Leichtathletik Donnersberger Gipfelstürmer zwischen Hoffen und Bangen

Der letzte Donnersberglauf fand Ende Februar 2020 statt. Am 26. Februar wollen die Läufer den Gipfel zum 29. Mal erklimmen.
Der letzte Donnersberglauf fand Ende Februar 2020 statt. Am 26. Februar wollen die Läufer den Gipfel zum 29. Mal erklimmen.
Roland Schreiber, Vorsitzender des LC Donnersberg
Roland Schreiber, Vorsitzender des LC Donnersberg

Es ist einer der ersten Volksläufe in diesem Jahr in der Region – der Donnersberglauf. 2022 soll er nach der letztjährigen Absage wieder stattfinden, wenn auch unter Pandemie-Regeln. Roland Schreiber, Vorsitzender des LC Donnersberg, hat die Anmeldung bereits freigegeben.

„Es ist schon noch alles ungewiss“, sagt Roland Schreiber mit Blick auf sich immer mal wieder verändernde Corona-Regeln, die dem Lauf doch noch zum Verhängnis werden könnten, aber „in stark abgespeckter Version und nur mit Voranmeldungen wollen wir am 26. Februar starten“. Sportler und Helfer müssen die 2G-Regel beachten, die für Sport im Außenbereich gilt. Die Helfer werden laut Hygienekonzept am Vortag zudem getestet. „Zuschauer werden sehr wahrscheinlich nicht zugelassen sein, wir verzichten auf eine Siegerehrung, und der Start- und Zielbereich sowie die Startnummernausgabe werden abgesperrt, wir richten eine Zugangskontrolle ein, um den 2G-Status zu überprüfen“, berichtet er.

So müssen die Läufer am Tag des Wettkampfes ihren Impf- oder Genesenenausweis dabei haben, eine Maske benötigen sie zudem für den Aufenthalt im Start- und Zielbereich: „Auch die ersten 100 Meter müssen damit gelaufen werden“, danach entzerre sich das Feld auf der Strecke.

Der Startschuss fällt um 15 Uhr wie üblich beim Donnersberglauf am Bürgerhaus in Steinbach. Von dort geht es zunächst nach Dannenfels. Nach dem Kloster Gethsemani folgt dann der schwierigste Teilabschnitt, denn von dort geht es steil die Donnersberger Höhenstraße hinauf bis nach insgesamt 418 Höhenmetern und 7,2 Kilometern der Ludwigsturm auf dem Gipfel des höchsten Bergs der Pfalz erreicht ist.

Keine organisierten Trainingsläufe im Vorfeld

Die Trainingsläufe, wie sie der LCD sonst im Vorfeld des Donnersberglaufes angeboten hatte, wurden für die diesjährige 29. Auflage aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Der LCD bietet aber weiter seinen Lauftreff unter den geltenden Beschränkungen an, „wir machen vor dem Lauftreff zusätzlich einen Test“, erzählt Schreiber. „Wir haben jemanden im Verein, der die Auswertung und Testung übernimmt, daher bieten wir das an.“

Schreiber hat schon im vergangenen Jahr immer wieder gerade auf die schwierige Lage der jungen Sportler hingewiesen. „Die Läufer brennen darauf, gerade für die jüngeren, die noch viele Rennen bestreiten wollen, ist es eine bittere Situation“, sagt er. Denn die Anreize durch Wettkämpfe fehlen ihnen nun schon über einen langen Zeitraum.

Eine der Nachwuchshoffnungen des Vereins, Max Rahm, erreichte im vergangenen Jahr dennoch sein Ziel, absolvierte den Berlin-Marathon. „Jetzt bereitet er sich auf den Weinstraßen-Marathon vor, falls er denn stattfindet“, erzählt sein Vereinskollege und drückt die Daumen, „denn dieser findet ja auch nur alle zwei Jahre statt, das wäre dann wieder ein Rückschlag“. Diesen musste beispielsweise auch Constanze Schmidt wegstecken, „sie wollte beim Silvesterlauf in Kottweiler-Schwanden starten, der wurde aber abgesagt“, berichtet Schreiber.

Anmeldung steht seit Montag offen

Generell sei es für viele Sportler unter solchen Voraussetzungen schwierig, sich zu motivieren, „weil die Absage ja doch immer drüber schwebt“, erzählt Schreiber. Dennoch sei die Trainingsbeteiligung im eigenen Klub nach wie vor gut.

Richtig einschätzen, wie viele Läufer sich anlässlich des Donnersberglaufs am 26. Februar nach Steinbach aufmachen werden, kann Schreiber noch nicht, „aber wir rechnen nicht mit einem neuen Teilnehmer-Rekord“. Bei den letzten Läufen seien etwa 350 bis 450 Sportler auf die Strecke gegangen. In diesem Jahr finden im Rahmen des Donnersberglaufs auch die Pfalz-Berglaufmeisterschaften statt. Ob sich dadurch auch einige prominente Läufer in die Startliste eintragen werden, kann Schreiber noch nicht absehen. Bislang sei es noch recht ruhig gewesen, er habe nur wenige Anfragen rund um den Lauf erhalten.

Die Anmeldung ist seit Montag freigegeben. Bis Sonntag, 20. Februar, müssen sich alle Teilnehmer unter https://my.raceresult.com/189251/ anmelden. Dort finden sie auch alle Informationen zum Ablauf des Rennens. Eine Nachmeldung am Veranstaltungstag ist aufgrund der Corona-Beschränkungen und der damit verbundenen Organisation und des Hygienekonzepts nicht möglich, erklärt Schreiber.

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