Donnersbergkreis Drei musikbegeisterte Studenten legen den Grundstein

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Nicht 90 Jahre alt, sondern eher 90 Jahre jung geblieben: Das dürfte gelten für den Musikverein Donnersberg Steinbach, der in diesem Jahr Jubiläum feiert.

Geburtsort war im Jahr 1925 das frühere Schulhaus. Vorausgegangen war die Liebe zur Musik dreier Studenten, die Monate vorher schon zusammen musizierten. Um ihre Besetzung zu erweitern, suchen sie Gleichgesinnte und organisierten sich in einem Verein. Lehrer Müller war ein Musikfreund, der dies unterstützte. Schnell war ein kleines Orchester mit 15 Musikern gegründet. Schon vier Jahre später zählte der Verein 24 Instrumentalisten, und das Streichorchester wurde zu einem Blasorchester umgewandelt. In diese Zeit fallen auch die ersten Auftritte, und aus den Erlösen wurden Uniformen mit finanziert. Zur Zeit des Dritten Reichs wurde der Klangkörper zur Standartenkapelle verpflichtet. Während des Krieges ruhte der Verein. Unmittelbar nach Kriegsende aber fanden sich musikinteressierte Steinbacher wieder zusammen, um den Verein aufleben zu lassen. Die Genehmigung dazu wurde im März 1949 von der damaligen Militärregierung ausgesprochen. Beim 25. Jubiläum 1950 zählte der Klangkörper 14 Aktive. Das musikalische Spektrum vergrößerte sich und damit auch die Zahl der Auftritte. Doch Ende der 1960er Jahre verschwand das Interesse an Blasmusik immer mehr, das Orchester kam erneut zum Erliegen. Doch schon kurze Zeit später fanden sich auf Einladung des damaligen Ortsbürgermeisters Albert Hochwärter interessierte Musiker zusammen, um den Verein wieder mit Leben zu füllen. Das gelang schnell. Bei der Adventsfeier 1969 wurden erstmals passive Mitglieder aufgenommen. Mit der neuen Satzung, 1970 beschlossen, änderte sich dann auch der Name in Musikverein Donnersberg Steinbach. 1973 wurde für alle Musiker einheitliche Kleidung angeschafft. Es ging weiter aufwärts. Die Mitglieder waren nicht nur an Tasten und Ventilen aktiv, sondern auch handwerklich. So schufen sie sich im Bürgerhaus einen Aufbewahrungsraum für ihre Instrumente. Die Ortsgemeinde stelle einen Übungsraum zur Verfügung. Bei Proben und Auftritten kam die Geselligkeit nie zu kurz. Organisiert wurden Tagesausflüge, auch längere Reisen bis nach Österreich. In dieser Zeit gab die Kapelle auch dem Musikverein Sembach tatkräftige Hilfestellung, der sich im Aufbau befand. Der Jubiläumsverein ist wichtiger Teil des Gemeindelebens und bei allen örtlichen Anlässen dabei. So bei der Kerwe und den Weihnachtsmärkten, auch bei Festen anderer Steinbacher Vereine. Dabei kommen eigene Veranstaltungen, Konzerte und Vereinsfeierlichkeiten nicht zu kurz. Geschaffen wurde mit viel Eigenleistung ein Festplatz für das alljährliche Heckenfest. Jugendarbeit wird nicht vernachlässigt: Immer wieder wurden Musiker ausgebildet, die den Verein nicht nur am Leben erhalten, sondern sein Renommee weiter fördern. Der Vorstand um den Vorsitzenden Dirk Schneider sowie die Mitglieder sowie selbstverständlich die Musiker um Dirigent Erik Siebecker wollen den Verein noch lange erhalten und zu Erfolgen führen. (llw)

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