Donnersbergkreis Dreiser „Überraschungsei“

Dreisen. Ein Aufsteiger in blendender Form: „Das ist ein Start, wie wir ihn uns vorgestellt haben“, räumt Andreas Dieter, Punktegarant und Kapitän des TTC Dreisen, beruhigt ein. Solide steht sein Sextett nach dem Kreisliga-Titel in der Bezirksklasse Vorderpfalz Nord – personell änderte sich dabei kaum etwas. Einzig unvorhersehbare Schwankungen trüben die Bilanz. Der TTC ist wie ein Überraschungs-Ei: Man weiß vorher nie, was man bekommt.
Es gibt diese guten Tage, da läuft eben alles. Entspannt an der Platte stehen, befreit und ohne Druck drauflos spielen – und zum Beispiel einen Liga-Garanten wie die TSG Eisenberg, zurzeit souveräner Zweiter, wegschießen. So geschehen vor drei Wochen, am 31. Oktober, als der TTC Dreisen sensationell das Derby mit 9:6 für sich entschied. Dann gibt es aber auch die schlechten Tage. Solche, an denen null funktioniert, an denen man lieber keinen Schläger in die Hand genommen hätte. Und auch die hat der TTC zuhauf: 2:9 in Großniedesheim, 2:9 in Ramsen, 2:9 in Bobenheim – zuhause ungeschlagen, auswärts dafür mit dem Kopf nicht bei der Sache. Dreisen zeigt zwei Gesichter. Der „Wohlfühl“-Effekt? „Könnte man fast sagen“, weiß Mannschaftsführer Andreas Dieter. „Wir haben einige Big Points geholt. Dafür aber andere klar verloren, in denen wir uns mehr erhofft haben. Auswärts zeigen wir Schwächen“, sagt das Ass, mit 11:3-Einzeln auf Platz fünf der Bezirksklasse-Rangliste. Zum Aufatmen, dass sein TTC in der Rückrunde oft in eigener Festung antritt. Dabei hat Dieter wenig zu lamentieren. 8:8-Zähler sind für einen Aufsteiger passabel. Das Team ist ausgeglichen: Neuzugang Stefan Dockendorf holt im hinteren Paarkreuz konstant Punkte. Genauso Klaus Wellstein, der in der Form seines Lebens spielt. Erst drei Einzel gab er ab. Vor wenigen Jahren, als er hinten fast alles verlor, kaum vorstellbar. „Das macht sich natürlich bemerkbar. Trotzdem schauen wir nach unten, nicht nach oben. Die Luft ist dünn. Wir wollen gesichert stehen, alles andere ist Zugabe“, betont Andreas Dieter vor der Partie heute Abend (20 Uhr) gegen den Tabellennachbarn SV Kirchheim. Im Normalfall, sagt Dieter, sehe sein TTC da alt aus. Auch der SVK hat derzeit aber öfters einen Durchhänger. „Mit viel Glück holen wir vielleicht einen Punkt“, hofft Andreas Dieter. Nicht abwegig. Es ist ein HeimspielBezirksliga Westpfalz NordASV Höringen – Post SG Kaiserslautern II 4:9. „Wir begannen wie in den letzten Spielen schwach. Auch in den Einzeln hatten wir nicht die erhoffte Durchschlagskraft“, kommentierte Höringens Spielführer Wolfgang Frohs. Gute Nachrichten machen sich bei seinem ASV Höringen derzeit rar. Wöchentlich klare Pleiten, mit mageren zwei Punkten aus neun Spielen Vorletzter. Höringen geht die zweite Luft aus. Gegen die Post SG aus der Barbarossa-Stadt hielt sich der Aufsteiger bis zum 3:5 standhaft. Danach riss die Gegenwehr, auf 8:3 zogen die Lauterer davon. Heute (20 Uhr) gastiert der ASV beim direkten Konkurrenten TTC Breitenbach. Um die Klasse zu halten, ein Muss-Sieg. Seit zwei Monaten ist der Frohs-Trupp ohne Erfolgserlebnis.Punkte für den ASV Höringen: Seib/Frohs sowie Haag, Denzer und Frohs. (ppp)