. Aber die robuste Gangart des Gegners hat unseren jungen Spielern viele Probleme bereitet. Letztlich hat Finkenbach unsere Fehler ausgenutzt“, sagte Hanauer nach der siebten Saisonniederlage im achten Spiel.

Die kleine Euphorie nach dem 4:2-Auswärtssieg beim FV Weilerbach ist mittlerweile wieder verpufft. „Ja, danach haben wir leider wieder klare Niederlagen kassiert. Schade, ich dachte dann aber, dass wir nach dem sehr guten Spiel in der vergangenen Woche zu Hause gegen den SC Weselberg (1:3) unsere Form von diesem Weilerbach-Sieg wieder gefunden hätten. Aber bei so vielen Ausfällen war gegen Finkenbach eben leider nicht mehr drin“, so Hanauer.

Der ASV Winnweiler muss bereits am heutigen Mittwochabend, 19.30 Uhr, wieder ran und bei der TSG Trippstadt antreten.

Bezirksliga II: Spät aufgewacht

Mit ordentlich Verspätung ist der TuS Steinbach am Sonntag ins Spitzenspiel der Bezirksliga beim SV Hinterweidenthal gestartet und brauchte dazu beim 1:1 (1:1) auch noch eine herzliche Einladung des Gastgebers. Als SVH-Mittelfeldspieler Marc Kaufmann Steinbachs Danny Müller unsanft und ohne Not von den Beinen holte, verwandelte Enes Ülkü, Toptorjäger des TuS, in der 43. Minute den fälligen Strafstoß. Vor 350 Zuschauern im Kerwespiel Hinterweidenthals blieb dies fast bis zum Schluss die einzige Chance des Klassenprimus aus Steinbach. „Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn das Spiel nach der ersten Halbzeit gelaufen ist“, meint Steinbachs Ülkü, der zumindest in der zweiten Spielhälfte etwas mehr in der Offensive für Unfrieden sorgte, aber erst in 86. Minute mit einem Torabschluss für Gefahr sorgte. Die zweite Spielhälfte dominierten die Donnersberger, setzten den SVH unter Druck. Doch es mangelte an Kreativität in der Offensive, um die Dreierkette des Kontrahenten zu knacken. „Es ist schon enttäuschend. Heute gehe ich mit gemischten Gefühlen vom Platz“, analysierte Ülkü.

Auch die Steinbacher müssen am heutigen Mittwoch schon wieder ran, empfangen um 19 Uhr den SV Herschberg. Die SG Kibo/Orbis erwartet außerdem um 19.30 Uhr die SG Oberarnbach.

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