Donnersbergkreis Donnersbergkreis: Im August so viele Arbeitslose wie seit zehn Jahren nicht mehr
Die Arbeitslosenquote im Donnersbergkreis ist im vergangenen Monat erneut gestiegen: um 0,2 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. 2600 Arbeitslose im August – das hat es im vergangenen Jahrzehnt nicht gegeben. Zuletzt waren die August-Zahlen während der Finanzkrise im Jahr 2010 so schlecht gewesen, damals hatte es sogar etwa 2800 arbeitslose Menschen im Donnersbergkreis gegeben, wie Peter Weißler, Chef der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens, der RHEINPFALZ berichtete. Zum Vergleich: Vor genau einem Jahr betrug die Quote 4,7 Prozent bei 1971 Arbeitslosen.
Mehr offene Stellen gemeldet als im August des Vorjahres
Nachdem sich im Juni und Juli die schrittweisen Lockerungen laut Arbeitsagentur auch auf dem Arbeitsmarkt widergespiegelt hatten, mache sich nun im August auch die Urlaubs- und Ferienzeit bemerkbar. „Nach den Sommerferien setzen wir auf die üblichen Entwicklungen. Schulische und betriebliche Ausbildungen starten“, sagte Weißler. Auch die verschiedenen Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen beginnen dann wieder: Teilnehmer solcher Maßnahmen tauchen nicht in der Arbeitslosenquote auf; da aber auch Bildungsträger vorübergehend eine corona-bedingte Pause eingelegt haben, waren dort verhältnismäßig wenige Menschen aktiv und sind stattdessen als arbeitslos gemeldet gewesen.
Peter Weißler hofft, „dass Corona keine weiteren Einschnitte bringt, der Arbeitsmarkt sich weiter stabilisiert“. Immerhin wurden in den vergangenen vier Wochen von Arbeitgebern aus dem Donnersbergkreis 94 neue zu besetzende Stellen gemeldet – vier mehr als im August des Vorjahres. Im Bestand der Agentur für Arbeit befinden sich damit 518 offene Stellen. Weißler: „Das Stellenangebot macht deutlich, dass die Unternehmen in der Region Ausschau halten nach Fachkräften.“ Dadurch ergäben sich Perspektiven, „auch für Frauen und Männer, die corona-bedingt ihren Arbeitsplatz verloren haben“.