Donnersbergkreis Dritte Halbzeit:

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Es ist die Überraschung des Donnersberger Spieltages, ein Remis mit Knall-Effekt. „Das war eine Einstellungssache. Davor habe ich gesagt: Wir können nur gewinnen. Jeder muss eben sein Bestes geben und sich den Hintern aufreißen“, sagte Boris Schneider, Trainer des SV Gundersweiler II. Punktlos schmückte seine Mannschaft den letzten Platz der C-Klasse Nord, fing sich in fünf Partien 33 Kisten – bis sie am Sonntag dem TuS Dannenfels, ohne Makel und mit 26:1 Toren Spitzenreiter, ein 2:2 abtrotzte. Doppelschütze Max Fahr netzte spät zum Ausgleich ein (82.). Wichtig, dass der SVG nach zwei Nackenschlägen den Kopf nicht in den Sand steckte, zweimal einen Rückstand egalisierte. Das zeugt von Moral. „Wenn Dannenfels 2:0 oder 3:0 geführt hätte, hätte das wieder zweistellig werden können“, so Schneider, der nachschob: „Wenn wir gut stehen, können wir mit jedem mitspielen.“ Das überraschende Unentschieden kann ein Knackpunkt sein. Schneider hofft, dass seine Elf aus dem Dornröschen-Schlaf geweckt wurde. Das 2:2 zeigte einmal mehr: Diese C-Klasse ist unberechenbar. 4:4 trennten sich am Sonntag der FC Eiche Sippersfeld und der ASV Winnweiler II. Auf den ersten Blick ein starkes Ergebnis für den ASV. Auf den zweiten aber auch einen Tick enttäuschend, sagt Coach Basirou Boukari: 4:2 lag seine Elf vorne, ehe zwei individuelle Patzer den Außenseiter zum Wackeln brachten. Erst ließ Torwart Tobias Böhmer die Kugel fallen und verursachte einen – laut Boukari unberechtigten – Strafstoß, den Dusty Decker einschoss (63.). Später machte seine Abwehr auch bei Deckers Ausgleich keine gute Figur (71.). Zwei Punkte verschenkt. „Wir hatten Sippersfeld im Griff und waren besser. Ich hätte nie gedacht, dass sie nochmal rankommen. Wir waren dem 5:2 näher“, ärgerte sich Boukari und ergänzte: „Wir dürfen Fehler machen. Aber so bestrafen wir uns nur selbst. Das passiert zu oft.“ Seinen Platz im Gipfel-Trio hätte der ASV zementieren können. Er versemmelte die Chance im Endspurt. Die Einsicht schmerzt. Hohe Ziele hatte der FV Rockenhausen ausgerufen: Er visierte den Aufstieg in die Bezirksliga an, erkor sich zu einem der Titelfavoriten. Nach nur sechs Spieltagen: Ernüchterung, Zurückrudern, Zugeständnisse. Zehn Zähler hinter Primus TuS Steinbach dümpelt der FVR im Mittelfeld dahin, nur zwei Dreier gab es in sechs Partien. Für den ambitionierten Klub ein schwacher Start. Das weiß auch Sportvorstand Thorsten Trost, der unter der Woche zugab: „Realistisch gesehen haben wir im Moment nicht die Qualität, die man braucht, wenn man vorne mitreden will. So haben wir in diesen Kreisen nichts verloren.“ Harte, aber ehrliche Worte. Das Thema Aufstieg? Vorerst abgehakt, so Trost. Die FVR-Elf solle sich auf ihren Fußball konzentrieren, sauber, effektiv spielen – so, wie es bislang kaum der Fall war. „Wir müssen den Druck von der Mannschaft nehmen“, fordert Trost. Am Wochenende folgte der Tiefpunkt. 1:2 verlor das Team von Manuel Weber beim FC Erlenbach, einem Punktelieferanten der Liga. Rockenhausen schwächelte im Abschluss, es mangelt an Konstanz. Klar ist: Vor der Saison hat der FVR die Messlatte zu hoch angesetzt. Öffentlich den Aufstieg zu proklamieren, war taktisch gesehen unglücklich. So ist jeder Gegner doppelt motiviert, fährt gegen den FVR die Krallen aus. „Wir haben die Abgänge unterschätzt. Was sollen wir aber unseren Spielern sagen, die letztes Jahr Dritter geworden sind?“, sagt Trost und räumt ein: „Das Selbstvertrauen ist weg. Der Verein denkt jetzt um.“ Unter die schwache Startphase zieht der Vorstand einen Strich. Das heiße Herbstfest-Derby gegen den TSV Dörnbach am Samstag soll „ein Neuanfang“ sein. Die Frage ist nur, ob die Spieler die Misere auf Knopfdruck aus den Köpfen streichen können.

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