Donnersbergkreis Donnersberger Trio pilgert ins Mekka der Pfeilschützen
Langmeil. Wenn die Spieler dreimal in Folge in das Feld der dreifachen 20 treffen, dann wird es im Alexandra Palace im Norden von London so richtig laut. Heute Abend, 21 Uhr, steigt das Finale der PDC-Dart-Weltmeisterschaft. Winfried Matheis, Roman Blum und Dominic Wagener, alle drei Mitglieder des DSV Donnersberg, waren bei der WM für zwei Abende live dabei.
„Die Stimmung in dem Alexandra Palace ist unglaublich. Da wird nur gefeiert“, erzählt Winfried Matheis. Der Erste Vorsitzende des DSV Donnersberg und seine beiden Vereinskollegen Roman Blum und Dominic Wagener besuchten zwei Tage das Treffen der besten Dart-Spieler der Welt. „Wir hatten das große Glück und konnten ein Spiel des genialen Phil Taylor sehen. Das war klasse“, erzählt der 57-Jährige, der selbst schon über 25 Jahre die kleinen Pfeile auf die große Scheibe wirft. Der Engländer Taylor ist 16-maliger Weltmeister, 56 Jahre alt und hat den Spitznamen „The Power“. „Ich bin ein absoluter Taylor-Fan. Er ist der Mann, der den Dartsport so bekannt gemacht hat“, sagt Matheis. „Ich habe diese Reise nach London zum Geburtstag geschenkt bekommen“, sagt Roman Blum. Für den 40-Jährigen ging ein kleiner Traum in Erfüllung. Doch die Anreise am ersten Tag zum Mekka der Dartgemeinde sei hart gewesen. „Von unserem Standpunkt waren es drei Kilometer Luftlinie. Wir dachten, kein Problem, das kann man laufen“, schildert der Sippersfelder und erklärt: „Doch plötzlich haben wir auf einer Anhöhe den Alexandra Palace gesehen. Das war ein richtiger Anstieg.“ Im Jerusalem der Darter angekommen, stattete sich das Trio dann erst einmal mit Fanartikeln aus. Teilweise werden die „180“-Schilder, die in die Höhe gehalten werden, wenn die Asse dreimal in die „Triple 20“ treffen, von den Organisatoren gestellt. Andere Dinge können die Fans käuflich erwerben. „Da kommen Leute in den genialsten Kostümen. Man sitzt neben Schotten, Italienern, Franzosen. Die ganze Welt sitzt da und feiert“, so Blum. Allerdings: Die Reisekasse der drei Donnersberger musste schon ein wenig bluten. „Ein Pitcher mit Ale hat satte 19 Pfund gekostet.“ Blum selbst findet den Schotten und Titelverteidiger Gary Anderson gut und sagt: „Wenn die Familie mitmacht, dann will ich da auf jeden Fall noch mal hin.“ „Sich richtig auf das Dartduell, das gerade läuft, zu konzentrieren, ist ganz schwer“, schmunzelt Dominic Wagener. Der 20-Jährige ist der Jüngste des Dart-Pilger-Trios gewesen. „Noch vor wenigen Jahren habe ich selber drei bis vier Stunden trainiert.“ Den Ruf des Kneipensports, den das Dart hat, kann er nicht bestätigen: „Dart ist eine Sportart, da muss man richtig viel trainieren“, erzählt Wagener. Der Lohnsfelder ist ein Fan von Dave Chisnall. „Die Abende im Alexandra Palace waren super“, sagt er und macht klar: „Das kann einem keiner mehr nehmen.“ Heute schaut sich das Trio das Finale, das um 21 Uhr startet, gemeinsam vor dem Fernseher an – im Vereinslokal Scorepub in Langmeil. Und am 8. Januar steigt dort schon das erste Turnier des DSV. „Wir veranstalten ein Steel-Dart-Jedermann-Turnier. Bis 14 Uhr am Sonntag kann man sich dazu anmelden“, erzählt Matheis. |rgb