Donnersbergkreis
Donnersberger Echo: Die erste Wochenendkolumne für den Neuen
Die erste Woche: Neue Orten und Menschen
Das war sie also, die erste Woche an meinem neuen Arbeitsplatz. Es waren extrem spannende Tage. In der Redaktion: ein ungewohntes (zuletzt unbewohntes) Büro; vom Schreibtisch aus ein Blick auf eine noch recht karge Wand (Gedächtnisnotiz: unbedingt eigene Fotos mitbringen); andere Strukturen und Arbeitsweisen, neue tolle Kollegen – und viele Fragen von beiden Seiten.
Viel interessanter aber sind selbstredend die Veränderungen außerhalb des Redaktionsgebäudes. Dort warten auf mich, in den vergangenen Jahren im Kreis Kusel tätig, neue Städte und Gemeinden, neue Straßen und Plätze, neue Institutionen und Vereine, neue Gaststätten und Geschäfte. Was aber noch viel wichtiger ist: jede Menge neue Menschen. Die ersten Begegnungen – ob verabredete Gespräche oder zufällige Treffen mit Lesern auf der Straße – haben Lust auf mehr gemacht. Und dieses Mehr steht schon in den Startlöchern: Es wird noch eine ganze Zeit vergehen mit Kennenlern-Treffen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und der Geschäftswelt. Und mit unseren Lesern.
Der Terminkalender der kommenden Wochen ist schon prall gefüllt mit solchen ersten Gesprächen. Und er füllt sich täglich weiter. Das läuft so nebenher mit – neben dem Tagesgeschäft und den Anstrengungen mit dem gesamten Team, uns gemeinsam so aufzustellen, dass wir für die zahlreichen neuen Herausforderungen gerüstet sind.
Klar, da ist zum einen die Pandemie, die uns nachdrücklich darauf hingewiesen hat, dass es alternative Arbeitsmodelle braucht. Solche, die auch dann Erfolg versprechen, wenn nicht jeder an jedem Morgen an seinem Arbeitsplatz im Büro sitzt. Da geht es der Zeitung nicht anders als fast allen Branchen.
Zum anderen wollen wir das Angebot für unsere Leser weiter verbessern. Nicht nur in der gedruckten Ausgabe, sondern vor allem im digitalen Bereich. Um noch schneller, noch umfassender im Internet auf www.rheinpfalz.de und per RHEINPFALZ-App zu informieren, unternehmen wir eine Menge Anstrengungen. Auch auf der Facebook-Seite „Die RHEINPFALZ Donnersberg“ wird noch mehr passieren.
Das alles sollte mir aber genügend Platz lassen, um weiterhin ganz vielen Menschen aus dem Donnersbergkreis zu begegnen. Auch dank der guten Erfahrungen meiner ersten Woche gibt es keinen Termin, dem ich nicht positiv gespannt gegenüberstehe.
Auf Abwegen: Anfängerprobleme
Laut unserer intern festgelegten Abfolge wäre in dieser Woche die Kollegin Lea Ochßner drangewesen, das Donnersberger Echo zu schreiben. Natürlich wollte ich – als der Neue in der Redaktion – aber gerne ein paar Worte an Sie richten, liebe Leserinnen und Leser. Nichtsdestotrotz hätte ich der Kollegin den Vortritt gelassen. Hätte Sie nicht angekündigt, die Geschichte vom „Chef auf Abwegen“ zu erzählen. Die Geschichte vom Neuen, der bei einem seiner ersten Termine in Kirchheimbolanden völlig abgehetzt in der Redaktion anrufen musste, weil er den vom Gesprächspartner vorgeschlagenen Treffpunkt nicht hatte finden können. Und nun schon einige Ehrenrunden durch die Straßen der Residenzstadt gezogen hatte.
Jeder, vermutlich wirklich jeder andere, der sich zu diesem Zeitpunkt in der Stadt aufgehalten hat, hätte gewusst, wo sich das gesuchte Eiscafé befindet und dass es vor einigen Jahren umgezogen ist. Außer dem Neuankömmling. Und außer der Navigations-App auf dem Mobiltelefon. Die hat mich zielsicher an den alten Standort geführt. Und jede Menge Fragezeichen auf meine Stirn gezaubert. Am Ende ging dann doch noch alles gut, und der Gesprächspartner fand’s lustig.
Damit dieser kleine Fauxpas auf gar keinen Fall die Runde macht, schreibt die Kollegin eben in dieser Woche doch nicht das Echo. Und falls sich jemand bei Ihnen erkundigt: Tun Sie so, als wüssten Sie nichts von meinem Irrlauf. Ohnehin: Der Donnersbergkreis ist so groß, ich fürchte, dass es noch ein klein wenig dauern wird, bis ich überzeugt behaupten kann, alles auf Anhieb zu finden. Ich freue mich auf jeden einzelnen Ort!