Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel „Dreck weg“-Tag und bunte Mülleimer gegen Verschmutzung der Kleinen Residenz

Altkleidercontainer, die kurzfristig auf den Parkplätzen der Einkaufsmärkte abgestellt würden, seien eines der aktuellen Problem
Altkleidercontainer, die kurzfristig auf den Parkplätzen der Einkaufsmärkte abgestellt würden, seien eines der aktuellen Probleme im Stadtbild, sagt Stadtbürgermeister Marc Muchow.

Weil es auf den Straßen der Kleinen Residenz zuletzt immer schmutziger wird, soll es demnächst wieder einen gemeinsamen „Dreck Weg“-Tag geben. Aber auch Aktionen, um die Menschen für das Problem zu sensibilisieren. Kitas, Schulen und bunten Mülleimern könnte dabei eine wichtige Rolle zufallen.

„Jeder kennt doch die Ecken, in denen viel Unrat liegt“: Der Parkplatz am Kreishaus, der Herrengarten, der Mitfahrerparkplatz – das sind einige der „neuralgischen Punkte“, die der neu gegründete Ausschuss für Soziales, Generationen und Ehrenamt ausgemacht hat. Und so hat sich das Gremium, das Ende April erstmals zusammengekommen ist, darauf verständigt, dass unbedingt Abhilfe geschaffen werden sollte.

Ein erster Ansatz: Es soll wieder einen „Dreck-weg-Tag“ geben. Der neue Ausschuss hat sich schon einige Gedanken gemacht, wie das coronakonform aussehen könnte. Ein Vorschlag: Gesammelt wird in Familienverbünden, der städtische Bauhof stellt die Müllsäcke zur Verfügung und sammelt sie auf den vereinbarten Routen später wieder ein. Bauhof-Chef Jörg Freihöfer sieht darin kein Problem. Ob es möglich sein wird, auch Vereine, Schulen oder Kitas miteinzubinden, muss sich zeigen: Stadtbürgermeister Marc Muchow plädierte dafür, „noch ein paar Wochen zu warten“ und dann die Pandemiesituation kurzfristig zu beurteilen. Stadtbeigeordneter Jamill Sabbagh, der den neuen Ausschuss leitet, will gemeinsam mit Freihöfer zwei Samstage festlegen, an denen „Dreck-weg-Tage“ steigen sollen.

Gegen gedankenloses Wegschmeißen

Doch damit nicht genug: Das Gremium war sich einig, dass unbedingt auch präventiv in der Stadt gearbeitet werden müsse – das Thema Dreck „mal wieder ins Bewusstsein rücken“, wie Lea Weber sagte. Kitas und Schulen sollen mit eingebunden werden, um „offensiv gegen gedankenloses Wegschmeißen“ vorzugehen, befand Alexander Groth. Wenngleich Muchow befürchtet, dass „vor allem nachts viele Leute dabei sind, denen es einfach egal ist“, sprach auch er sich für Denkanstöße an unterschiedlichen Stellen aus.

Kitas und Schulen könnte auch bei Lea Webers Vorschlag eine zentrale Rolle zukommen: Die öffentlichen Mülleimer in der Stadt sollen bunter werden, sollen angemalt werden – „so wie die Stromkästen“. Das ist freilich noch nicht spruchreif, die Idee wird aber weiterverfolgt. Der Ausschuss für Soziales, Generationen und Ehrenamt, dem nicht nur Stadtratsmitglieder angehören, wird ab jetzt regelmäßig tagen, um die jeweiligen Ratssitzungen vorzubereiten.

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