Donnersbergkreis Drei Einsätze an einem Tag

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Es war – gemessen an der Anzahl der Einsätze – das bislang arbeitsreichste Jahr in der fast 150-jährigen Geschichte der Stützpunktfeuerwehr Winnweiler. 184 Mal wurden die aktiven Männer und Frauen 2016 alarmiert – verteilt auf 26 Brandeinsätze, 147 Hilfeleistungseinsätze sowie elf Fehlalarmierungen.

In der Summe ergeben sich daraus 260 Einsatzstunden. Multipliziert mit der Anzahl der eingesetzten Personen haben die Winnweilerer Floriansjünger somit im Vorjahr 3066 Einsatzstunden geleistet. Wesentlicher Einsatzschwerpunkt im Frühsommer waren die unwetterartigen Regenfälle, die die Feuerwehr von Ende Mai bis in den Juli hinein in Atem hielten. Bei den Brandeinsätzen konnte eine Person gerettet werden, während bei den Hilfeleistungen 30 Menschen aus misslichen Lagen befreit beziehungsweise gerettet werden konnten. Leider waren bei den Hilfeleistungseinsätzen auch sechs tödlich verletzte Personen zu beklagen. Aus der Vielzahl von Einsätzen ragten wieder einzelne heraus, die aufgrund der Schadenslage oder der Folgen für die Beteiligten besonders in Erinnerung bleiben. So beispielsweise der 26. Juli, als die Stützpunktwehr zunächst zu einem Verkehrsunfall auf der A 63 alarmiert worden ist. Dort hatte sich ein Kleinwagen so überschlagen, dass er auf dem Dach liegend auf der Mittelleitplanke zum Stillstand gekommen war. Der Fahrer hatte sich hierbei schwere Verletzungen zugezogen. Kurz vor Einsatzende ging über dem Ostteil der VG Winnweiler ein heftiges Unwetter nieder, was noch auf der Rückfahrt zu weiteren Alarmierungen wegen Überschwemmungen von Straßen und Kellern in Börrstadt und Sippersfeld führte. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug hatte gerade wieder die Feuerwache in Winnweiler erreicht – die anderen Fahrzeuge waren noch auf dem Rückweg –, als die Meldung eines Dachstuhlbrandes nach Blitzeinschlag in Steinbach einging. Umgehend machten sich die Einsatzkräfte auf den Weg dorthin, um den Brand in einem mehrstündigen Einsatz – gemeinsam mit den Ortswehren Steinbach, Sippersfeld und Börrstadt – sowie mit Unterstützung durch die Drehleiter der Feuerwehr Göllheim zu bekämpfen. Am Vormittag des 14. November wurde die Feuerwehr Winnweiler mit dem Einsatzstichwort „Pkw gegen Baum, zwei Personen eingeklemmt, Fahrzeug brennt“ auf die L 401 zwischen Alsenbrück-Langmeil und dem Röderhof gerufen. Beim Eintreffen der Feuerwehr – Ersthelfer hatten bereits mit einem Feuerlöscher die Flammen erstickt – konnte der Feuerwehrarzt nur noch den Tod der beiden Fahrzeuginsassen feststellen. Die Einsatzkräfte mussten die Leichen der beiden Unfallopfer aus dem total zerstörten Fahrzeugwrack herauszuschneiden. Insgesamt elf der 184 Einsätze waren Hilfen in benachbarten Verbandsgemeinden sowie der Stadt Kaiserslautern – die dortigen Feuerwehren hatten je ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr Winnweiler zur Unterstützung angefordert. VG-Wehrleiter Robert Blanz und der Winnweilerer Wehrführer Christian Füllert hatten die Einsatzstatistik des Jahres 2016 bei Bürgermeister Rudolf Jacob vorgelegt. Dieser betonte, es sei schon bemerkenswert, dass die Stützpunktwehr im zweiten Jahr hintereinander solch hohe Einsatzzahlen zu verzeichnen habe. „Gerade bei den Unwetterereignissen im Frühjahr und Sommer 2016 haben wir wieder gesehen, wie wichtig eine gut aufgestellte Feuerwehr ist. Dabei hat sich auch gezeigt, wie wichtig die kleineren Wehren auf den Orten sind. Wetterbedingte Flächenlagen wären nur mit einer Stützpunktwehr nicht zu beherrschen“, so Jacob. Er dankte allen Frauen und Männern, die sich in der Feuerwehr ehrenamtlich engagieren und wies darauf hin, dass die VG ohne diesen Einsatz jährlich einen Betrag in Millionenhöhe aufwenden müsste, um die Aufgaben des Brandschutzes zu erfüllen – „was allerdings nicht finanzierbar ist“, so der VG-Chef. Blanz und Füllert ergänzten, dass es mit den 3066 Einsatzstunden nicht getan sei: „Durch Ausbildungsveranstaltungen, Lehrgänge und Sonderdienste kommt sicherlich noch einmal die gleiche Stundenzahl hinzu.“ Das Jahr 2017 hat mit fünf Einsätzen in den ersten zehn Tagen nahtlos an das Vorjahr angeknüpft. Gefordert war die Stützpunktwehr unter anderem am Dienstag bei dem verunglückten Tanklaster an der Neumühle bei Münchweiler (wir berichteten). |red

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